Trend Flossing, was steckt dahinter!

Nach der Blackroll und anderen Faszientechniken kommt nun auch der Trend des Flossing oder Voodoo/ Ninja Flossing über den Teich zu uns. Entwickelt wurde diese Therapiemethode 2013 von Dr. Kelly Starret (amerikanischer Physiotherapeut und Crossfittrainer); in seinen Büchern „Ready to run“ und „Werde ein geschmeidiger Leopartd“ beschreibt er diese Technik ausführlich. Hauptbestandteil sind hierbei elastische Bänder die zirkulär um Gelenke und Gewebe gewickelt werden. Ziel dieser neuen Therapie soll es sein, eine Schmerzlinderung und eine Bewegungsverbesserung zu erreichen. Unter Berücksichtigung anderer Therapieprinzipien wie der Osteopathie und der Physiotherapie kann das Flossing noch vielschichtiger Eingesetzt werden. Hierbei gilt das Motto „Optimieren durch Komprimieren“

Grundlagen des Flossings

Das Flossing kommt einer Kompressionstherapie gleich, durch die man eine Art Abschnürung des Gewebes  und einen enormen äußeren Druck auf die Strukturen erreicht. Unter diesem Zustand wird dann das Areal  so gut wie möglich durchbewegt. Durch diesen Effekt kann man auf eine Vielzahl von Strukturen Einfluss nehmen und Beschwerdebilder behandeln. So sollen Gelenkschmerzen beseitigt, Muskelkontraktionen verbessert, Verklebung beseitigt und die Gleitfähigkeit verschiedener Strukturen verbessert werden. Außerdem können durch die Kompression Schwellungen im Gewebe und Gelenken behandelt werden. Zu beachten sind hierfür nur die verschiedenen Wickeltechniken. Nicht Anwenden sollte man diese Technik bei Malignom, Thrombosen, akuten septischen Entzündungen, auch bei Fieber, Krampfadern, Hypotonie und Schwangerschaft sollte eine Anwendung im vorhinein abgeklärt werden. Bei jeglichen Wunden und anderen Hautveränderungen ist von einer Anwendung ebenfalls abzuraten. Wie bei jeder Behandlungsmethode können auch hier gegebenenfalls Nebenwirkungen auftreten. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Hautreizungen durch den mechanischen Reiz der Bänder auf der Haut. Genauso können durch  den mechanischen Zug auf das Hautareal und durch das Lösen von Crosslinks, kleinere Kapillaren in der Haut reisen, wodurch es zu einer Hämatombildung kommen kann. Durch diese Effekte wird die Wirkungsweise der Anlagen aber in keinem Fall beeinflusst. Der Heilungsverlauf und das angestrebte Therapieziel kann trotzdem noch erreicht werden.

Da das Flossing eine sehr aggressive Therapiemethode ist, ist eine Aufklärung der Patienten enorm wichtig.

Das Prinzip des Flossings

3 grundlegende Effekte sind für die Wirkungsweise des Flossings verantwortlich und können beobachtet werden.

SCHWAMMEFFEKT

SUBKUTANE IRRITATION

KINETIC RESOLVE

Die Ziele jeder Anlage sind eine  Schmerzlinderung, durch die Beeinflussung des autonomen Reparatursystems des Körper, Verbesserung des Schwellungsabbaus durch eine erhöhte Resorptionsfähigkeit des Lymphgefäßsystems und eine Durchblutungsförderung und Stoffwechselverbesserung. Aber auch während eines Krafttrainings kann auf ein Hypertophieeffekt Einfluss genommen werden.

Der Schwammeffekt

Bei dieser Behandlung wird sich eben genau die Funktion des Schwammes zu eigen gemacht. Durch eine extrem hohe Kompression wird das Gewebe quasi wie ausgedrückt. Der gesamte venöse Abfluss wird abgeschnürt und der arterielle Zufluss gehemmt. Bei Gelenkanlagen wird ein extremer Hochdruck im Gelenk erzeugt. Die Zellen werden wie ein Schwamm ausgepresst. Im ersten Augenblick erscheinen diese Therapieeigenschaften erstmal sehr negativ. Der Stoffwechsel im abgeschnürten Bereich liegt lahm. Jedoch wird dieser negative Zustand lediglich für maximal 2 Minuten aufrechterhalten. Durch diesen Zustand des Mangels reagiert der Körper nach auflösen der Kompression sehr effektiv mit einer Mehrdurchblutung, frische Zellflüssigkeit strömt ein und schwemmt alte hinaus und der Lymphfluss wird um ein mehrfaches gesteigert. Bei Gelenkeinlagen wird die Trophik des Gelenkes verbessert und die Gelenkschleimhaut besser ernährt. Eben genau der Effekt eines Schwamms. Die Regenerationsfähigkeit kann dadurch gut unterstützt werden, die beanspruchte Muskulatur kann so besser mit neuen Stoffen versorgt werden und die Durchblutung verbessert werden.

Ein weitere Effekt des Flossens ist der Effekt des Kinetic Resolve. Übersetzt bedeutet resolve sowas wie lösen. Hierbei werden mechanische Crosslinks im Gewebe bzw. Verklebungen der Faszie gelöst. Dies geschieht während der Anlage durch Bewegen des Gewebes. Bei dieser Anlage entsteht durch die Bänder eine hohe Kompression, wodurch sich Haut und Band miteinander verbinden. Durch die Bewegung wird dann eine Verschiebung des subcutanen Gewebes ( Unterhaut; Faszie, Muskeln usw.) hervorgerufen, so werden interfasziale Crosslinks ( Verklebungen) gelöst. Zugleich wird durch die starke Verbindung zwischen Haut und Flossingbändern ein Unterdruck, ähnlich dem aus der Technik des Schröpfens bekannt, hervorgerufen. So kann während der Behandlung eine hohe Verschiebung der unterschiedlichen Gewebsschichten in alle Richtungen erreicht werden.

Die letzte Wirkungsweise ist die Subcutane Irritation. Diese ist uns unbewusst schon häufig in unserem Alltag begegnet und bestens bekannt. Wenn man sich heftig am Schienbein oder Ellenbogen stößt fangen wir an diesen zu reiben, dies geschieht meistens unbewusst als Reaktion auf den Schmerzreiz. Diese Rektion ist jedoch nicht nutzlos, sondern hat einen tiefen neurologischen Hintergrund. Die Mechanorezeptoren leiten ihre Reize ( Druck, Reibung, Bewegung etc.) schneller weiter als die Nozizeptoren ( Schmerzrezeptoren). Somit kommt es bei gleichzeitigem Auftreten beider Reize zu einer Überlagerung des Schmerzreizes kommen. Der Schmerz wird somit nicht mehr so stark und deutlich wahrgenommen. Dies wird dann als subcutane Irritation bezeichnet, was nichts anderes bedeutet, als dass sich die Mechanorezeptoren im subcutanen Gewebe befinden und man über Impulse auf der Haut diesen Effekt hervorrufen kann.

Applikationstechnik

Mit der Anlage beginnt man immer am körperentferntesten Punkt des Bereiches den man behandeln möchte. Der erste Rundzug bildet die Basis der Anlage und sollte schon mit deutlichen Zug von 50-60% des Bandes angebracht werden. Dann wird das Areal rund nach oben abgebunden. Das Band sollte hierbei immer um 50% überlappen. An der Hauptstelle/ Behandlungsstelle/ Schmerzstelle sollte dann ein Zug von 80% oder mehr aufgebaut werden. Dieser darf aber nicht zirkulär werden, so gibt man auf der Behandlungsstelle z.B. Oberschenkelvorderseite 80% Zug und auf der Oberschenkelrückseite geht man wieder auf 50% zurück. Ansonsten sorgt man für eine extreme Kompression im gesamten Gewebe, was gewisse Gefahren mit sich bringt. Das Ende des Bandes wird einfach in der Anlage eingeklemmt. Da durch diese Anlagen ein extremer Reiz ins Gewebe gegeben wird und man stark auf den Durchblutungskreislauf des Gewebes Einfluss nimmt, sollte die Anlage nicht länger als 2 Minuten angelegt werden. Bei einem unwohlen Gefühl oder Symptomen wie Taubheit oder Schmerzen unterhalb der Anlage sollte die Anlage sofort aufgelöst werden.

In der Anlage kann nun aktiv mit allen bekannten Bewegungen gearbeitet werden um den Effekt des Kinetiv Resolves (s.o.) zu erreichen. Hierbei können in der Regel Schmerzen entstehen, diese sollten aber nicht die bekannten Schmerzen sein, sondern Schmerzen die durch die Reizung der Rezeptoren und welche durch das Durchbrechen der Crosslinks und anderen Faszienverklebungen erzeugt werden.

Nach 2 Minuten sollte dann das Band so schnell wie möglich abgenommen werden, um den gewünschten Effekt der Mehrdurchblutung im Körper zu erzeugen. Dies dient zur Versorgung des abgeschnürten Gewebes, diesen Effekt kann man gut durch aktives Bèwegen unterstützen. Auch visuell wird der Schwammeffekt gut deutlich, nach der Applikation ist die Haut noch weiß bis manchmal sehr bläulich. Nach und nach kann man sehen, wie das Areal langsam errötet.

Eine Besonderheit bei der Applikation  gilt bei der Schwellung: Die Anlage beginnt ca. eine Handbreit unterhalb der Schwellung und wird mit kontinuierlichem Zug von 50% mit 1,5cm  Überlappung angebracht. Die Anlage geht bis eine handbreit über das Schwellungsgebiet. Wichtig ist, dass der Zug kontinuierlich angebracht ist und keine Stelle ausgelassen wurde. Danach wird in alle Richtungen bewegt, gleichzeitig können Griffe der Lymphdrainage angebracht werden. Nach einigen Minuten wird die Anlage dann gelöst. Der Vorgang sollte 20-30 Minuten wiederholt werden.

Kelly Starrett verwendet häufig aufgeschnittene Fahrradschläuche als Ersatz zu teuren Flossbands. Davon haben wir Triathleten wohl genug zu hause rum fliegen.

