Kinzigtaltriathlon Gelnhausen 2017

Der Start in die Triathlonsaison erfolgt schon fast traditionell mit dem Kinzigtaltriathlon in Gelnhausen. Mit ca. 350 anderen Athleten ging es am Sonntag morgen im Gelnhäuser Freibad für die Sprintdistanz los. Für viele nur ein Sprint, aber der erste Triathlon im Jahr hat immer etwas Besonderes, da spielt die Distanz keine Rolle. Viele Fragen tun sich morgens auf einmal auf. Hätte ich das Schuhe auf dem Rad anziehen nochmal üben sollen? Hab ich alles eingepackt? Startnummernband, Chipband, Gummis, Babypuder etc . etc. Das erste Mal im Jahr die Wechselzone aufbauen ist immer spannend. Wo hab ich alles immer hingelegt? Welcher Schuh ist vorne, ist das richtig so? Da merkt man ganz schnell dass nichts Routine ist. Da kann man auch schonmal mit dem Helm auf dem Kopf aus der Wechselzone laufen. Aber zum Glück hat man ja Teamkollegen und andere Bekannte. In Gelnhausen herrscht immer eine familiäre Atmosphäre und es ist immer wieder schön alte und bekannte Gesichter zu sehen. Da passt man auf sich auf und jeder hilft dem anderen. So blieb letztendlich auch der Helm in der Wechselzone.

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Um 9:25 startete der Wettkampf für uns Mädels, fast alle Frauen hatten sich in der 2. Startgruppe eingefunden, so war ein fairer Wettkampf möglich. Beim Einschwimmen stieg die Nervosität dann doch ganz schön an. Schließlich war das der erste Test der Saison und sollte klären, ob das Training im Winter angeschlagen hat. Hat sich mein Fleiß im Becken ausgezahlt und kann ich die 500m unter 9 min schwimmen? Wie macht sich die neue Radeinstellung im Wettkampf? Viele Fragen pochten kurz vor dem Startschuss in meinem Kopf und dann ging es los. Vor lauter Ehrgeiz und Anspannung viel zu schnell. Die ersten 100m in 1:30 liegt völlig über meinen Verhältnissen und am Ende musste ich dem ganzen etwas Tribut zollen. Aber insgesamt konnte ich zeigen, dass ich im Wasser gut gearbeitet habe und am Ende stieg ich mit 8:30 aus dem Becken und bei 8:50 überquerte ich die Messmatte. Ziel zu 100% erfüllt. Auch die Sorgen um den Wechsel waren umsonst, irgendwie ist es wie das Fahrrad fahren selbst, man verlernt es halt doch nicht. Allein in der Wechselzone konnte ich schon ein paar Plätze gut machen, da ich mich trotz der kühlen Temperaturen gegen eine Trikot oder Weste entschied und sofort aufs Rad ging. Das erste Hindernis, der kleine Anstieg am Schwimmbad, ging spielerisch und auf der Geraden zum Kreisel am Ortsausgang von Gelnhausen hatte ich schon die ersten Athleten in Sichtweite. Jetzt hieß es nur noch in die Pedale treten und im Kopf dachte ich immer wieder an Lanzarote und dass es immer noch windiger geht. Der Wind pfiff einem nur um die Ohren, sodass man  ganz schön in die Pedale treten musste um in Fahrt zu kommen, aber das gelang mir doch erstaunlich gut. So konnte ich bis zum Wendepunkt bis auf Platz 3 vorfahren. Auf dem Heimweg musste ich nur noch einer Athletin Platz machen und konnte hier nur noch versuchen den Abstand so gering wie möglich zu halten, um vielleicht noch eine Chance beim Laufen zu haben. In Gelnhausen gab es dann noch einmal eine 180 Gradkurve zu überwinden, die einem die Möglichkeit verschaffte einen Überblick über die Konkurrenz zu bekommen. Die Abstände waren nicht all zu groß, was bedeutete, dass ich mich im Laufen keinesfalls all zu sicher fühlen konnte. Einige starke Läuferinnen werden sicherlich ihre Chance in der 3. Disziplin versuchen. In der Wechselzone versuchte ich schnell in die Laufschuhe zu schlüpfen, um dann nochmal alles zu geben. Die Laufstrecke in Gelnhausen hat es mit einem kleinen Anstieg zu Beginn in sich und so können auch 5km lang werden. Nach 2,5km hat man am Wendepunkt auch hier nochmal die Chance die Abstände nach vorne und hinten im Blick zu behalten. Es blieb alles wie beim alten. Ich fühlte mich keine Minute wirklich sicher auf meiner Position und wartete darauf, dass mich Manuela Bartels von den Wetterauern von hinten überholte. Bis zum Schluss gab ich alles um den 4. Platz zu halten, was mir auch bis zur Ziellinie gelang. Total zu frieden in allen 3 Disziplinen war ich froh im Ziel zu sein und mit einem offiziellen 5. Platz hab ich meine Erwartungen an den Tag mehr als übertroffen. 5. Platz deshalb, weil sich eine Vereinskollegin, die in der ersten Startgruppe an den Start ging, auf Platz 2 schob.

