Trend Flossing, was steckt dahinter!

Nach der Blackroll und anderen Faszientechniken kommt nun auch der Trend des Flossing oder Voodoo/ Ninja Flossing über den Teich zu uns. Entwickelt wurde diese Therapiemethode 2013 von Dr. Kelly Starret (amerikanischer Physiotherapeut und Crossfittrainer); in seinen Büchern „Ready to run“ und „Werde ein geschmeidiger Leopartd“ beschreibt er diese Technik ausführlich. Hauptbestandteil sind hierbei elastische Bänder die zirkulär um Gelenke und Gewebe gewickelt werden. Ziel dieser neuen Therapie soll es sein, eine Schmerzlinderung und eine Bewegungsverbesserung zu erreichen. Unter Berücksichtigung anderer Therapieprinzipien wie der Osteopathie und der Physiotherapie kann das Flossing noch vielschichtiger Eingesetzt werden. Hierbei gilt das Motto „Optimieren durch Komprimieren“

Grundlagen des Flossings

Das Flossing kommt einer Kompressionstherapie gleich, durch die man eine Art Abschnürung des Gewebes  und einen enormen äußeren Druck auf die Strukturen erreicht. Unter diesem Zustand wird dann das Areal  so gut wie möglich durchbewegt. Durch diesen Effekt kann man auf eine Vielzahl von Strukturen Einfluss nehmen und Beschwerdebilder behandeln. So sollen Gelenkschmerzen beseitigt, Muskelkontraktionen verbessert, Verklebung beseitigt und die Gleitfähigkeit verschiedener Strukturen verbessert werden. Außerdem können durch die Kompression Schwellungen im Gewebe und Gelenken behandelt werden. Zu beachten sind hierfür nur die verschiedenen Wickeltechniken. Nicht Anwenden sollte man diese Technik bei Malignom, Thrombosen, akuten septischen Entzündungen, auch bei Fieber, Krampfadern, Hypotonie und Schwangerschaft sollte eine Anwendung im vorhinein abgeklärt werden. Bei jeglichen Wunden und anderen Hautveränderungen ist von einer Anwendung ebenfalls abzuraten. Wie bei jeder Behandlungsmethode können auch hier gegebenenfalls Nebenwirkungen auftreten. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Hautreizungen durch den mechanischen Reiz der Bänder auf der Haut. Genauso können durch  den mechanischen Zug auf das Hautareal und durch das Lösen von Crosslinks, kleinere Kapillaren in der Haut reisen, wodurch es zu einer Hämatombildung kommen kann. Durch diese Effekte wird die Wirkungsweise der Anlagen aber in keinem Fall beeinflusst. Der Heilungsverlauf und das angestrebte Therapieziel kann trotzdem noch erreicht werden.

Da das Flossing eine sehr aggressive Therapiemethode ist, ist eine Aufklärung der Patienten enorm wichtig.

Das Prinzip des Flossings

3 grundlegende Effekte sind für die Wirkungsweise des Flossings verantwortlich und können beobachtet werden.

SCHWAMMEFFEKT

SUBKUTANE IRRITATION

KINETIC RESOLVE

Die Ziele jeder Anlage sind eine  Schmerzlinderung, durch die Beeinflussung des autonomen Reparatursystems des Körper, Verbesserung des Schwellungsabbaus durch eine erhöhte Resorptionsfähigkeit des Lymphgefäßsystems und eine Durchblutungsförderung und Stoffwechselverbesserung. Aber auch während eines Krafttrainings kann auf ein Hypertophieeffekt Einfluss genommen werden.