 

 

 

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Mantras: laufen mit dem kleinen Mann im Ohr

Wer kennt das nicht, oder wer macht das nicht? Ich führe bei harten Einheiten regelmäßig Selbstgespräche und versuche mich positiv zu verstärken. Meistens sind es Gedanken aus Situation in denen es gut lief oder ich etwas schon mal erreicht habe. Aber nicht nur ich tue dies ganz unbewusst und automatisch, auch Profiathleten wie Mona Stochhecke oder Marathon Rekordhalterin Deena Kastor führen immer wieder Selbstgespräche während ihrer Einheiten oder Wettkämpfe. Dies ist jedoch keine Eigenheit, bei der man nicht alle Tassen im Schrank hat, sondern eine psychologische Strategie, die einen motivieren und beflügeln soll. Besonders in Situation in denen es hart wird oder mal nicht so läuft können einen solche Mantras wieder aufbauen und helfen sein Ziel zu erreichen.

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Für eine neue Bestzeit muss auch der Kopf stimmen

 

Jeder muss sein eigenes Mantra finden, aber wie?

Erstmal was sind eigentlich Mantras? Mantras sind kurze und kleine Powersätze, die man immer wieder leise in seinem Kopf wiederholen kann. Manchmal sind es Sätze, aber auch nur ein einziges Wort kann als Mantra dienen. Hauptsache ist, sie motivieren dich und helfen dir fokussiert und konzentriert im Wettkampf oder im Training zu bleiben. Sie sollten dich zu so beflügeln  und aufbauen, dass es dir auch in schlechten Situation hilft nicht aufzugeben und dein Ding durchzuziehen.

Wie man sein Mantra findet ist gar nicht so schwer, dafür muss mein kein Dichter oder Denker sein. Viele begegnen uns im Alltag und bleiben schon fast automatisch im Kopf. Als Mantra können aufbauende Wort vom Trainer oder Trainingspartner fungieren, aber auch bestimmte Liedzeilen aus Songs die du gerne hörst. Oder sie begegnen dir einfach so. In Jügesheim lief ein Mädchen mit einem T- Shirt vor mir auf dem der Satz  “ don´t run fly“ stand. Der Satz prägte sich sofort in meinem Kopf ein. An diesem Tag war dies mein Mantra was mich zu meiner neuen Bestzeit beflügelte. Im wahrsten Sinne wollte ich fliegen anstatt zu laufen. Beim Bilden von Mantras gibt es keine Regeln und Gesetze, das innere Gefühl und die Einstellung zu den Worten muss stimmen. Ein Mantra soll ein ganz bestimmtes Gefühl vermitteln; ein Gefühl, das einen beflügelt. Bei den falschen Worten funktioniert das nichts, sie bringen einen nicht weiter.

Wenn man immer noch nicht weiß wie man zu seinem Mantra kommt kann man auch auf alte Erinnerungen zurückgreifen, Gefühle aus Situationen in denen es gut lief und man Erfolg hatte. Diese abgespeicherten Gefühle kann man dann wieder und wieder hervorrufen und versuchen in starke Worte zu formulieren um diese immer wieder zu wiederholen. Hier kann es helfen die Gedanken nach einem Wettkampf in Worte zu formulieren z.B. in einem Trainingstagebuch. Dadurch kann man bestimmte Muster selbst analysieren, man erkennt so was funktioniert und was nicht. Ein weiterer Punkt ist, dass man durch Mantras keine Erwartungen an sich setzen sollte, die man nicht erfüllen kann, das kann eher kontraproduktiv wirken und nicht motivierend. Die Befehle aus dem Kopf können nicht umgesetzt werden und das wirkt am Ende nur frustrierend und eben nicht aufbauend. Sich selbst etwas vorgaukeln bringt auch hier nichts, man glaubt ganz tief eh nicht dran. Am Besten ist es die Botschaft aus dem Kopf einfach zu halten und sich auf Dinge zu konzentrieren, die man beeinflussen und auf die man sich verlassen. Beispiele können sein „bleib groß“, „mach dich lang“ “ ruhig atmen“.

Mantras an Situationen anpassen

Nicht jedes Mantra ist für jeden Lauf geeignet. Je nach Lauf oder Einheit sollte man die Mantras an die Situation anpassen. Man muss nicht immer den Geschwindigkeitsteufel in sich entfachen. Manchmal muss es auch locker und einfach sein. So hatte Mona Stochhecke in Frankfurt “ Take it easy“ als Mantra. Aber manchmal läuft es auch einfach und man ist im Flow und das sollte man dann auch einfach genießen, hier können auch ein oder zwei kleine Wörter störend wirken. Das sind Situation bei denen man am besten an gar nichts denkt und den Flow genießt.

Wie weiß ich das es was für mich ist?

Ob die Strategie der Mantras was für dich ist kann man so pauschal nicht sagen, es bleibt wohl nur es auszuprobieren. Eben wie ein neuer Laufschuh muss auch ein Mantra zu einem passen. Am besten ist man testet es einfach mal im Training aus. Man läuft ja auch nicht einen neuen Schuh im Wettkampf ohne ihn im Training getestet zu haben. Wenn ihr euch im Training sch0n nicht auf euer Mantra fokussieren könnt und euch doof dabei vorkommt ist es nicht das richtige und ihr müsst weiter suchen. Ein Mantra muss passen wie der Lieblingslaufschuh.

 

Goodbye 2016 und hallo 2017. Mit Vollgas ins neue Jahr!

2016 ist Geschichte und mit dem Silvesterlauf haben wir das Jahr auch sportlich gesehen erfolgreich hinter uns gelassen. Ein Jahr voller toller Ereignisse, ein tolles Jahr. Ich habe meine erste Mitteldistanz absolviert und den nächsten Schritt sportlich gesehen gemacht. Ein gutes Ergebnis nach dem anderen. 4. AK 30 bei der DM, eine tolle erste Mitteldistanz und zum Schluss der Aufstieg mit meinem Team in die 2. Bundesliga Süd waren nur ein paar tolle Momente für mich. Insgesamt konnte ich mich in jeder Disziplin weiter entwickeln. 2016 war ein tolles Jahr für mich und 2017 soll dem um nichts nachstehen, doch was ist geplant? 2017 wird groß.

2. Bundesliga Süd

Durch den 2. Tabellenplatz in der Regionalliga konnten wir Girls vom TV Bad Orb uns das Aufstiegsrecht für die 2. Bundesliga Süd sichern, was wir auch mit Stolz annahmen. Mit Bundesliga hatten wir bisher keine guten Erfahrungen gemacht. 2015 bekamen wir schon mal die Chance in der deutschen Premiumklasse zu starten. Die Saison war naja, ich persönlich absolvierte kein einziges Rennen in der 1. Buli. Nächstes Jahr soll es jedoch anders werden. Alle sind motiviert und wollen eine super Saison hinlegen, so auch ich. Das Resultat ist, die Anzahl der Schwimmeinheiten wird erhöht. Ich versuche nun wirklich 3 Mal die Woche ins Wasser zu gehen um in der ersten Disziplin glänzen zu können. Mal schauen ob sich die harte Arbeit auszahlt. Unsere Termine sind: Neckersulm, Woogsprint Darmstadt, Rothsee Triathlonfestival, Fritzlar und last but not least Baunatal. Ich bin jetzt schon total aufgeregt, weil Windschattenrennen so total anders sind wie das was ich bisher gemacht habe.

BASF Cup

Einzelne Rennen der Serie stehen schon immer fest in meinem Wettkampfkalender, weil sie einfach ehrliche Rennen sind. Die Serie bietet anspruchsvolle Rennen mit vielen Höhenmetern, so dass auch ein olympische Distanz eine Herausforderung wird. Mit Maxdorf wird auch meine erste Mitteldistanz im Rahmen des Cups absolviert, danach soll Ladenburg und Viernheim folgen. Mein neues Lieblingsrennen, den Heidelbergman müssen wir jedoch ausfallen lassen, da an dem Wochenende der Ironman in Zürich statt findet, bei dem Flo an der Startlinie steht und ich natürlich am Streckenrand.

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2 Mitteldistanzen

Maxdorf steht schon fest, doch eine zweite sollte noch her, da bin ich noch sehr unentschlossen. Zum Ende der letzten Saison war alles schon fest geplant jedoch änderten einige Veranstaltungen ihr Austragungsdatum, wodurch alles durcheinander gewürfelt wurden. Momentan hab ich mich für meine zweite Saisonhälfte noch nicht entschieden, mal schauen was es wird. Die Entscheidung wird wohl zwischen dem Kult im Allgäu und der Challenge Walchsee fallen. Für mich zwei Herzenswettkämpfe.

Marathon

Nach einer langen Saison werde ich mich für diesen Punkt wohl spontan entscheiden. Da ich mit einem Auge schon in Richtung 2018 schiele, wäre es glaub ich gut hinter diesen Punkt einen Hacken zu machen. Jeder Läufer sollte ja irgendwann mal ein Marathon gelaufen sein. Aber ob ich nach einer langen Saison dann noch bereit bin für lange Läufe, entscheide ich wohl aus dem Bauch im August. Vom Termin her wird es dann wohl der Heimmarathon in Frankfurt werden.

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Die Planung für 2017 ist fast komplett im Sack. Mit dem Silvesterlauf am 31.12.2016 habe ich sportlich das alte Jahr mit einem guten Bauchgefühl für 2017 verlassen. Ich bin zuversichtlich, dass 2017 genauso gut, wenn nicht sogar noch besser als 2016 wird. Ich freue mich schon jetzt auf alles was auf mich zu kommt. Auf jeden Laufkilometer, auf jeden Armzug im Wasser und viele schöne Radausfahrten.2017 ich bin bereit dich zu rocken und gespannt welche Überraschungen du für mich bereit halten wirst.