Jetzt freue mich auf das weitere Training,meine Saisonhighlights und bin noch mehr motiviert mich immer weiter zu verbessern.

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Goodbye 2016 und hallo 2017. Mit Vollgas ins neue Jahr!

2016 ist Geschichte und mit dem Silvesterlauf haben wir das Jahr auch sportlich gesehen erfolgreich hinter uns gelassen. Ein Jahr voller toller Ereignisse, ein tolles Jahr. Ich habe meine erste Mitteldistanz absolviert und den nächsten Schritt sportlich gesehen gemacht. Ein gutes Ergebnis nach dem anderen. 4. AK 30 bei der DM, eine tolle erste Mitteldistanz und zum Schluss der Aufstieg mit meinem Team in die 2. Bundesliga Süd waren nur ein paar tolle Momente für mich. Insgesamt konnte ich mich in jeder Disziplin weiter entwickeln. 2016 war ein tolles Jahr für mich und 2017 soll dem um nichts nachstehen, doch was ist geplant? 2017 wird groß.

2. Bundesliga Süd

Durch den 2. Tabellenplatz in der Regionalliga konnten wir Girls vom TV Bad Orb uns das Aufstiegsrecht für die 2. Bundesliga Süd sichern, was wir auch mit Stolz annahmen. Mit Bundesliga hatten wir bisher keine guten Erfahrungen gemacht. 2015 bekamen wir schon mal die Chance in der deutschen Premiumklasse zu starten. Die Saison war naja, ich persönlich absolvierte kein einziges Rennen in der 1. Buli. Nächstes Jahr soll es jedoch anders werden. Alle sind motiviert und wollen eine super Saison hinlegen, so auch ich. Das Resultat ist, die Anzahl der Schwimmeinheiten wird erhöht. Ich versuche nun wirklich 3 Mal die Woche ins Wasser zu gehen um in der ersten Disziplin glänzen zu können. Mal schauen ob sich die harte Arbeit auszahlt. Unsere Termine sind: Neckersulm, Woogsprint Darmstadt, Rothsee Triathlonfestival, Fritzlar und last but not least Baunatal. Ich bin jetzt schon total aufgeregt, weil Windschattenrennen so total anders sind wie das was ich bisher gemacht habe.

BASF Cup

Einzelne Rennen der Serie stehen schon immer fest in meinem Wettkampfkalender, weil sie einfach ehrliche Rennen sind. Die Serie bietet anspruchsvolle Rennen mit vielen Höhenmetern, so dass auch ein olympische Distanz eine Herausforderung wird. Mit Maxdorf wird auch meine erste Mitteldistanz im Rahmen des Cups absolviert, danach soll Ladenburg und Viernheim folgen. Mein neues Lieblingsrennen, den Heidelbergman müssen wir jedoch ausfallen lassen, da an dem Wochenende der Ironman in Zürich statt findet, bei dem Flo an der Startlinie steht und ich natürlich am Streckenrand.