Der Schwammeffekt

Bei dieser Behandlung wird sich eben genau die Funktion des Schwammes zu eigen gemacht. Durch eine extrem hohe Kompression wird das Gewebe quasi wie ausgedrückt. Der gesamte venöse Abfluss wird abgeschnürt und der arterielle Zufluss gehemmt. Bei Gelenkanlagen wird ein extremer Hochdruck im Gelenk erzeugt. Die Zellen werden wie ein Schwamm ausgepresst. Im ersten Augenblick erscheinen diese Therapieeigenschaften erstmal sehr negativ. Der Stoffwechsel im abgeschnürten Bereich liegt lahm. Jedoch wird dieser negative Zustand lediglich für maximal 2 Minuten aufrechterhalten. Durch diesen Zustand des Mangels reagiert der Körper nach auflösen der Kompression sehr effektiv mit einer Mehrdurchblutung, frische Zellflüssigkeit strömt ein und schwemmt alte hinaus und der Lymphfluss wird um ein mehrfaches gesteigert. Bei Gelenkeinlagen wird die Trophik des Gelenkes verbessert und die Gelenkschleimhaut besser ernährt. Eben genau der Effekt eines Schwamms. Die Regenerationsfähigkeit kann dadurch gut unterstützt werden, die beanspruchte Muskulatur kann so besser mit neuen Stoffen versorgt werden und die Durchblutung verbessert werden.

Ein weitere Effekt des Flossens ist der Effekt des Kinetic Resolve. Übersetzt bedeutet resolve sowas wie lösen. Hierbei werden mechanische Crosslinks im Gewebe bzw. Verklebungen der Faszie gelöst. Dies geschieht während der Anlage durch Bewegen des Gewebes. Bei dieser Anlage entsteht durch die Bänder eine hohe Kompression, wodurch sich Haut und Band miteinander verbinden. Durch die Bewegung wird dann eine Verschiebung des subcutanen Gewebes ( Unterhaut; Faszie, Muskeln usw.) hervorgerufen, so werden interfasziale Crosslinks ( Verklebungen) gelöst. Zugleich wird durch die starke Verbindung zwischen Haut und Flossingbändern ein Unterdruck, ähnlich dem aus der Technik des Schröpfens bekannt, hervorgerufen. So kann während der Behandlung eine hohe Verschiebung der unterschiedlichen Gewebsschichten in alle Richtungen erreicht werden.

Die letzte Wirkungsweise ist die Subcutane Irritation. Diese ist uns unbewusst schon häufig in unserem Alltag begegnet und bestens bekannt. Wenn man sich heftig am Schienbein oder Ellenbogen stößt fangen wir an diesen zu reiben, dies geschieht meistens unbewusst als Reaktion auf den Schmerzreiz. Diese Rektion ist jedoch nicht nutzlos, sondern hat einen tiefen neurologischen Hintergrund. Die Mechanorezeptoren leiten ihre Reize ( Druck, Reibung, Bewegung etc.) schneller weiter als die Nozizeptoren ( Schmerzrezeptoren). Somit kommt es bei gleichzeitigem Auftreten beider Reize zu einer Überlagerung des Schmerzreizes kommen. Der Schmerz wird somit nicht mehr so stark und deutlich wahrgenommen. Dies wird dann als subcutane Irritation bezeichnet, was nichts anderes bedeutet, als dass sich die Mechanorezeptoren im subcutanen Gewebe befinden und man über Impulse auf der Haut diesen Effekt hervorrufen kann.

Applikationstechnik

Mit der Anlage beginnt man immer am körperentferntesten Punkt des Bereiches den man behandeln möchte. Der erste Rundzug bildet die Basis der Anlage und sollte schon mit deutlichen Zug von 50-60% des Bandes angebracht werden. Dann wird das Areal rund nach oben abgebunden. Das Band sollte hierbei immer um 50% überlappen. An der Hauptstelle/ Behandlungsstelle/ Schmerzstelle sollte dann ein Zug von 80% oder mehr aufgebaut werden. Dieser darf aber nicht zirkulär werden, so gibt man auf der Behandlungsstelle z.B. Oberschenkelvorderseite 80% Zug und auf der Oberschenkelrückseite geht man wieder auf 50% zurück. Ansonsten sorgt man für eine extreme Kompression im gesamten Gewebe, was gewisse Gefahren mit sich bringt. Das Ende des Bandes wird einfach in der Anlage eingeklemmt. Da durch diese Anlagen ein extremer Reiz ins Gewebe gegeben wird und man stark auf den Durchblutungskreislauf des Gewebes Einfluss nimmt, sollte die Anlage nicht länger als 2 Minuten angelegt werden. Bei einem unwohlen Gefühl oder Symptomen wie Taubheit oder Schmerzen unterhalb der Anlage sollte die Anlage sofort aufgelöst werden.