 

 

 

Bikeoptimization bei Gebiomized

Die Planung für 2017 ist im vollem Gange und wir drehen momentan an jeder Schraube die wir finden können um 2017 voll durchstarten zu können. Eine davon ist das Rad. Eine wie ich finde enorm wichtige Schraube. Denn 1000nde von Km werden drauf abgespult, prozentual verbringen wir darauf die meiste Zeit im Training und auch im Triathlon nimmt das Rad fahren bei den meisten Athleten die meiste Zeit in Anspruch. Da sollte doch ein wichtiges Ziel sein sich auf seinem heiligen Hobel wohl zu fühlen.

Mein Rad hatte ich vor 2 Jahren gebraucht von einem Bekannten erworben. Sattel runter, drauf gesetzt, die Füße kamen an die Pedale  und die Arme lagen im 90° Winkel auf den Armschalen. Passt also. Mehr wurde bis heute daran nicht verändert. Vielleicht mal ein Spacer hoch, mal einer runter aber das war es auch schon. Eigentlich konnte ich mich auch nicht beschweren, mich plagten keine Beschwerden, der Rücken tat nicht weh, die Füße schliefen nicht ein, nur der Popo tat nach ein paar km etwas weh. Das war es auch schon. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich warum jetzt ein mega Bikefitting? Es ist doch alles tuti. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass es so einfach sein sollte. Wenn es das war, konnte ja jeder erfahrene Radfahrer ein Rad einstellen und für was zum Teufel braucht man denn  dann die ganze Technik. Mit den Füßen an die Pedale kommen kann doch nicht alles sein. Ich war also neugierig, was raus kommt.

Warum wir jetzt dafür bis nach Münster gefahren sind? Zum einen arbeitet dort die liebe Lotte, eine ehemalige Arbeitskollegin von mir und demnach auch Physiotherapeutin. Was für mich die Sache besonders spannend machte, da ich wusste dass sie die ganze Sache nicht nur von der technischen Seite aus betrachtet, sondern auch die menschlichen Möglichkeiten berücksichtigt. Außerdem arbeiten bei Gebiomized die Fachleute in Sachen Bikefitting, über die ISCO bilden sie international, Fachpersonal zu Bikefittern aus und haben ein unheimliches Know How. Deswegen nach Münster.

Freitag morgen kamen wir, pünktlich um 10 Uhr dort an und wurden herzlichst empfangen. Ich war mega gespannt und aufgeregt was uns jetzt erwartet. Ich wusste, dass ich in erster Linie nur Rad fahren musste. Eigentlich das was ich am liebsten tue. Mein Vertrauen lag ganz in Lottes Hand. Als erstes wurde mein Rad auf einer Plattform eingespannt, auf der ich von allen Richtungen gefilmt werden konnte.  Das ganze Equipment wurde begutachtet und im Anschluss natürlich ich. Meine Beweglichkeit war gut, keine Einschränkungen oder ähnliches zeigte sich während den Test. Ready to check the bike. Schnell wurde klar, dass es einiges zu optimieren bzw. gebiomizen gibt. Von hinten betrachtet, juckelte ich nur so auf meinem Sattel rum, wodurch einem auch klar wurde warum ich immer so Poweh habe und von vorne fuhr ich durch die Gegend wie ein Traktor. Nach Lottes logischen Erklärungen wurde mir dann schnell klar, dass es nicht ausreicht nur mit den Füßen an die Pedale zu kommen. Schnell wurde klar, mein Sattel muss tiefer und meine Armpads enger zusammen. Mein Hauptgewicht ruhte zu dem Zeitpunkt noch auf den Armschalen und nicht auf dem Sattel. Jedoch zeigte die Druckmessung deutlich meine Reibestellen auf.

Im nächsten Schritt wurde dann mein Fahrrad total zerlegt. Die Sattelstütze gekürzt, der Lenker komplett auseinander genommen und einen neuen Sattel von Cobb montiert, der viel schmaler als mein alter ist, das System jedoch blieb das gleiche. Das erste fahren fühlte sich mega gut an. Ich fühlte mich sofort wohl in meiner neuen Sitzposition und auf dem neuen Sattel, was nicht so oft der Fall ist. Auf den bewegten Bildern zeigte sich deutlich eine Verbesserung der Beckenstabilität, das rumjukeln wurde viel weniger. Mein Armschalen rückten ganz dicht aneinander um die Frontfläche zu verkleinern. An diese Veränderung muss ich mich wohl am meisten gewöhnen, ich merke deutlich die Spannung zwischen den Schulterblättern, aber auch daran wird sich mein Körper wohl gewöhnen. Das ist also meine neue Grundeinstellung, die wir mit dem Material was mir zur Verfügung stand einstellen konnten. Aber fertig sind wir noch nicht. Beim Fitten kann man ehrlich sagen der Weg ist das Ziel, ständig könnte man hier noch en bisschen was verändern und dort noch rumschrauben. Aber nach 3 Stunden denken, tüfteln und arbeiten war erstmal Schluss. Die ersten Schritte sind gemacht und die nächsten Schritte sind schon gedacht. Aber nun heißt es erstmal sich an die neue Position gewöhnen und fahren, fahren und fahren. Das mach ich ja am liebsten. Aber was bringt mir das jetzt alles.

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Verringerung der Sitzhöhe

Durch die Verringerung der Sattelhöhe soll die Maximalbelastung auf dem Sattel reduziert werden, wodurch häufig Sitzbeschwerden hervorgerufen werden. Auch bei mir veränderte sich der Druck auf dem Sattel. Nicht nur die punktuelle Druckverteilung, auch die prozentuale Gewichtverteilung veränderte sich. Vorher ruhte das meiste Gewicht auf den Armen, nach der  Veränderung der Sitzposition konnten wir mehr Körpergewicht auf den Sattel verlagern. Durch diese Veränderung wird eine enorme muskuläre Belastung erreicht. Der Körper muss sich nicht ständig in einem Unterarmstütz stabilisieren. Mein zweites Problem, das instabile Sitzen wurde dadurch ebenfalls behoben. Die Verringerung der Sitzhöhe minimiert meine rechts/ links Bewegungen des Beckens. Durch die Minimierung des Kniewinkels wird gleichzeitig erreicht, das ich mehr Druck auf die Pedale erzeugen kann. Gleichzeitig minimiert sich der Flexionswinkel im Fuß, wodurch der Druck besser auf das Großzehengrundgelenk  und weg von den Zehen geleitet werden soll, die für solch eine starke Druckbelastung weniger geeignet sind. Dadurch wird eine bessere Druckübertragung am tiefsten Punkt erreicht. Die aufgewendete Kraft wird bei einer Reduktion des Spitzfußes direkter in die ideale Tretrichtung geleitet. Der Fuß kann sich insgesamt besser stabilisieren und minimale Ausweichbewegungen werden reduziert.

Veränderung der Position der Armpads

Bei der Ausgangsposition lagen meine Arm sehr breit auf meinem Lenker. Die Ellenbogen ragten weit nach außen und vergrößerten meine Frontfläche enorm. Hier lag einiges an Verbesserungspotential. Die Pads kamen maximal eng zusammen um den Luftstrom direkter an meinem Körper vorbeizuführen, Ellenbogen und Hüfte liegen nun auf einer Linie zu einander. Die Stirnfläche wurde dadurch deutlich verkleinert und die Angriffsfläche damit verringert.

Was noch zu erledigen ist

Eine neue Kurbel muss besorgt werden. In Zukunft werde ich eine Kurbel mit einem 165mm Kurbelarm fahren.

Warum?

Da ich das Glück habe, doch ganz gut beweglich zu sein habe ich aufgrund meiner großen Hüftflexion die Möglichkeit eher eine sportliche Position zu fahren. Das bedeutet, das Cockpit muss nun tiefer. Aufgrund der verringerten Sitzhöhe wäre das momentan nicht umsetzbar. Der Hüftbeugewinkel würde in der obersten Kurbelpostion zu eng werden, was zur Folge hat, dass die Kraftentfaltung des Oberschenkelmuskels in dieser Position zu stark gehemmt wird. Durch die Verkürzung des Kurbelarms wird dieser in der obersten Position wieder ein bisschen geöffnet. Dadurch kann dann das Cockpit ein bisschen tiefer gesetzt werden was wiederum eine Verkleinerung der Stirnfläche und dementsprechend eine Reduktion des Luftwiderstandes zu Folge hat. Die Folge ist eine maximale aerodynamische Sitzposition ohne Verlust der Kraftübertragung.

Eine weitere Überlegung sind Einlagen im Radschuh,  da mein Fuß in der Druckmessung zeigte, dass dort die Druckverhältnisse nicht optimal sind. Durch die Einlagen wird der Fuß optimal gestützt und der Druck auf die Hauptpunkte besser verteilt

last but not least

Der Besuch in Münster war wahnsinnig spannend und ich hab viel über mich und mein Fahrrad gelernt. Biomechanik ist echt mega interessant und so macht Physik im Gegensatz zur Schule auch Spaß. Schließlich hat es was mit der liebsten Sache der Welt zu tun, dem Fahrrad fahren. Jetzt steht mein Rad optimal da, besser geht es nicht. Vielleicht werde ich dadurch auch ein bisschen schneller,  aber treten muss ich immer noch selbst. Auch beim Sachen Bikefitting haben wir gelernt, dass es große Unterschiede gibt. Logo saßen Flo und auch ich schon gut auf unserem Rad, das wussten wir auch schon, schließlich haben wir uns auch schon vorher wohl darauf gefühlt. Aber diese kleinen Nuancen hätten wir niemals alleine einstellen können. Wir sind glücklich da gewesen zu sein und uns einig, dass es gut investiertes Geld ist.

 

Fragen an Lotte von Gebiomized

Lotte ist Physiotherapeutin MSc und arbeitet seit 2013 bei Gebiomized.

Lotte Kraus

Für wen ist eigentlich so ein Bikefitting interessant und sinnvoll?

Für jeden Radfahrer, der nicht nur zum Bäcker und zurück fährt. Zumeist buchen Sportler den Service, wenn sie bereits Beschwerden beklagen oder aber sehr ambitioniert sind, und sichergehen wollen, dass sie alles aus ihrem Material herausholen.
Ein professionelles Bikefitting sollte aber von allen Fahrern in Anspruch genommen werden, die mehrere Stunden in der Woche auf dem Rad sitzen, um Überlastungserscheinungen oder auch eingeschränkten Spaß gleich vorzubeugen.