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2 Mitteldistanzen

Maxdorf steht schon fest, doch eine zweite sollte noch her, da bin ich noch sehr unentschlossen. Zum Ende der letzten Saison war alles schon fest geplant jedoch änderten einige Veranstaltungen ihr Austragungsdatum, wodurch alles durcheinander gewürfelt wurden. Momentan hab ich mich für meine zweite Saisonhälfte noch nicht entschieden, mal schauen was es wird. Die Entscheidung wird wohl zwischen dem Kult im Allgäu und der Challenge Walchsee fallen. Für mich zwei Herzenswettkämpfe.

Marathon

Nach einer langen Saison werde ich mich für diesen Punkt wohl spontan entscheiden. Da ich mit einem Auge schon in Richtung 2018 schiele, wäre es glaub ich gut hinter diesen Punkt einen Hacken zu machen. Jeder Läufer sollte ja irgendwann mal ein Marathon gelaufen sein. Aber ob ich nach einer langen Saison dann noch bereit bin für lange Läufe, entscheide ich wohl aus dem Bauch im August. Vom Termin her wird es dann wohl der Heimmarathon in Frankfurt werden.

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Die Planung für 2017 ist fast komplett im Sack. Mit dem Silvesterlauf am 31.12.2016 habe ich sportlich das alte Jahr mit einem guten Bauchgefühl für 2017 verlassen. Ich bin zuversichtlich, dass 2017 genauso gut, wenn nicht sogar noch besser als 2016 wird. Ich freue mich schon jetzt auf alles was auf mich zu kommt. Auf jeden Laufkilometer, auf jeden Armzug im Wasser und viele schöne Radausfahrten.2017 ich bin bereit dich zu rocken und gespannt welche Überraschungen du für mich bereit halten wirst.

 

 

 

absolut Kult der Kult Triathlon im Allgäu

Als letzten Vorbereitungswettkampf für die Challenge Walchsee Kaiserwinkel hatte ich mir den Allgäutriathlon in Immenstadt ausgesucht. Ebenso anspruchsvoll wie der Heidelbergman und gespickt mit Höhenmeter auf Laufstrecke und Radstrecke sollte die letzte Power in die Beine kommen um auch auf der anspruchsvollen Mitteldistanz in Tirol bestehen zu können.

Um noch ein paar Höhenmeter in die Beine zu bekommen und uns ausgiebig die Rad- und Laufstrecke anschauen zu könne reisten wir schon eine Woche vor dem eigentlichen Wettkampf ins Allgäu und genossen das tolle Wetter und die Natur. Im Voralpenland lässt sich hervorragend trainieren und auch vom Alltagsstress kann man dort hervorragend abschalten. Von Kuhglocken morgens geweckt starteten wir in jeden neuen Tag und ich war gespannt welche Herausforderung heute auf mich wartete. Im Vorfeld hatte ich einige Hürden zu überwinden, neben falscher Übersetzung auf dem Rad und gerissenem Einteiler zeigte auch eines morgens mein Akku der Di2 nur noch rot statt grün.

Pünktlich zum Wettkampfwochenende stellte sich der für diesen Wettkampf typische Wetterumschwung ein, was mehr Regen und ca.10 Grad weniger bedeutete. Im Netz laß man schon von einer Namensänderung von Kult zu Kalt. Dieses Wetterphänomen  konnten wir schon im letzten Jahr bestaunen als ich mich bei meinem Staffelstart bei 14 Grad Außentemperatur in den Alpsee stürzen durfte. Zum Glück sollte es nicht so schlimm werden.