In der Anlage kann nun aktiv mit allen bekannten Bewegungen gearbeitet werden um den Effekt des Kinetiv Resolves (s.o.) zu erreichen. Hierbei können in der Regel Schmerzen entstehen, diese sollten aber nicht die bekannten Schmerzen sein, sondern Schmerzen die durch die Reizung der Rezeptoren und welche durch das Durchbrechen der Crosslinks und anderen Faszienverklebungen erzeugt werden.

Nach 2 Minuten sollte dann das Band so schnell wie möglich abgenommen werden, um den gewünschten Effekt der Mehrdurchblutung im Körper zu erzeugen. Dies dient zur Versorgung des abgeschnürten Gewebes, diesen Effekt kann man gut durch aktives Bèwegen unterstützen. Auch visuell wird der Schwammeffekt gut deutlich, nach der Applikation ist die Haut noch weiß bis manchmal sehr bläulich. Nach und nach kann man sehen, wie das Areal langsam errötet.

Eine Besonderheit bei der Applikation  gilt bei der Schwellung: Die Anlage beginnt ca. eine Handbreit unterhalb der Schwellung und wird mit kontinuierlichem Zug von 50% mit 1,5cm  Überlappung angebracht. Die Anlage geht bis eine handbreit über das Schwellungsgebiet. Wichtig ist, dass der Zug kontinuierlich angebracht ist und keine Stelle ausgelassen wurde. Danach wird in alle Richtungen bewegt, gleichzeitig können Griffe der Lymphdrainage angebracht werden. Nach einigen Minuten wird die Anlage dann gelöst. Der Vorgang sollte 20-30 Minuten wiederholt werden.

Kelly Starrett verwendet häufig aufgeschnittene Fahrradschläuche als Ersatz zu teuren Flossbands. Davon haben wir Triathleten wohl genug zu hause rum fliegen.

 

 

 

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Mantras: laufen mit dem kleinen Mann im Ohr

Wer kennt das nicht, oder wer macht das nicht? Ich führe bei harten Einheiten regelmäßig Selbstgespräche und versuche mich positiv zu verstärken. Meistens sind es Gedanken aus Situation in denen es gut lief oder ich etwas schon mal erreicht habe. Aber nicht nur ich tue dies ganz unbewusst und automatisch, auch Profiathleten wie Mona Stochhecke oder Marathon Rekordhalterin Deena Kastor führen immer wieder Selbstgespräche während ihrer Einheiten oder Wettkämpfe. Dies ist jedoch keine Eigenheit, bei der man nicht alle Tassen im Schrank hat, sondern eine psychologische Strategie, die einen motivieren und beflügeln soll. Besonders in Situation in denen es hart wird oder mal nicht so läuft können einen solche Mantras wieder aufbauen und helfen sein Ziel zu erreichen.

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Für eine neue Bestzeit muss auch der Kopf stimmen

 

Jeder muss sein eigenes Mantra finden, aber wie?

Erstmal was sind eigentlich Mantras? Mantras sind kurze und kleine Powersätze, die man immer wieder leise in seinem Kopf wiederholen kann. Manchmal sind es Sätze, aber auch nur ein einziges Wort kann als Mantra dienen. Hauptsache ist, sie motivieren dich und helfen dir fokussiert und konzentriert im Wettkampf oder im Training zu bleiben. Sie sollten dich zu so beflügeln  und aufbauen, dass es dir auch in schlechten Situation hilft nicht aufzugeben und dein Ding durchzuziehen.