Gibt es unterschiede zwischen eine Hobbysportler und Profis?

Ja, einige. Die Limitierungen durch Sponsoringverträge und ein enger Rennkalender sind hier nur die deutlichsten Unterscheidungen. Wir haben einen Blog zu diesem Thema geschrieben:
http://gebiomized.de/2015/08/31/was-haben-hobbyfahrer-was-profis-nicht-haben/

Wie findest du diese Bewegung, das mittlerweile viele Radhersteller auch spezielle Frauenräder herstellen, ist das auch im Triathlonbereich sinnvoll für uns Mädels auf so ein Rad umzusteigen.

Spezielle Frauen / Männerräder machen keinen Sinn, wenn sie nicht jeweils individuell zu der jeweiligen Frau, dem jeweiligen Mann passen. Meist sind außerdem die sogenannten „Fruenräder“ einfach nur Komfortgeometrien mit einem schlechten Preis/Leistungsverhältnis bezogen auf dei verbauten Komponenten.
Es gibt allerdings einzelne Konzepte, die interessante Aspekte beinhalten, wie den Vorbau von relevant kurzen Kurellängen beispielsweise

Fallbeispiel: Ein Hobbyathlet hat sich ein neuen Triathlonrad gekauft nun hat er noch 1000 Euro übrig. Er fragt sich jetzt in was er noch investieren sollte. Zur Auswahl stehen Wettkampflaufradsatz (1000Euro), ein Wattmessgerät (700-800Euro), ein TT Helm (200-300Euro), Langarmeinteiler (200 Euro) oder ein Bikefitting. Was würdest zu ihm antworten, bzw. was sind für dich sinnvolle Investitionen.

Das würde ich von der individuellen Bedürfnissen abhängig machen, bspw:
– Beschwerden / Schmerzen / eingeschränktes subjektives Leistungsgefühl auf dem Rad: Bikefitting & Wattmesser
– keine Beschwerden / nicht zufrieden mit Trainingsfortschritt: Wattmesser und Leistungsdiagnostik mit Trainingsanweisung
– keine Beschwerden und gutes Gefühl “ Druck auf die Pedal zu bekommen, sehr zufrieden mit Trainingsfortschritten: Laufradsatz

als letztes I-tüpfelchen (nach OPtimierung von ERgonomie und Trainingsstruktur) würde ich dem Sportler zur Investition in teure Details wie Einteiler und Aerohelm raten.

 

 

 

Thoni Mara ( made in Germany)

„Thoni Mara made in Germany“.  Durch meinen Freund bin ich auf diese bunte Marke aufmerksam geworden. Seit diesem Jahr wird Florian von Thoni Mara im Bereich Laufen unterstütz und war vom ersten Tragen absolut begeistert von Passform und Trageeigenschaften. Das machte mich neugierig: was er gut findet, muss ich zumindest auch einmal testen. Made in Germany ist ja ein absolutes Qualitätsmerkmal, aber wo findet man denn das eigentlich noch? Viele Marken produzieren in Asien und anderen Billiglohnländern. Aber bei Thoni Mara wird noch ganz traditionell im sächsischen Erzgebirge produziert und zwar alles. Für mich war das ein besonderer Grund diese kleine, aber feine Marke mal genau unter die Lupe zu nehmen. So fragte ich an, ob ich nicht mal ein/ zwei Produkte testen könne.

Zu Thoni Mara selbst

Thoni Mara hat sich mit der Produktion von Laufklamotten ganz auf die Bedürfnisse der Läufer eingestellt. Aber wer ist eigentlich Thoni Mara?  Der Name stammt nicht etwa wie man vermuten könnte von dem Begründer der Firma ab, sondern ist ein Wortspiel aus der Bezeichnung des Marathonläufers, der auch Marathoni genannt wird und verschreibt sich eben genau dessen Bedürfnissen. 2007 wurde diese noch junge Marke von Christian Schwab, selbst Marathonläufer, gegründet. Das damalige Ziel war es, ein Shirt zu entwickeln, dass durch herausragende Funktionalität überzeugt, aber auch im Design den großen Marken um nichts nach steht. Produziert wird alles in Jahnsbach im Erzgebirge, früher Hochburg der Strumpfindustrie in Deutschland und genau diese Kenntnisse machte man sich für die Entwicklung jenes Shirts zu eigen. Hauptmerkmal von Thoni Mara ist, dass die Klamotten komplett nahtlos hergestellt werden und mit 10 hochmodernen Rundstrickmaschinen produziert werden. Die Färberei, die den Klamotten dann die bunten und leuchtenden Farben verleihen, sitzt ebenso in Deutschland, was ökologische Arbeitswege mit geringer Umweltbelastung bedeutet..

Stoffe und Eigenschaften

Der Stoff mit denen Thoni Mara arbeitet ist ein 2 lagiges Jersey aus 60% Polyamid 35% Polypropylen und 5% Elasthan. Dieses Fasergemisch ist besonders gut geeignet für die Herstellung von Laufbegleitung. Die Polypropylenfasern liegen auf der Innenseite, sind hydrophob und haben somit die Eigenschaft kein Wasser auf zu nehmen. Der Feuchtigkeitsabtransport wird dann durch die Polyamidfasern gewährleistet. Dieses System zeichnet sich somit durch eine schnelle Rücktrocknungseigenschaft aus. Zusätzlich haben diese Fasern noch eine antibakterielle Funktion, was einer Geruchsbildung vorbeugt und die Klamotten für längeres tragen eignet. Die Art der Verarbeitung ist komplett nahtlos. Die Shirts und Hosen werden sozusagen rundgestrickt, wodurch keine Nähte entstehen. Was für einen besonders angenehmen Tragekomfort sorgen soll und  für eine enorme Elastizität in alle Richtungen sorgt. DCIM100MEDIA

 

T- Shirt Sommer Preis 44,95 Euro

Shirt Eigenschaften: 60% Polyamid 40% Polypopylen

Beschreibung von Thoni Mara: High Tech Faser NILIT Breeze, hoher UV Schutz, kühlender Effekt, geringes Gewicht und Packmaß

Mein Eindruck: Schon beim ersten auspacken fühlte sich das Shirt sehr angenehm an, der Stoff ist sehr weich und dünn. Beim Testen der Elastizität zeigt sich dass das Shirt extrem dehnbar in alle Richtungen ist und man keine Nähte sieht. Beim ersten Lauf konnte ich keinen direkten Kühlungseffekt feststellen, jedoch hatte ich das Gefühl das sich die Wärme nicht so staute. Dieses Gefühl blieb auch noch bei großer Hitze. Reibestellen blieben komplett aus und ich hab gerne mal wunde stellen unter der Achsel. Nach langen und anstrengend Einheiten stellte ich beim Ausziehen zwar fest, dass sich das Shirt feucht anfühlte, aber ein Nässegefühl auf der Haut habe ich während des Laufens nie bemerkt. Auch von Schweißflecken war nie eine Spur. Die Stoffquallität hat bis heute kein bisschen nachgelassen. Es hat sich kein Faden gezogen und kein Fussel gebildet, was man schnell bei so einem dünnen Sotff denken könnte. Auch im Winter trage ich das Shirt sehr gerne beim Rad fahren oder Laufen als eine Art Unterhemd. Das ist zwar nicht seine Funktion aber klappt trotzdem prima. Der Geruch wird durch die speziellen Fasern minimiert und man kann es wirklich bei mehren Einheiten tragen, aber waschen muss man es trotzdem irgendwann.

Fazit:Für mich ein tolles Shirt, was ich den ganzen Sommer auf Herz und Nieren prüfen durfte. Esist nicht nur beim Laufen, sondern in vielen sportlichen Bereichen einsetzbar. Auch der Preis ist für mich gerechtfertigt, da die Qualität zu 100% stimmt und man lange Freude an den Klamotten haben wird. Auch“ made in Germany“ muss wieder ein bisschen subventioniert werden.

Das zweite Produkt war die Speed Pant für 114Euro

Eigenschaften: Polyamid 82% Polyehtan 18%

Beschreibung durch Thoni Mara: geringes Gewicht und Packmaß (50g/m²)  Teflonbeschichteter Stoff schmutz /ölabweisend, Schutz vor Wind und Regen

Mein Eindruck: Für mich jetzt keine spezielle Laufhose, da ich es beim Sport eher eng mag. Aber bei Wettkämpfen vorher und nachher ein toller Begleiter. Auch bei meiner Arbeit als Physiotherapeutin habe ich die Hose sehr oft an. Egal wie man sie in eine Tasche knautscht, sie findet immer ein Plätzchen, da man sie winzig klein zusammen falten kann und am Ende kommt sie auch faltenfrei wieder raus. Die schmutzabweisende Funktion zeigt sich im Alltag als sehr sinnvoll,bspws beim Camping und Zeltaufbauen, lassen sich Staub und Dreck einfach rausschütteln und setzten sich nicht in die Fasern. Auch andere Flecken lassen sich einfach mit einem feuchten Tuch entfernen. Für mich als Fleckenmonster ein absoluter Hit. Ansonsten hat die Hose eine tolle Trageeigenschaft, wodurch sie nicht nur vor/ nach Wettkämpfen und im Urlaub, sondern auch in meinem Beruf als Physiotherapeutin zum Einsatz kommt, zugleich sie auch nicht wie übliche Jogginghose ausschaut.

Fazit: Für mich der absoluter Allrounder von den zwei Produkten, sowohl im Alltag als auch im Sport hat mich die Hose total überzeugt und kommt regelmäßig zum Einsatz. Den Preis finde ich absolut gerechtfertigt und im Vergleich mit änlichen Produkten anderer Anbieter liegt die Hose im Mittelfeld.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Thoni Mara für die Klamotten, die ich auch nach dem Test behalten durfte und war überrascht, wie funktionell durchdacht diese kleine Marke doch ist. Mich hat sie überzeugt und ich schreibe diesen Test ehrlich und mit bestem Wissen und Gewissen. Auch nach diesem Test werde ich nicht von Thoni Mara gesponsert oder unterstützt.