Durch die zentrale Lage unseres Campingplatzes waren wir morgens schon mitten drin im Wettkampfgeschehen. Die Wechselzone direkt in der Nachbarschaft und der Schwimmstart nur 400m entfernt, machte den morgen um einiges entspannter. Nach dem Frühstück, checkte ich quasi im Schlafanzug mein Rad ein und bereitete alles vor. Bisher blieb noch alles trocken. Durch die verschiedenen Distanzen war mein Start um 9:10, 1:10 nach Flo, was mir die Möglichkeit verschaffte ihn beim Schwimmausstieg zu sehen. Nach dem er schnell und gut aufs Rad gewechselt ist konzentrierte ich mich auf meinen Wettkampf und begann mich warm zu machen. In der Deutschenmeisterschaftswertung fühlte ich mich extrem unwohl, es war ja auch mein erster Start bei nationalen Meisterschaften. Schließlich wollte ich hier nicht auf Titeljagd gehen, sondern nur einen harten Wettkampf machen. Wir Mädels starteten pünktlich um 9:10 alleine in einer Startgruppe, das machte das Schwimmen zu Beginn sehr entspannt, doch nach ca. 900m erreichten wir nach einer Runde im See den Bühler Hafen, in dem sich doch eine Vielzahl der Männer befanden, die in den Startgruppen vor uns waren. Ab hier war es mit dem entspannten schwimmen vorbei. Beim Landgang hatte man das Gefühl anstehen zu müssen und auch danach musste man sich durch zahlreiche Brustschwimmer und langsamere Männer kämpfen. Noch dazu  kam, dass nun auf der langen Geraden Richtung Schwimmausstieg sich das Wetter verschlechterte. Es regnete und auch der Wind nahm enorm zu, wodurch einige Wellen einen durch das Wasser schüttelten.Ich für meinen Teil kam dabei ganz schön aus dem Rhythmus und lies doch einiges an Zeit im Alpsee liegen. Nach dem langen Weg in die Wechselzone, schob ich nach ca. 32 Minuten mein Rad auch raus. Durch die Schwimmzeit war ich doch ein bisschen enttäuscht und musste mich auf dem Rad erst ein bisschen fangen, was doch ein paar Km gedauert hat. Die Zuschauer am Kalvarienberg trugen ihren Teil dazu bei, dass ich nicht wie viele andere bei 17% Steigung  absteigen musste.Erst kurz vor dem Berg in Niedersonthofen merkte ich, dass doch noch was nach vorne geht und fing mich wieder. Ab da lief es wie am Schnürrchen, ich hatte mich in einer Gruppe von Männern festgebissen und machte auch im Damenfeld einige Positionen gut, diese Position konnte ich bis zum Wechsel behaupten. Nach 1:32 wechselte ich in die Laufschuhe. Jetzt wollte ich nur noch einen super Lauf hinlegen, wenn schon schwimmen und radeln nicht optimal lief, wollte ich mir wenigsten zeigen, dass beim Laufen alles stimmt und gab ab den ersten Metern Gas, was sich auch auszahlte, denn auch hier konnte ich Boden gut machen. Die wellige Laufstrecke ist nicht weniger anspruchsvoll wie die Radstrecke. Die Kräfte mussten eingeteilt und ein paar Körner mussten noch für den Kuhsteig aufgehoben werden. Ein ca. 300m langer Anstieg auf dem sonst die Kühe auf die Wiesen getrieben werden mit mehr als 20% im steilsten Anstieg musste man dort hinauf, bis man dann bis Immenstadt die Beine ein bisschen locker machen konnte. Die Stimmung auf dem Marktplatz in Immenstadt war super, angefeuert durch die Fans konnte ich auf den letzten km nochmal richtig Gas geben. Schließlich wusste ich jetzt geht es nur noch ins Ziel. Keine Anstiege mehr, kein Kuhsteig mehr, sondern nur noch nach Bühl ins Ziel. Die letzten Meter waren super. Die Beine fühlten sich gut an. Die Mädels vor mir in Sichtweite doch zu weit weg um sie auf den letzten km einzuholen. Im Ziel angekommen war ich total fertig. Beim Laufen hab ich alles rausgeholt und konnte super zu frieden sein, nie zuvor bin ich bei einem Triathlon eine 46er Zeit gelaufen . Auch auf dem Papier sah es dann besser aus wie erwartet: Mit dem 31. Gesamtplatz und 4. Platz in meiner Altersklasse lag ich weit über meinen Erwartungen. Bei der DM Wertung wäre auch mit Schwimmbestleistung und ein paar Minuten schneller auf dem Rad nicht mehr drin gewesen. Bei allen Höhen und Tiefen während des Wettkampfes so wohl emotional als auch witterungsbedingt, waren immer Zuschauer an der Seite, die wirklich jede/n Starter/in anfeuerten und motivierten. Genau diese Stimmung macht den Kult Triathlon wirklich zum Kult und das schon 34 Jahre.