Wie man sein Mantra findet ist gar nicht so schwer, dafür muss mein kein Dichter oder Denker sein. Viele begegnen uns im Alltag und bleiben schon fast automatisch im Kopf. Als Mantra können aufbauende Wort vom Trainer oder Trainingspartner fungieren, aber auch bestimmte Liedzeilen aus Songs die du gerne hörst. Oder sie begegnen dir einfach so. In Jügesheim lief ein Mädchen mit einem T- Shirt vor mir auf dem der Satz  “ don´t run fly“ stand. Der Satz prägte sich sofort in meinem Kopf ein. An diesem Tag war dies mein Mantra was mich zu meiner neuen Bestzeit beflügelte. Im wahrsten Sinne wollte ich fliegen anstatt zu laufen. Beim Bilden von Mantras gibt es keine Regeln und Gesetze, das innere Gefühl und die Einstellung zu den Worten muss stimmen. Ein Mantra soll ein ganz bestimmtes Gefühl vermitteln; ein Gefühl, das einen beflügelt. Bei den falschen Worten funktioniert das nichts, sie bringen einen nicht weiter.

Wenn man immer noch nicht weiß wie man zu seinem Mantra kommt kann man auch auf alte Erinnerungen zurückgreifen, Gefühle aus Situationen in denen es gut lief und man Erfolg hatte. Diese abgespeicherten Gefühle kann man dann wieder und wieder hervorrufen und versuchen in starke Worte zu formulieren um diese immer wieder zu wiederholen. Hier kann es helfen die Gedanken nach einem Wettkampf in Worte zu formulieren z.B. in einem Trainingstagebuch. Dadurch kann man bestimmte Muster selbst analysieren, man erkennt so was funktioniert und was nicht. Ein weiterer Punkt ist, dass man durch Mantras keine Erwartungen an sich setzen sollte, die man nicht erfüllen kann, das kann eher kontraproduktiv wirken und nicht motivierend. Die Befehle aus dem Kopf können nicht umgesetzt werden und das wirkt am Ende nur frustrierend und eben nicht aufbauend. Sich selbst etwas vorgaukeln bringt auch hier nichts, man glaubt ganz tief eh nicht dran. Am Besten ist es die Botschaft aus dem Kopf einfach zu halten und sich auf Dinge zu konzentrieren, die man beeinflussen und auf die man sich verlassen. Beispiele können sein „bleib groß“, „mach dich lang“ “ ruhig atmen“.

Mantras an Situationen anpassen

Nicht jedes Mantra ist für jeden Lauf geeignet. Je nach Lauf oder Einheit sollte man die Mantras an die Situation anpassen. Man muss nicht immer den Geschwindigkeitsteufel in sich entfachen. Manchmal muss es auch locker und einfach sein. So hatte Mona Stochhecke in Frankfurt “ Take it easy“ als Mantra. Aber manchmal läuft es auch einfach und man ist im Flow und das sollte man dann auch einfach genießen, hier können auch ein oder zwei kleine Wörter störend wirken. Das sind Situation bei denen man am besten an gar nichts denkt und den Flow genießt.

Wie weiß ich das es was für mich ist?

Ob die Strategie der Mantras was für dich ist kann man so pauschal nicht sagen, es bleibt wohl nur es auszuprobieren. Eben wie ein neuer Laufschuh muss auch ein Mantra zu einem passen. Am besten ist man testet es einfach mal im Training aus. Man läuft ja auch nicht einen neuen Schuh im Wettkampf ohne ihn im Training getestet zu haben. Wenn ihr euch im Training sch0n nicht auf euer Mantra fokussieren könnt und euch doof dabei vorkommt ist es nicht das richtige und ihr müsst weiter suchen. Ein Mantra muss passen wie der Lieblingslaufschuh.