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Challenge Walchsee / meine erste Mitteldistanz

Dieses Jahr sollte es endlich soweit sein, meine erste Mitteldistanz. Schon lange stand dieses Vorhaben auf meiner persönlichen to do Liste, eigentlich hatte ich dies schon für 2015 geplant. Aber wie es im Leben so oft ist, kommt es meistens anders und zweitens als man denkt. Durch meine Eisenmangelanemie wurde ich 2015 im Training und in meiner Vorbereitung stark zurückgeworfen und musste das Debüt auf 2016 verschieben. Die Wahl des Rennens fiel mir nicht sehr schwer. Seit Jahren fährt der TV Bad Orb schon zur Challenge Walchsee/ Kaiserwinkel und ich durfte schon zwei Mal die Strecke als  Staffelteilnehmer testen. Die Wettkampfkulisse dort ist einfach nur traumhaft und durch die Unterstützung des Seehotel Brunner sind wir nicht nur optimal untergebracht, sondern können vor und nach dem Wettkampf bei bester Bewirtung auch ein bisschen die Seele baumeln lassen. In meinen Augen die beste Wahl für die erste Mitteldistanz. Am 04. September 2016 sollte es soweit sein.

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Dieses Jahr fanden am Walchsee parallel zur Challenge die Europameisterschaften der ETU statt, so dass dieses Jahr viele Bekannte den Weg Richtung Walchsee fanden, auch der TV stellte eine größere Athletenzahl wie üblich am Walchsee. Freitag morgen begann die Reise. Die Autos wurden beladen und mit zwei VW Busen voller Räder und motivierten Athleten ging es mit großer Vorfreude Richtung Süden. Nach 5 Stunden Fahrt fuhren wir in den kleinen Ort am schönen Walchsee ein. Am Seehotel angekommen erwarteten uns schon viele bekannte Gesichter. Nicht nur viele Athleten waren schon am Walchsee auch unsere heimische Fanbase war angereist. Denn ohne unsere Fans machen Wettkämpfe nur halb so viel Spass und die fahren sogar mit uns an den Walchsee. Bei mir stieg mit der Ankunft auch die Nervosität, jetzt war ich also hier. Die Registration war schnell erledigt und schwups die wups hatte man das Athletenbändchen schon an der Hand und die Startnummer in der Tasche. So richtig konnte ich es noch nicht glauben, dass ich Sonntag eine Mitteldistanz machen würde. Ich war umgeben von vielen erfahrenen Athleten Ironmänner und Frauen, alle schon meisterlich gekürt, da wollte ich mir meine Nervosität natürlich nicht anmerken lassen. Bei kaiserlichem Wetter konnten man sich auch einreden man macht nur Urlaub hier, aber Flucht unmöglich. Samstag ging das Vorwettkamfprozedere los. Wie vor jedem Wettkampf lief ich vor dem Frühstück meine 20min mit kleinen Steigerungen und Lauf ABC und spulte später ein paar Km auf dem Rad ab. Hier überkam mich das erste mal etwas Panik, so gut wie sich das Laufen anfühlte so schlecht lief es beim Radeln. Ich bekam schlecht Luft und hatte kaum Druck auf den Pedalen, so dass sich jeder kleine Anstieg echt zog. Ich konnte mich aber schnell wieder beruhigen. Den Rest des Tages hieß es dann Beine hoch legen und das schöne Wetter auf der hauseigenen Liegewiese genießen. Gegen Abend hieß es dann Räder einchecken und nochmal kurz auf der Pastaparty vorbei schauen um sich noch eine Portion Kaiserschmarrn zu sichern. Was übrigens fast das beste am ganzen Wettkampf ist. Jetzt ist fast alles getan, was zu tun ist. Nur noch einmal schlafen und dann ist es endlich soweit. Eigentlich konnte ich mit einem guten Gefühl in den morgigen Tag starten.Die Vorbereitung lief weitestgehend optimal, das ganze Jahr über konnte ích konstant gute Leistungen abrufen und mich stetig verbessern. Bis auf die langen Laufeinheiten, an denen biss ich mir manchmal noch immer die Zähne aus. Dadurch begegnete ich dem abschließenden Halbmarathon mit ordentlich Respekt. Letztes Jahr durfte ich am Walchsee die 90 km Radfahren in Angriff nehmen, die Vorstellung  danach einen Halbmarathon zu laufen war damals schier unmöglich. Diese Gedanken waren mir immer noch im Hinterkopf geblieben.

Früh morgens klingelte dann schon der Wecker. In Sachen Prerace Vorbereitung lies ich mich da ganz von Flo leiten, er hat da schließlich mehr Erfahrung. Jetzt lief alles automatisch und man hatte gar nicht so viel Zeit nachzudenken. Die Wettkampfbeutel hinlegen, das Rad vorbereiten, nochmal Luft nachpumpen und ganz wichtig nochmal die Laufwege in der Wechselzone anschauen damit ich auch ja weiß wo ich hinlaufen muss. Danach ging es zurück zum Frühstück wo ich mir mit ach und krach zwei Brötchen reinstopfte. Hunger hatte ich keinen, aber ich wusste, ich muss was essen. Danach ging es mit Sack und Pack Richtung Schwimmstart, als erstes war die Eurpameisterschaft an der Reihe. Fast alle Freunde starteten dort. Erst 50 min danach würde ich ins Wasser gehen, das hieß warten, warten, warten. Ich versuchte mich so gut wie es ging abzulenken. Warm machen, Neo anziehen und einschwimmen. Irgendwie war ich aber trotz allem viel zu früh in meinem Startblock mit einer Schwimmzeit von 30-35 min. Das war nicht die beste Idee. Überall roch es nach Pipi, sicherlich nicht nur von den Athleten die um mich standen, sondern auch von dem Startblock der Europameisterschaft. Sport ist schon manchmal widerlich. Nach und nach füllten sich die Startblöcke und pünktlich um 10 fiel dann der Startschuss für den Rolling Start. Selten habe ich so einen entspannten Schwimmstart erlebt. Immer zu Acht stieg man ins Wasser: Keine Schläge, keine Tritte und kein Gerangel um die Ideallinie. So fand ich schnell meinen Rhythmus und stieg nach 34:50 aus dem Wasser. 100 mal besser wie ich es erwartet hätte. Ich war mega happy. Auch beim Wechseln erlebte ich keine Pannen, ich fand auf Anhieb den richtigen Beutel und die Helfer im Zelt unterstützten mich so gut wie sie konnten. Ruck Zuck saß ich auf meinem Rad um mich auf den Weg über die 90 km samt einiger Höhenmeter zu machen. 2 Runden wartete auf mich, die ich versuchte, mir so gut wie es ging einzuteilen. Nicht los fahren wie auf der OD sagte ich mir immer wieder. Das Wetter war super, für mich ein bisschen zu warm, was ich schon schnell auf dem Rad merkte. Ich musste unwahrscheinlich viel trinken und mich kühlen. Die erste Runde lief super und ich fuhr just in time. Auf der zweiten Runde nahm der Wind um einiges zu, was viel Kraft und Energie kostete. Auf dem Weg Richtung Ziel merkte ich schon, dass die Blase etwas zu drücken begann. Aber egal, unter 3 Stunden war das Ziel, check geschafft. Wieder lief alles glatt beim Wechsel und schnell befand ich mich in meinen Laufschuhen auf der Laufstrecke Richtung Fanbase Seehotel Brunner. Dort angekommen wurde ich mit großem Jubel empfangen was mich wahnsinnig pushte. Von der drückenden Blase war nichts mehr zu spüren, ich hoffte, das dies auch so bleibt. Die Laufstrecke über 4 Runden hat es in sich. Auf den 21 km muss man ebenfalls 100 Hhm überwinden. Nach der ersten Runde kurz vor der Wechselzone meldete sich die Blase wieder. Diesmal so, dass sie kaum zu ignorieren war. Wo waren nun die nächsten Dixis? Beim Schwimmstart! Das war noch ein guter km und das Malheur begann. Ich versuchte schneller zu laufen um schneller dort anzukommen, was aber dazu führte, dass das Einhalten immer schwieriger machte und schließlich unmöglich 200m vor den Dixis hatte ich keine Chance mehr. Der Kampf war verloren und ich musste dem Fluss nachgeben. Die Dixis im Auge, Einteiler schnell aus, leichter gesagt als getan. Das nasse Ding wollte einfach nicht runter und nachher auch nicht wirklich an, so dass ich erstmal im Bra los lief und mir das Ding während dem Laufen versuchte an zu ziehen. Die zweite Laufrunde war der Horror. Die Sonne brannte und ich hatte das Gefühl mich einfach nicht kühlen zu können. An dieser Stelle hatte ich mehrmals die Gedanken im Kopf das heute nicht schaffen zu können und begann gegen meinen Schweinehund und die Zeit zu kämpfen. Nur nicht gehen…. ich kämpfte mich jeden Schritt bergauf bergab jeden Km Richtung Ziel. Ich wollte das unbedingt schaffen und siehe da auf einmal zog sich der Himmel zu und ich fing an mich zu fangen. Es wurde besser, endlich regulierte sich die Körpertemperatur und das Gefühl zu kochen lies nach. Die letzte Laufrunde war so fast die beste von allen und Schritt für Schritt näherte ich mich dem Ziel. Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Im Kopf zu realisieren, dass man es gleich geschafft hat, zu merken wie die Glücksgefühle einen Richtung Ziel trugen, das war einfach toll. Dann der rote Teppich der Zielkanal im Blick, der Sprecher rief meinen Namen, der Kopf war leer von Gedanken und voller Freude, als ich die Ziellinie überquerte und die Arme hoch ries. Ich hab es geschafft. In 5:32 schwamm, radelte und lief ich über die Strecke am Walchsse. Schneller als ich mir vorgenommen habe und das wichtigste im Ziel sagte ich nicht, ich tue das nie wieder, denn das war mein Hauptziel, eben diesen Satz nicht zu sagen. Ich genoss den ganzen Tag. Das lachen war mir für den Tag ins Gesicht gemeißelt. Ich war einfach nur happy und gekrönt wurde alles noch als wir erfuhren, dass Flo Europameister in seiner AK geworden ist. Auch die Schmerzen hielten sich in Grenzen, so dass ich durchweg positiv auf meine erste MD zurückblicken kann.