Im Ziel sah ich dann schon Flo stehen, der leider auf der ersten Runde in einer super Position das Rennen wegen einem Defekt aufgeben musste. Mit ein paar Tagen Abstand haben sich bei uns beiden die Emotionen ein bisschen gesetzt. Ich bin nun mehr als zufrieden mit meinem Wettkampf. Ich wollte einen harten Wettkampf und bekam einen harten Wettkampf. Wir beide blicken nun nach vorne Richtung Challenge Walchsee und sind motiviert zum Saisonabschluss nochmal alles zu geben.

 

 

 

Alle guten Dinge sind drei/ swim bike run

Triathlon, warum Triathlon? Was ist dran an der Zahl 3? Warum swim, bike and run? Momentan begeistert der Triahtlon wie keine andere Sportart. Wenn du auf dieser Welle der Begeisterung mit schwimmst dann verändert es dein Leben und du wiederum veränderst das Leben der anderen. Die Ziellinie eines Triathlons ist ein Ort der Freude und Begeisterung, aber auch des Leid und Schmerz. Aber warum fasziniert uns dieser Sport so, warum lassen wir uns mit jeder Zelle unseres Körper so darauf ein? Für Außenstehende ist es ein Sport für Verrückte. Aber einmal infiziert kommt man nur noch schwer heraus aus dem Kreislauf von swim bike and run. Aber warum zieht dieser Sport tausende Menschen so in den Bann, dass sie teilweise ihr ganzes Leben auf den Kopfstellen? Warum wollen wir alle  einmal ein Ironman sein, auch wir Frauen? Liegt es vielleicht an dieser magischen Zahl 3?

Was ist dran an der Zahl 3: Wikipedia sagt, die Zahl 3 ist eine natürliche Zahl zwischen 2 und 4, ist eine Primzahl und ungerade. Die 3 ist die vierte Zahl in der Fibonacci Folge und die zweite die einmalig ist. Das Dreieck ist die einfachste geometrische Form in der Ebene. Ok das ist nun sehr mathematisch und weckt eher wenig Begeisterung.

Alle guten Dinge sind drei und so erfahren wir unsere Welt in drei Dimensionen. Wir besitzen nur 3 Grundfarben, das reicht um die Welt in Farbe und bunt zu sehen. Auch im Sonnensystem stehen wir an dritter Stelle von der Sonne aus gesehen. Die Zahl 3 ist Teil unseres Lebens, ob man will oder nicht. Die Zahl 3 gilt als eine heilige Zahl. Nach Aristoteles ist die 3 die erste Zahl mit einem Anfang, Mitte und einem Ende. So wird auch der Lebenszyklus oder Jahreszyklus als Dreiheit bezeichnet. Kindheit, Erwachsenheit und Alter, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond, Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit oder Wachstum, Fruchtbarkeit und Vergehen. Die 3 gilt als Inbegriff der Vollkommenheit und ist aus diesem Grund auch heilig.

In der Gesellschaft besteht die kleinste Gruppe aus 3 Personen. Mit 3 Personen kann man eine Mehrheit bilden und gilt somit als sehr dynamisch.