 

Thoni Mara ( made in Germany)

„Thoni Mara made in Germany“.  Durch meinen Freund bin ich auf diese bunte Marke aufmerksam geworden. Seit diesem Jahr wird Florian von Thoni Mara im Bereich Laufen unterstütz und war vom ersten Tragen absolut begeistert von Passform und Trageeigenschaften. Das machte mich neugierig: was er gut findet, muss ich zumindest auch einmal testen. Made in Germany ist ja ein absolutes Qualitätsmerkmal, aber wo findet man denn das eigentlich noch? Viele Marken produzieren in Asien und anderen Billiglohnländern. Aber bei Thoni Mara wird noch ganz traditionell im sächsischen Erzgebirge produziert und zwar alles. Für mich war das ein besonderer Grund diese kleine, aber feine Marke mal genau unter die Lupe zu nehmen. So fragte ich an, ob ich nicht mal ein/ zwei Produkte testen könne.

Zu Thoni Mara selbst

Thoni Mara hat sich mit der Produktion von Laufklamotten ganz auf die Bedürfnisse der Läufer eingestellt. Aber wer ist eigentlich Thoni Mara?  Der Name stammt nicht etwa wie man vermuten könnte von dem Begründer der Firma ab, sondern ist ein Wortspiel aus der Bezeichnung des Marathonläufers, der auch Marathoni genannt wird und verschreibt sich eben genau dessen Bedürfnissen. 2007 wurde diese noch junge Marke von Christian Schwab, selbst Marathonläufer, gegründet. Das damalige Ziel war es, ein Shirt zu entwickeln, dass durch herausragende Funktionalität überzeugt, aber auch im Design den großen Marken um nichts nach steht. Produziert wird alles in Jahnsbach im Erzgebirge, früher Hochburg der Strumpfindustrie in Deutschland und genau diese Kenntnisse machte man sich für die Entwicklung jenes Shirts zu eigen. Hauptmerkmal von Thoni Mara ist, dass die Klamotten komplett nahtlos hergestellt werden und mit 10 hochmodernen Rundstrickmaschinen produziert werden. Die Färberei, die den Klamotten dann die bunten und leuchtenden Farben verleihen, sitzt ebenso in Deutschland, was ökologische Arbeitswege mit geringer Umweltbelastung bedeutet..

Stoffe und Eigenschaften

Der Stoff mit denen Thoni Mara arbeitet ist ein 2 lagiges Jersey aus 60% Polyamid 35% Polypropylen und 5% Elasthan. Dieses Fasergemisch ist besonders gut geeignet für die Herstellung von Laufbegleitung. Die Polypropylenfasern liegen auf der Innenseite, sind hydrophob und haben somit die Eigenschaft kein Wasser auf zu nehmen. Der Feuchtigkeitsabtransport wird dann durch die Polyamidfasern gewährleistet. Dieses System zeichnet sich somit durch eine schnelle Rücktrocknungseigenschaft aus. Zusätzlich haben diese Fasern noch eine antibakterielle Funktion, was einer Geruchsbildung vorbeugt und die Klamotten für längeres tragen eignet. Die Art der Verarbeitung ist komplett nahtlos. Die Shirts und Hosen werden sozusagen rundgestrickt, wodurch keine Nähte entstehen. Was für einen besonders angenehmen Tragekomfort sorgen soll und  für eine enorme Elastizität in alle Richtungen sorgt. DCIM100MEDIA

 

T- Shirt Sommer Preis 44,95 Euro

Shirt Eigenschaften: 60% Polyamid 40% Polypopylen

Beschreibung von Thoni Mara: High Tech Faser NILIT Breeze, hoher UV Schutz, kühlender Effekt, geringes Gewicht und Packmaß

Mein Eindruck: Schon beim ersten auspacken fühlte sich das Shirt sehr angenehm an, der Stoff ist sehr weich und dünn. Beim Testen der Elastizität zeigt sich dass das Shirt extrem dehnbar in alle Richtungen ist und man keine Nähte sieht. Beim ersten Lauf konnte ich keinen direkten Kühlungseffekt feststellen, jedoch hatte ich das Gefühl das sich die Wärme nicht so staute. Dieses Gefühl blieb auch noch bei großer Hitze. Reibestellen blieben komplett aus und ich hab gerne mal wunde stellen unter der Achsel. Nach langen und anstrengend Einheiten stellte ich beim Ausziehen zwar fest, dass sich das Shirt feucht anfühlte, aber ein Nässegefühl auf der Haut habe ich während des Laufens nie bemerkt. Auch von Schweißflecken war nie eine Spur. Die Stoffquallität hat bis heute kein bisschen nachgelassen. Es hat sich kein Faden gezogen und kein Fussel gebildet, was man schnell bei so einem dünnen Sotff denken könnte. Auch im Winter trage ich das Shirt sehr gerne beim Rad fahren oder Laufen als eine Art Unterhemd. Das ist zwar nicht seine Funktion aber klappt trotzdem prima. Der Geruch wird durch die speziellen Fasern minimiert und man kann es wirklich bei mehren Einheiten tragen, aber waschen muss man es trotzdem irgendwann.