Am Montag morgen reisten wir dann ab und schon auf der Heimfahrt schmiedete ich Pläne für 2017. Ich bin total geflashed und ja ich werde es wieder tun und wieder und wieder und wieder und nun weiß ich, dass die Mitteldistanz die schönste Distanz beim Triathlon ist.

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absolut Kult der Kult Triathlon im Allgäu

Als letzten Vorbereitungswettkampf für die Challenge Walchsee Kaiserwinkel hatte ich mir den Allgäutriathlon in Immenstadt ausgesucht. Ebenso anspruchsvoll wie der Heidelbergman und gespickt mit Höhenmeter auf Laufstrecke und Radstrecke sollte die letzte Power in die Beine kommen um auch auf der anspruchsvollen Mitteldistanz in Tirol bestehen zu können.

Um noch ein paar Höhenmeter in die Beine zu bekommen und uns ausgiebig die Rad- und Laufstrecke anschauen zu könne reisten wir schon eine Woche vor dem eigentlichen Wettkampf ins Allgäu und genossen das tolle Wetter und die Natur. Im Voralpenland lässt sich hervorragend trainieren und auch vom Alltagsstress kann man dort hervorragend abschalten. Von Kuhglocken morgens geweckt starteten wir in jeden neuen Tag und ich war gespannt welche Herausforderung heute auf mich wartete. Im Vorfeld hatte ich einige Hürden zu überwinden, neben falscher Übersetzung auf dem Rad und gerissenem Einteiler zeigte auch eines morgens mein Akku der Di2 nur noch rot statt grün.

Pünktlich zum Wettkampfwochenende stellte sich der für diesen Wettkampf typische Wetterumschwung ein, was mehr Regen und ca.10 Grad weniger bedeutete. Im Netz laß man schon von einer Namensänderung von Kult zu Kalt. Dieses Wetterphänomen  konnten wir schon im letzten Jahr bestaunen als ich mich bei meinem Staffelstart bei 14 Grad Außentemperatur in den Alpsee stürzen durfte. Zum Glück sollte es nicht so schlimm werden.

Durch die zentrale Lage unseres Campingplatzes waren wir morgens schon mitten drin im Wettkampfgeschehen. Die Wechselzone direkt in der Nachbarschaft und der Schwimmstart nur 400m entfernt, machte den morgen um einiges entspannter. Nach dem Frühstück, checkte ich quasi im Schlafanzug mein Rad ein und bereitete alles vor. Bisher blieb noch alles trocken. Durch die verschiedenen Distanzen war mein Start um 9:10, 1:10 nach Flo, was mir die Möglichkeit verschaffte ihn beim Schwimmausstieg zu sehen. Nach dem er schnell und gut aufs Rad gewechselt ist konzentrierte ich mich auf meinen Wettkampf und begann mich warm zu machen. In der Deutschenmeisterschaftswertung fühlte ich mich extrem unwohl, es war ja auch mein erster Start bei nationalen Meisterschaften. Schließlich wollte ich hier nicht auf Titeljagd gehen, sondern nur einen harten Wettkampf machen. Wir Mädels starteten pünktlich um 9:10 alleine in einer Startgruppe, das machte das Schwimmen zu Beginn sehr entspannt, doch nach ca. 900m erreichten wir nach einer Runde im See den Bühler Hafen, in dem sich doch eine Vielzahl der Männer befanden, die in den Startgruppen vor uns waren. Ab hier war es mit dem entspannten schwimmen vorbei. Beim Landgang hatte man das Gefühl anstehen zu müssen und auch danach musste man sich durch zahlreiche Brustschwimmer und langsamere Männer kämpfen. Noch dazu  kam, dass nun auf der langen Geraden Richtung Schwimmausstieg sich das Wetter verschlechterte. Es regnete und auch der Wind nahm enorm zu, wodurch einige Wellen einen durch das Wasser schüttelten.Ich für meinen Teil kam dabei ganz schön aus dem Rhythmus und lies doch einiges an Zeit im Alpsee liegen. Nach dem langen Weg in die Wechselzone, schob ich nach ca. 32 Minuten mein Rad auch raus. Durch die Schwimmzeit war ich doch ein bisschen enttäuscht und musste mich auf dem Rad erst ein bisschen fangen, was doch ein paar Km gedauert hat. Die Zuschauer am Kalvarienberg trugen ihren Teil dazu bei, dass ich nicht wie viele andere bei 17% Steigung  absteigen musste.Erst kurz vor dem Berg in Niedersonthofen merkte ich, dass doch noch was nach vorne geht und fing mich wieder. Ab da lief es wie am Schnürrchen, ich hatte mich in einer Gruppe von Männern festgebissen und machte auch im Damenfeld einige Positionen gut, diese Position konnte ich bis zum Wechsel behaupten. Nach 1:32 wechselte ich in die Laufschuhe. Jetzt wollte ich nur noch einen super Lauf hinlegen, wenn schon schwimmen und radeln nicht optimal lief, wollte ich mir wenigsten zeigen, dass beim Laufen alles stimmt und gab ab den ersten Metern Gas, was sich auch auszahlte, denn auch hier konnte ich Boden gut machen. Die wellige Laufstrecke ist nicht weniger anspruchsvoll wie die Radstrecke. Die Kräfte mussten eingeteilt und ein paar Körner mussten noch für den Kuhsteig aufgehoben werden. Ein ca. 300m langer Anstieg auf dem sonst die Kühe auf die Wiesen getrieben werden mit mehr als 20% im steilsten Anstieg musste man dort hinauf, bis man dann bis Immenstadt die Beine ein bisschen locker machen konnte. Die Stimmung auf dem Marktplatz in Immenstadt war super, angefeuert durch die Fans konnte ich auf den letzten km nochmal richtig Gas geben. Schließlich wusste ich jetzt geht es nur noch ins Ziel. Keine Anstiege mehr, kein Kuhsteig mehr, sondern nur noch nach Bühl ins Ziel. Die letzten Meter waren super. Die Beine fühlten sich gut an. Die Mädels vor mir in Sichtweite doch zu weit weg um sie auf den letzten km einzuholen. Im Ziel angekommen war ich total fertig. Beim Laufen hab ich alles rausgeholt und konnte super zu frieden sein, nie zuvor bin ich bei einem Triathlon eine 46er Zeit gelaufen . Auch auf dem Papier sah es dann besser aus wie erwartet: Mit dem 31. Gesamtplatz und 4. Platz in meiner Altersklasse lag ich weit über meinen Erwartungen. Bei der DM Wertung wäre auch mit Schwimmbestleistung und ein paar Minuten schneller auf dem Rad nicht mehr drin gewesen. Bei allen Höhen und Tiefen während des Wettkampfes so wohl emotional als auch witterungsbedingt, waren immer Zuschauer an der Seite, die wirklich jede/n Starter/in anfeuerten und motivierten. Genau diese Stimmung macht den Kult Triathlon wirklich zum Kult und das schon 34 Jahre.

Im Ziel sah ich dann schon Flo stehen, der leider auf der ersten Runde in einer super Position das Rennen wegen einem Defekt aufgeben musste. Mit ein paar Tagen Abstand haben sich bei uns beiden die Emotionen ein bisschen gesetzt. Ich bin nun mehr als zufrieden mit meinem Wettkampf. Ich wollte einen harten Wettkampf und bekam einen harten Wettkampf. Wir beide blicken nun nach vorne Richtung Challenge Walchsee und sind motiviert zum Saisonabschluss nochmal alles zu geben.

 

 

 

Heidelbergman Heartbreak Triathlon

Nach einer kurzen Verletzung bzw Laufpause durch meine Sehnenscheidenentzündung des Tibialis posterior bekam ich Anfang der Woche das Go vom Arzt wieder voll einstiegen zu dürfen. Wobei ich ja nie eine vollständige Pause gemacht habe, die letzten Wochen waren nur stark vom Radfahren geprägt und weniger vom Laufen. Also fühlte ich mich auch in der Lage am Sonntag beim Heidelbergman an den Start zu gehen. Mittwoch wurden nochmal Bergintervalle geballert, um den Fuß einer Belastungsprobe zu unterziehen. Es war alles im grünen Bereich, also grünes Licht für Heidelberg. Die Vorfreude war groß. Nach vier langen Wochen endlich wieder ein Wettkampf und vom Heidelbergman hatte ich im Vorfeld nur positives gehört. Zwar wusste ich, dass sowohl das Radfahren als auch das Laufen extrem hart sein soll, aber belohnt werden würde man von einer tollen Stimmung in Heidelberg und rund um den Neckar. Für mich sollte das ein erster Belastungstest im Hinblick auf meine erste Mitteldistanz im September werden.

Da der Startschuss in Heidelberg schon um 9:30 fiel, entschieden wir uns unseren T4 zu beladen und schon am Samstag nach Heidelberg zu düsen um doch eine gute Stunde mehr Schlaf ab zu bekommen. Vor Ort konnten wir uns ein erstes Bild von Heidelberg und den Wettkampfort verschaffen und so langsam dämmerte uns wie hart die ganze Sache werden sollte. Zumindest waren wir gut informiert und vorbereitet; so blieb das TT zu Hause und wir reisten mit unseren Rennrädern an, wie 98% des Starterfeldes. Der Wettkampftag an sich fühlte sich extrem entspannend an, vielleicht auch deshalb weil man sich um Zeiten wenig Gedanken machen musste. Ich konnte die Strecke kein Stück einschätzen, einzig und allein, dass es hart wird und ich mir meine Kräfte einteilen muss war mir bewusst. Mit 1,6 km schwimmen, 36km Rad fahren und 10km laufen liest es sich erst wie eine ganz normale Kurzdistanz. Doch auf dem Rad mussten 850hhm und beim laufen 165hhm überwunden werden.