Jeder von uns hat schon mal den Spruch gehört, man sehe aus wie 3 Tage Regenwetter. Oder wer kennt nicht die 3 Affen; nichts sehen, nichts hören und nichts reden. Es gibt die heiligen 3 Könige und auch Christi ist am 3. Tag auferstanden von den Toten . Die Dreifaltigkeit bildet ein wichtiger Grundstein in der christlichen Religion ( Gott aus Vater, Sohn und den heiligen Geist). Jeder tragische Held hat 3 unlösbare Aufgaben zu erledigen und Aschenputtel hat 3 Wünsche frei

Im Sport gibt es 3 Sprung, im Volleyball sind nur 3 Ballübertragungen erlaubt, im Handball darf man maximal 3 Schritte machen und im Triathlon heißt es schwimmen, Fahrrad fahren und laufen.

Die Zahl 3 hat viel magisches und sie zieht sich in unserer Menschheit durch alle Epochen und so im 21. Jahrhundert eben durch den Triathlon. Jede gute Geschichte braucht eben 3 Akte und so halt  swim bike run. Triathlon verbindet die 3 beliebtesten Ausdauersportarten miteinander. Ob genau das die Herausforderung und Fasziniation ausmacht sei dahingestellt. Was einen so an diesem Sport fasziniert muss jeder selber wissen. Aber alle guten Dinge sind eben 3. Der Sport an sich mag sich vielleicht erst einmal sehr verrückt anhören. Aber den Zahlen und Fakten kann man nicht widersprechen. Ein Triathlon steht stabil auf drei Beinen wie ein Stativ. Ob Triathlon magisch oder sogar heilig ist dürft ihr nun für euch entscheiden. Aber komisch ist es schon, dass sich diese große Zahl 3 so oft wiederfindet und so auch in meinem Lieblingssport.

 

 

Adidas young urban swimmer project – London is calling

Meistens kommt es anders und zweitens als man denkt. Geplant war für meinen Urlaub ursprünglich die im letzten Jahr liegen gebliebenen Sachen zu erledigen und die freie Zeit zum Trainieren zu nutzen. Das war der Plan…

Alles änderte sich aber am Abend des 08. Mai, als mich Chris von den Early Bird Swimmers (www.earlybirdswimmer.de) anrief und mit mir über das oben genannte Projekt zu sprechen: Adidas plant im Rahmen der Schwimm EM ein Wochenende in London, um mit schwimminteressierten Teilnehmerinnen an der Kollektion für Frühjahr/ Sommer 2017 zu arbeiten. Chris teilte mir mit, dass ich bei einer Bewerbung für die Ausschreibung gute Chancen für die Teilnahme hätte. Anfänglich noch etwas skeptisch aufgrund der sprachlichen Hindernisse und dem Respekt der alleinigen Reise nach London musste ich mir erstmal alles durch den Kopf gehen lassen. Am Ende des Telefonats überwog die Freude auf dieses Abenteuer und ich entschloss mich für die Bewerbung.

 

Donnerstag, den 12. Mai

Heute bekam ich von Adidas tatsächlich die Zusage, dass ich unter den sechs Auserwählten für die Londonreise bin. Die Vorfreude war riesig und ich freute mich auf das folgende Telefonat mit Basti von Adidas, um die vielen ausstehenden Fragen zu klären. Bis jetzt wusste ich ja nur, dass es vom 18. bis 21. Mai nach London gehen sollte ;-). Freitags sollte das Telefonat gegen mittag stattfinden.

 

Freitag, den 13. Mai

Nach der Arbeit fuhr ich schnell nach Hause und wartete viel zu früh auf den ersehnten Anruf. Glücklicherweise rief Basti auch früher an, was meine Wartezeit verkürzte und ich nun endlich meine Fragen stellen konnte. Der Kontakt war sofort sehr nett und ich konnte mich nun voll und ganz auf die Reise und das Abenteuer London freuen. Einzig und allein die Anreise bzw. die Fahrt mit der Underground vom Flughafen bis ins Hotel verschaffte mir etwas Respekt, aber auch das sollte machbar sein. Neben allen Fragen wurde mir der Ablauf genau mitgeteilt, es waren volle Tage geplant und die Vorfreude auf das Projekt wurde immer größer. Die genauen Flugdaten sollten mir dann nach dem Pfingstwochenende mitgeteilt werden.