Fazit:Für mich ein tolles Shirt, was ich den ganzen Sommer auf Herz und Nieren prüfen durfte. Esist nicht nur beim Laufen, sondern in vielen sportlichen Bereichen einsetzbar. Auch der Preis ist für mich gerechtfertigt, da die Qualität zu 100% stimmt und man lange Freude an den Klamotten haben wird. Auch“ made in Germany“ muss wieder ein bisschen subventioniert werden.

Das zweite Produkt war die Speed Pant für 114Euro

Eigenschaften: Polyamid 82% Polyehtan 18%

Beschreibung durch Thoni Mara: geringes Gewicht und Packmaß (50g/m²)  Teflonbeschichteter Stoff schmutz /ölabweisend, Schutz vor Wind und Regen

Mein Eindruck: Für mich jetzt keine spezielle Laufhose, da ich es beim Sport eher eng mag. Aber bei Wettkämpfen vorher und nachher ein toller Begleiter. Auch bei meiner Arbeit als Physiotherapeutin habe ich die Hose sehr oft an. Egal wie man sie in eine Tasche knautscht, sie findet immer ein Plätzchen, da man sie winzig klein zusammen falten kann und am Ende kommt sie auch faltenfrei wieder raus. Die schmutzabweisende Funktion zeigt sich im Alltag als sehr sinnvoll,bspws beim Camping und Zeltaufbauen, lassen sich Staub und Dreck einfach rausschütteln und setzten sich nicht in die Fasern. Auch andere Flecken lassen sich einfach mit einem feuchten Tuch entfernen. Für mich als Fleckenmonster ein absoluter Hit. Ansonsten hat die Hose eine tolle Trageeigenschaft, wodurch sie nicht nur vor/ nach Wettkämpfen und im Urlaub, sondern auch in meinem Beruf als Physiotherapeutin zum Einsatz kommt, zugleich sie auch nicht wie übliche Jogginghose ausschaut.

Fazit: Für mich der absoluter Allrounder von den zwei Produkten, sowohl im Alltag als auch im Sport hat mich die Hose total überzeugt und kommt regelmäßig zum Einsatz. Den Preis finde ich absolut gerechtfertigt und im Vergleich mit änlichen Produkten anderer Anbieter liegt die Hose im Mittelfeld.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Thoni Mara für die Klamotten, die ich auch nach dem Test behalten durfte und war überrascht, wie funktionell durchdacht diese kleine Marke doch ist. Mich hat sie überzeugt und ich schreibe diesen Test ehrlich und mit bestem Wissen und Gewissen. Auch nach diesem Test werde ich nicht von Thoni Mara gesponsert oder unterstützt.

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absolut Kult der Kult Triathlon im Allgäu

Als letzten Vorbereitungswettkampf für die Challenge Walchsee Kaiserwinkel hatte ich mir den Allgäutriathlon in Immenstadt ausgesucht. Ebenso anspruchsvoll wie der Heidelbergman und gespickt mit Höhenmeter auf Laufstrecke und Radstrecke sollte die letzte Power in die Beine kommen um auch auf der anspruchsvollen Mitteldistanz in Tirol bestehen zu können.