Nach der Wettkampfbesprechung ging es mit den restlichen Starten zu Fuß Richtung Schwimmstart. Der Neckar hatte ordentlich Strömung, was mir doch ein bisschen Respekt einflößte. Nach dem Startschuss versuchte ich mich so gut wie es ging in das Starterfeld einzufügen, jedoch waren die 1,6km geprägt von Tritten und Schlägen wodurch ich nur schwer in einen guten Rhythmus fand. Auch beim Ausstieg musste ich mich mit Händen und Füssen gegenüber den Männern behaupten und krabbelte auf allen vieren die Treppe am Ausstieg hoch. Nachdem ich ein Blick in die Wechselzone werfen konnte stellte sich durchaus ein zufriedeneres Gefühl ein. Erheblich viele Räder standen noch dort, so kam ich unerwartet im vorderen Drittel aus dem Wasser. In der Wechselzone lief alles nahezu perfekt uns so saß ich nach knapp einer Minute auf dem Rad. Über holpriges Kopfsteinpflaster ging es durch Heidelberg; nach 2 km ging es schon bergauf. Anstiege von 14% galt es zu erklimmen und auch wieder bergab zu fahren. Ich hatte von Anfang an kein schlechtes Gefühl in den Beinen und so konnte ich die ungeliebten Berge gut bergauf und auch bergab fahren. Nach 1:28 stellte ich mein Rad wieder in der Wechselzone ab. Einen knappen 24er Schnitt hatte ich noch nie in einem Wettkampf, aber auch die Topstarter bissen sich nahezu am 30 er Schnitt die Zähne aus. Die erste Challenge war geschafft. Nach einem schnellen Wechsel in die Laufschuhe und kurzer Orientierungslosigkeit in der Wechselzone befand ich mich auf dem Weg Richtung Philosophenweg. Am morgen erzählte uns noch der spätere Sieger und Ironman Texas Sieger Patrick Lange, dass das erste Stück so steil wäre das man im gehen fast schneller sei. 12% hieß es von Heidelberg raus zu erklimmen. Genau dort kam mir Patrick schon auf dem Weg Richtung Ziel entgegen und ich erinnerte mich schmerzlich an seine Worte am morgen. Aber ich entschied mich nicht zu gehen und lief das Stück so gut wie es ging mit kleinen Schritten nach oben. Genau auf solche Passagen hatte mich meine Trainerin Nina Vabic in der Woche vorher vorbereitet. Sowohl das Bergauf- als auch das Bergablaufen wurde nochmal intensiv trainiert, was mir an dieser Stelle gut half. Auf den 4km des Philosophenwegs begegneten uns immer wieder Wanderer und Touristen, die an den Aussichtspunkten den Blick über Heidelberg genossen. Für diese Aussicht hatte ich jedoch keine Zeit, ich wollte so schnell wie es ging den Wendepunkt erreichen, denn damit waren die Höhenmeter vollbracht und nach Hause, Richtung Ziel ging es dann nur noch bergab. Jedoch war auch dies nicht so einfach und man darf das Bergablaufen auf keinen Fall unterschätzen. Was im Training als Erholung genutzt wird, diente hier nochmal um Tempo zu machen und die Zeit wieder reinzuholen. Auf dem letzten km Richtung Ziel musste ich ordentlich kämpfen, die Beine waren wie Beton und ich war fix und fertig. Im Ziel merkte ich dann schnell, dass ich meine erwartet Zeit weit unterboten hatte und mit einer 48er Zeit ins Ziel einlief. Mit einem rundherum zufriedenen Wettkampf belohnte ich mich an der Kuchentheke. Mit dieser Leistung hätte ich im Vorfeld nicht gerechnet und stimmt mich mehr als positiv für meine Mitteldistanz. Am Ende kann ich in einem starken Starterfeld einen 18. Platz gesamt und den 2. Platz in meiner Altersklasse verzeichnen. Der Heidelbergman hat mein Herz nicht gebrochen, stattdessen habe ich einen neuen Lieblingswettkampf dazu gewonnen. Tolle Stimmung und Organisation runden den Tag ab. Ein Wettkampf den ich nur empfehlen kann. Schreibt ihn euch auf die To Do Liste.

Jetzt freue ich mich auf meinen letzten richtigen Belastungsblock der dann mit dem Allgäutriathlon in Immenstadt abgeschlossen wird.

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Adidas young urban swimmer project – London is calling

Meistens kommt es anders und zweitens als man denkt. Geplant war für meinen Urlaub ursprünglich die im letzten Jahr liegen gebliebenen Sachen zu erledigen und die freie Zeit zum Trainieren zu nutzen. Das war der Plan…

Alles änderte sich aber am Abend des 08. Mai, als mich Chris von den Early Bird Swimmers (www.earlybirdswimmer.de) anrief und mit mir über das oben genannte Projekt zu sprechen: Adidas plant im Rahmen der Schwimm EM ein Wochenende in London, um mit schwimminteressierten Teilnehmerinnen an der Kollektion für Frühjahr/ Sommer 2017 zu arbeiten. Chris teilte mir mit, dass ich bei einer Bewerbung für die Ausschreibung gute Chancen für die Teilnahme hätte. Anfänglich noch etwas skeptisch aufgrund der sprachlichen Hindernisse und dem Respekt der alleinigen Reise nach London musste ich mir erstmal alles durch den Kopf gehen lassen. Am Ende des Telefonats überwog die Freude auf dieses Abenteuer und ich entschloss mich für die Bewerbung.

 

Donnerstag, den 12. Mai

Heute bekam ich von Adidas tatsächlich die Zusage, dass ich unter den sechs Auserwählten für die Londonreise bin. Die Vorfreude war riesig und ich freute mich auf das folgende Telefonat mit Basti von Adidas, um die vielen ausstehenden Fragen zu klären. Bis jetzt wusste ich ja nur, dass es vom 18. bis 21. Mai nach London gehen sollte ;-). Freitags sollte das Telefonat gegen mittag stattfinden.

 

Freitag, den 13. Mai

Nach der Arbeit fuhr ich schnell nach Hause und wartete viel zu früh auf den ersehnten Anruf. Glücklicherweise rief Basti auch früher an, was meine Wartezeit verkürzte und ich nun endlich meine Fragen stellen konnte. Der Kontakt war sofort sehr nett und ich konnte mich nun voll und ganz auf die Reise und das Abenteuer London freuen. Einzig und allein die Anreise bzw. die Fahrt mit der Underground vom Flughafen bis ins Hotel verschaffte mir etwas Respekt, aber auch das sollte machbar sein. Neben allen Fragen wurde mir der Ablauf genau mitgeteilt, es waren volle Tage geplant und die Vorfreude auf das Projekt wurde immer größer. Die genauen Flugdaten sollten mir dann nach dem Pfingstwochenende mitgeteilt werden.

 

Dienstag, den 17. Mai

Mit den jetzt erfahrenen Flugdaten konnte ich jetzt meine Restwoche bezüglich Sport, packen usw. planen. Am Mittwoch sollte es ab 14h Richtung London Heathrow gehen. Neben dem normalen Reiseutensilien wurde uns von Adidas eine spezielle Packliste zugesandt: Wir sollten alle unsere Schwimmutensilien, Badebekleidung usw. mitbringen. Besonders an Badebekleidung sammelte sich in den letzten Jahren ein größeres Sortiment, weshalb ich mich für meine momentanen Lieblingsklamotten entschied und den restlichen Teil zu Hause liegen ließ. Die kommende Flugreise wollte ich ausgeruht antreten, darum legte ich mich früh ins Bett und freute mich auf die kommenden Tage.

 

Mittwoch, den 18. Mai

Da ich frei hatte, stimmte ich mich mit einer kurzen Schwimmeinheit schonmal passend für die Tage ein. Die Zeit im Wasser nutze ich um die Gedanken zu sortieren und den Kopf etwas frei zu bekommen. Danach startete ich meine Reise von Offenbach zum Flughafen nach Frankfurt. Mit der Email von Adidas bewaffnet konnte ich mein Ticket dann direkt am Schalter lösen und checkte ein. Der Flug nach London dauerte knapp über 90min und kaum war das Flugzeug in der Luft, steuerte der Kapitän zum Landeanflug nach London Heathrow an. In Heathrow war ich zuerst vom großen, fremden Flughafen erstaunt, konnte aber relativ schnell die Gepäckausgabe und die passende Underground finden. Fast genau so lang wie die Flugzeit war dann auch die Fahrt vom Heathrow nach Stratford, wo mich London dann mit dem typischen Wetter begrüßte. Angekommen im Hotel fiel ich völlig erledigt in mein Bett. Entgegen der vorherigen Überlegung noch etwas die Umgebung zu erkunden, entschied ich mich für das Bett, um ausgeruht für die nächsten zwei Adidas Tage zu sein.

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Donnerstag, den 19. Mai

Ob es an der Zeitumstellung oder der Nervosität lag, dass ich so früh wach war weiß ich nicht, aber der Tag konnte für mich jetzt los gehen. Schon beim Frühstück hielt ich Ausschau nach den anderen fünf Mädchen und der restlichen Adidas Crew, die sich dann auch so langsam eingefunden und uns nach und nach eingesammelt haben. Nach dem Frühstück ging es dann Richtung Olympiapark, wo sich die A Station befand, die von Adidas für das Projekt angemietet wurden. Zuerst fand eine Vorstellungsrunde statt, bei der sich herausstellte, dass zwei weitere Mädels aus Deutschland und drei Mädels aus England kamen. Danach durften wir dann unsere mitgebrachten Schwimmutensilien und Badebekleidung präsentieren. Um uns herum die Adidas Crew mit Zettel und Stift, um sich alles ganz genau zu notieren und sich einen Überblick unserer Favourites zu verschaffen. Anschließend durften wir mit einem Shopping Gutschein in der Westfield Mall unser Outfit shoppen, das wir auf dem Weg zum Schwimmtraining tragen. Gefühlt wie bei Shopping Queen stürzten wir uns in die Aufgabe. Die Aufgabe gestaltete sich aber gar nicht so einfach, da man ständig überlegte, was man denn jetzt genau shoppen sollte. So ging der Vormittag ruck-zuck rum und um 13h stand das Mittagessen mit der Adidas Crew an. Allgemein verlief die gemeinsame Zeit immer sehr interessant und nett, die Crew war sehr interessiert und nachdem wir unser geshopptes Outfit präsentierten wurden wir noch zur Sommerkollektion 2016 befragt. Ständig um uns herum mehrere Fotografen und ein Filmteam, um das Projekt fest zu halten. Abends ging es dann noch zu den Swim finals. Besonders beeindruckend war, als Marco Koch die Silbermedaille über 200m Brust holte.