 

Dienstag, den 17. Mai

Mit den jetzt erfahrenen Flugdaten konnte ich jetzt meine Restwoche bezüglich Sport, packen usw. planen. Am Mittwoch sollte es ab 14h Richtung London Heathrow gehen. Neben dem normalen Reiseutensilien wurde uns von Adidas eine spezielle Packliste zugesandt: Wir sollten alle unsere Schwimmutensilien, Badebekleidung usw. mitbringen. Besonders an Badebekleidung sammelte sich in den letzten Jahren ein größeres Sortiment, weshalb ich mich für meine momentanen Lieblingsklamotten entschied und den restlichen Teil zu Hause liegen ließ. Die kommende Flugreise wollte ich ausgeruht antreten, darum legte ich mich früh ins Bett und freute mich auf die kommenden Tage.

 

Mittwoch, den 18. Mai

Da ich frei hatte, stimmte ich mich mit einer kurzen Schwimmeinheit schonmal passend für die Tage ein. Die Zeit im Wasser nutze ich um die Gedanken zu sortieren und den Kopf etwas frei zu bekommen. Danach startete ich meine Reise von Offenbach zum Flughafen nach Frankfurt. Mit der Email von Adidas bewaffnet konnte ich mein Ticket dann direkt am Schalter lösen und checkte ein. Der Flug nach London dauerte knapp über 90min und kaum war das Flugzeug in der Luft, steuerte der Kapitän zum Landeanflug nach London Heathrow an. In Heathrow war ich zuerst vom großen, fremden Flughafen erstaunt, konnte aber relativ schnell die Gepäckausgabe und die passende Underground finden. Fast genau so lang wie die Flugzeit war dann auch die Fahrt vom Heathrow nach Stratford, wo mich London dann mit dem typischen Wetter begrüßte. Angekommen im Hotel fiel ich völlig erledigt in mein Bett. Entgegen der vorherigen Überlegung noch etwas die Umgebung zu erkunden, entschied ich mich für das Bett, um ausgeruht für die nächsten zwei Adidas Tage zu sein.

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Donnerstag, den 19. Mai

Ob es an der Zeitumstellung oder der Nervosität lag, dass ich so früh wach war weiß ich nicht, aber der Tag konnte für mich jetzt los gehen. Schon beim Frühstück hielt ich Ausschau nach den anderen fünf Mädchen und der restlichen Adidas Crew, die sich dann auch so langsam eingefunden und uns nach und nach eingesammelt haben. Nach dem Frühstück ging es dann Richtung Olympiapark, wo sich die A Station befand, die von Adidas für das Projekt angemietet wurden. Zuerst fand eine Vorstellungsrunde statt, bei der sich herausstellte, dass zwei weitere Mädels aus Deutschland und drei Mädels aus England kamen. Danach durften wir dann unsere mitgebrachten Schwimmutensilien und Badebekleidung präsentieren. Um uns herum die Adidas Crew mit Zettel und Stift, um sich alles ganz genau zu notieren und sich einen Überblick unserer Favourites zu verschaffen. Anschließend durften wir mit einem Shopping Gutschein in der Westfield Mall unser Outfit shoppen, das wir auf dem Weg zum Schwimmtraining tragen. Gefühlt wie bei Shopping Queen stürzten wir uns in die Aufgabe. Die Aufgabe gestaltete sich aber gar nicht so einfach, da man ständig überlegte, was man denn jetzt genau shoppen sollte. So ging der Vormittag ruck-zuck rum und um 13h stand das Mittagessen mit der Adidas Crew an. Allgemein verlief die gemeinsame Zeit immer sehr interessant und nett, die Crew war sehr interessiert und nachdem wir unser geshopptes Outfit präsentierten wurden wir noch zur Sommerkollektion 2016 befragt. Ständig um uns herum mehrere Fotografen und ein Filmteam, um das Projekt fest zu halten. Abends ging es dann noch zu den Swim finals. Besonders beeindruckend war, als Marco Koch die Silbermedaille über 200m Brust holte.