 

Freitag, den 20. Mai

Der Tag startete für mich mit einem kleinen Morning Run durch den Olympiapark, um die Olympischen Ringe zu sehen. Nach dem Frühstück ging es dann wieder gemeinsam zur A Station, wo der ganze Tag im Zeichen des Entwurfs eines eigenen Badeanzugs stand. Um kreative Eindrucke zu bekommen stand eine Internetrecherche an, deren Ergebnisse gegenseitig präsentiert wurden. Jeder konnte jetzt für sich entscheiden, ob er lieber einen Bikini oder Badeanzug gestalten wollte und wir konnten danach sofort los legen. Die anfängliche Arbeit gestaltete sich zuerst schwierig, wobei uns die Designcrew um Roger und Bettina hilfreich zur Seite standen. Meine Richtung war relativ schnell klar und ich entschied mich für ein Symbol, das für den Start in das Schwimmerleben steht: Das Seepferdchen. Um das Design etwas aufzupimpen und graphisch ansprechend darzustellen holte ich mir Hilfe bei Roger, der sich mit einer Engelsgeduld den ganzen Vormittag Zeit nahm. Die Ideen sprudelten nur so und wir konnten zum Mittagessen mein eigenes Badeanzugdesign herstellen. Nach dem Mittagessen blieb noch Zeit für weitere Projekte. Dort versuchte ich mich an einem Bikini und konnte auch hier meine Ideen umsetzen. Am Nachmittag präsentierte jeder seine gestaltete Badebekleidung und entschied sich für ein Design, das an der folgenden Instagram Challenge teilnehmen soll. Ich entschied mich natürlich für mein Seepferdchen, weil es nicht nur ein Design, sondern auch eine Metapher darstellt und ich das entstandene Design toll finde. Der letzte Abend stand nun an und wir ließen diesen bei einem super leckeren Abendessen mit Sükartoffelgnochis ausklingen.

 

 

Samstag. den 21. Mai

Der Wecker klingelte schon früh, da die lange Reise zum Flughafen anstand. Um 15h war der Trip dann beendet und ich war wieder in Offenbach und erholte mich von den letzten interessanten, aber auch anstrengenden Tagen.

 

Mit vielen tollen Eindrücken sitze ich jetzt hier und denke wahnsinnig gerne an die tolle Zeit mit der Adidas Swim Crew zurück. Vielen Dank an das gesamte Adidas Team, das diesen Trip ermöglicht und bestmöglich organisiert und vor Ort unterstützt hat. Der Blick hinter die Kulissen war sehr spannend und ich freue mich, dass ich meinen Teil für neue Ideen beisteuern konnte.

Vielen vielen Dank auch nochmal an Chris von den Early Bird Swimmers, der mich überhaupt erst auf die Idee brachte die Bewerbung zu schreiben!

 

Jetzt seid ihr dran: Wenn Ihr gerne alle sechs Outfits sehen wollt, dann schaut bei Instagram auf der Seite von Adidas swim vorbei und wählt euren favorisierten Badeanzug aus. Die drei Anzüge mit den meisten Likes werden für 2017 in einer limitierten Edition hergestellt.

Das Projekt ist für uns jedoch noch nicht zu Ende, denn im Herbst geht es zu Adidas nach Herzogenaurach, wo wir uns alle wieder sehen und den weiteren Ablauf bis zum Endprodukt miterleben und teilweise mitbestimmen dürfen. Ich freu mich drauf!

Instagramchallenge vom 8.Juni 13:00 bis Sonntag Abend 12 Juni STIMMT AB!!!!

 

 

 

GoCoco Socken im Test

Dass die Schweden gute Ideen haben und diese auch inovativ umsetzen können wissen wir nicht erst seit den 4 gelben Buchstaben und dem Billy- Regal. Vieles was aus Schweden kommt spricht für gute Qualität, so auch die Socken von Gococo.

Gococo wurde im 2010 von den schwedischen Zwillingen Annie und Linnea Wennergren gegründet. Sie hatten die Idee qualitativ hochwertige Unterwäsche mit einem tollen Design herzustellen. Aus eigner Erfahrung wissen die Zwillinge wie wichtig die optimale Funktion der Kleidung, gerade bei einer hohen Beanspruchung ist. Aus diesem Grund hat die Funktion bei allen Produkten von Gococo oberste Priorität. Der zentrale Bestandteil bei allen Produkten bildet die 37,5 Technologie ( ehemalig Cocona). Die Produktpalette geht von hochwertigen Kompressionsocken in zwei verschiedenen Stufen über Ski-, Wander-, Lauf-, Langlauf- und Alltagssocken, aber auch T-Shirts und Tops bis hin zu  Mützen und Nackenwärmer.

Was ist diese 37,5 Technologie?

37,5 Technology yarn ist ein patentiertes Verfahren, wodurch Fasern, Garn, Membran und textile Isolierungen mit Aktivpartikeln fusioniert werden. Diese Aktivpartikel werden ganz natürlich aus Vulkangestein oder der Kohle von Kokosnusschalen gewonnen. Diese Partikel haben die Eigenschaft, auf Grund von Milliarden von Mikroporen, eine riesige Oberfläche mit dem fusionierten Gewebe zu erzeugen. Dadurch entstehen markenspezifische Vorteile.

  • extrem schnelle Trockeneigenschaften: durch die Porenstruktur der Aktivpartikel wird eine 800 mal so große Oberfläche gegenüber der Luft erzeugt. Durch diese Oberflächenvergrößerung wird eine enorm schnelle Verdunstung erreicht, dadurch wird die Trockenzeit im Vergleich zu anderen Polyestermaterialien um 50% verkürzt.
  • Geruchskontrolle: Die Aktivpartikel des 37,5 Gewebes ziehen die Geruchsmoleküle an und schließen sie in ihren Poren ein. Diese werden beim Waschen dann wieder aus der Wäsche entfernt
  • Natürlichkeit: Die 37,5 Technologie ist eine natürliche Technologie. Die Aktivpartikel werden durch natürliche Verfahren gewonnen (s.o.) und nicht auf synthetische Weise hergestellt.
  • UV- Schutz: Eine weitere Eigenschaft der Aktivpartikel ist die Absorbierung der UV Strahlen. Dadurch fungiert es als Schutzschild zwischen Haut und UV Strahlen. Der UV Schutzfaktor UPF beträgt bei diesem Gewebe 50 UPF+, je nach Aufbau.
  • Haltbarkeit: Diese Partikel sind haltbar, waschen sich nicht aus oder nutzen sich ab. All diese positiven Eigenschaften bleiben über die Lebensdauer des Kleidungsstücks erhalten.

wer nicht lesen will hier ein kleiner Film über die 37,5 Technologie

Mich sprachen die Socken sofort vom Design an, aus diesem Grund bin ich mega happy diese Socken testen zu dürfen. In meinem Briefkasten lagen der Compression Superior, ein angenehmer Kompressionssocken, die Compression calf sleeves, besonders als Triathletin interessant und der no Show circulation, eine kurze Socke die man kaum sieht.

Beim Auspacken ist mir sofort aufgefallen, wie angenehm sich die Socken anfühlen. Im Vergleich zu anderen Herstellern sind die Socken von Gococo erstaunlich dünn und fühlen sich super angenehm und weich auf der Haut an. Diese Eigenschaften verlieren die Socken auch nach mehrmaligem waschen nicht.

Eine weitere sehr positive Eigenschaft ist, dass sich die Socken sehr gut anziehen lassen, aber trotzdem einen angenehmen Grad der Kompression aufweisen ( 15-27mmHg) und nicht verrutschen. Hierbei hilft ein kleines Hilfsmittel am Sockenrand. Dort befinden sich kleine Silikondots die bei jeder Art der Bewegung einen optimalen Sitz gewährleisten. Diese Eigenschaft fehlt leider bei den Calf Sleeves, aber auch hier zeigte sich bisher kein rutschen und verrutschen. Ob die Calf Sleeves schneller trocknen als andere kann ich bisher noch nicht sagen. Werde aber meine Erfahrungen nach dem ersten Triathlon ergänzen.

Als eine tolle Laufsocke zeigt sich der No Show Circulation. Gerade im Sommer bevorzuge ich eine flache Socke, ohne Schaft und dafür ist der No Show Circulation super geeignet. Er ist schön dünn, sitzt aber perfekt am Fuß und wirft keine Falten. Die Circulationsdots sollen die Blutzirkulation der Fußsohle stimulieren. Ob diese die Blutzirkulation stimulieren kann ich schwer sagen , sie stören auf jeden Fall nicht und sind angenehm zu tragen.

Ich bin voll und ganz zufrieden mit den Socken von Gococ und kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Mich überzeugt besonders der hohe und angenehme Tragekomfort und die gute Passform. Ich hab selten einen Strumpf getragen der sich so gut auf der Haut anfüllt. Auch im Preisleistungsverhältnis kann man nicht meckern. Ich bin ein Gococo-Fan.

Wenn ich euer Interesse geweckt habe schaut einfach mal vorbei.

hier könnt ihr bestellen

Fazit: Gut durchdachte Technologien, hoher Tragekomfort und nachhaltige Technologien ist für mich ein guter Grund in Gococolove zu sein. IMG_5152