 

Freitag, den 20. Mai

Der Tag startete für mich mit einem kleinen Morning Run durch den Olympiapark, um die Olympischen Ringe zu sehen. Nach dem Frühstück ging es dann wieder gemeinsam zur A Station, wo der ganze Tag im Zeichen des Entwurfs eines eigenen Badeanzugs stand. Um kreative Eindrucke zu bekommen stand eine Internetrecherche an, deren Ergebnisse gegenseitig präsentiert wurden. Jeder konnte jetzt für sich entscheiden, ob er lieber einen Bikini oder Badeanzug gestalten wollte und wir konnten danach sofort los legen. Die anfängliche Arbeit gestaltete sich zuerst schwierig, wobei uns die Designcrew um Roger und Bettina hilfreich zur Seite standen. Meine Richtung war relativ schnell klar und ich entschied mich für ein Symbol, das für den Start in das Schwimmerleben steht: Das Seepferdchen. Um das Design etwas aufzupimpen und graphisch ansprechend darzustellen holte ich mir Hilfe bei Roger, der sich mit einer Engelsgeduld den ganzen Vormittag Zeit nahm. Die Ideen sprudelten nur so und wir konnten zum Mittagessen mein eigenes Badeanzugdesign herstellen. Nach dem Mittagessen blieb noch Zeit für weitere Projekte. Dort versuchte ich mich an einem Bikini und konnte auch hier meine Ideen umsetzen. Am Nachmittag präsentierte jeder seine gestaltete Badebekleidung und entschied sich für ein Design, das an der folgenden Instagram Challenge teilnehmen soll. Ich entschied mich natürlich für mein Seepferdchen, weil es nicht nur ein Design, sondern auch eine Metapher darstellt und ich das entstandene Design toll finde. Der letzte Abend stand nun an und wir ließen diesen bei einem super leckeren Abendessen mit Sükartoffelgnochis ausklingen.

 

 

Samstag. den 21. Mai

Der Wecker klingelte schon früh, da die lange Reise zum Flughafen anstand. Um 15h war der Trip dann beendet und ich war wieder in Offenbach und erholte mich von den letzten interessanten, aber auch anstrengenden Tagen.

 

Mit vielen tollen Eindrücken sitze ich jetzt hier und denke wahnsinnig gerne an die tolle Zeit mit der Adidas Swim Crew zurück. Vielen Dank an das gesamte Adidas Team, das diesen Trip ermöglicht und bestmöglich organisiert und vor Ort unterstützt hat. Der Blick hinter die Kulissen war sehr spannend und ich freue mich, dass ich meinen Teil für neue Ideen beisteuern konnte.

Vielen vielen Dank auch nochmal an Chris von den Early Bird Swimmers, der mich überhaupt erst auf die Idee brachte die Bewerbung zu schreiben!

 

Jetzt seid ihr dran: Wenn Ihr gerne alle sechs Outfits sehen wollt, dann schaut bei Instagram auf der Seite von Adidas swim vorbei und wählt euren favorisierten Badeanzug aus. Die drei Anzüge mit den meisten Likes werden für 2017 in einer limitierten Edition hergestellt.

Das Projekt ist für uns jedoch noch nicht zu Ende, denn im Herbst geht es zu Adidas nach Herzogenaurach, wo wir uns alle wieder sehen und den weiteren Ablauf bis zum Endprodukt miterleben und teilweise mitbestimmen dürfen. Ich freu mich drauf!

Instagramchallenge vom 8.Juni 13:00 bis Sonntag Abend 12 Juni STIMMT AB!!!!