Um noch ein paar Höhenmeter in die Beine zu bekommen und uns ausgiebig die Rad- und Laufstrecke anschauen zu könne reisten wir schon eine Woche vor dem eigentlichen Wettkampf ins Allgäu und genossen das tolle Wetter und die Natur. Im Voralpenland lässt sich hervorragend trainieren und auch vom Alltagsstress kann man dort hervorragend abschalten. Von Kuhglocken morgens geweckt starteten wir in jeden neuen Tag und ich war gespannt welche Herausforderung heute auf mich wartete. Im Vorfeld hatte ich einige Hürden zu überwinden, neben falscher Übersetzung auf dem Rad und gerissenem Einteiler zeigte auch eines morgens mein Akku der Di2 nur noch rot statt grün.

Pünktlich zum Wettkampfwochenende stellte sich der für diesen Wettkampf typische Wetterumschwung ein, was mehr Regen und ca.10 Grad weniger bedeutete. Im Netz laß man schon von einer Namensänderung von Kult zu Kalt. Dieses Wetterphänomen  konnten wir schon im letzten Jahr bestaunen als ich mich bei meinem Staffelstart bei 14 Grad Außentemperatur in den Alpsee stürzen durfte. Zum Glück sollte es nicht so schlimm werden.

Durch die zentrale Lage unseres Campingplatzes waren wir morgens schon mitten drin im Wettkampfgeschehen. Die Wechselzone direkt in der Nachbarschaft und der Schwimmstart nur 400m entfernt, machte den morgen um einiges entspannter. Nach dem Frühstück, checkte ich quasi im Schlafanzug mein Rad ein und bereitete alles vor. Bisher blieb noch alles trocken. Durch die verschiedenen Distanzen war mein Start um 9:10, 1:10 nach Flo, was mir die Möglichkeit verschaffte ihn beim Schwimmausstieg zu sehen. Nach dem er schnell und gut aufs Rad gewechselt ist konzentrierte ich mich auf meinen Wettkampf und begann mich warm zu machen. In der Deutschenmeisterschaftswertung fühlte ich mich extrem unwohl, es war ja auch mein erster Start bei nationalen Meisterschaften. Schließlich wollte ich hier nicht auf Titeljagd gehen, sondern nur einen harten Wettkampf machen. Wir Mädels starteten pünktlich um 9:10 alleine in einer Startgruppe, das machte das Schwimmen zu Beginn sehr entspannt, doch nach ca. 900m erreichten wir nach einer Runde im See den Bühler Hafen, in dem sich doch eine Vielzahl der Männer befanden, die in den Startgruppen vor uns waren. Ab hier war es mit dem entspannten schwimmen vorbei. Beim Landgang hatte man das Gefühl anstehen zu müssen und auch danach musste man sich durch zahlreiche Brustschwimmer und langsamere Männer kämpfen. Noch dazu  kam, dass nun auf der langen Geraden Richtung Schwimmausstieg sich das Wetter verschlechterte. Es regnete und auch der Wind nahm enorm zu, wodurch einige Wellen einen durch das Wasser schüttelten.Ich für meinen Teil kam dabei ganz schön aus dem Rhythmus und lies doch einiges an Zeit im Alpsee liegen. Nach dem langen Weg in die Wechselzone, schob ich nach ca. 32 Minuten mein Rad auch raus. Durch die Schwimmzeit war ich doch ein bisschen enttäuscht und musste mich auf dem Rad erst ein bisschen fangen, was doch ein paar Km gedauert hat. Die Zuschauer am Kalvarienberg trugen ihren Teil dazu bei, dass ich nicht wie viele andere bei 17% Steigung  absteigen musste.Erst kurz vor dem Berg in Niedersonthofen merkte ich, dass doch noch was nach vorne geht und fing mich wieder. Ab da lief es wie am Schnürrchen, ich hatte mich in einer Gruppe von Männern festgebissen und machte auch im Damenfeld einige Positionen gut, diese Position konnte ich bis zum Wechsel behaupten. Nach 1:32 wechselte ich in die Laufschuhe. Jetzt wollte ich nur noch einen super Lauf hinlegen, wenn schon schwimmen und radeln nicht optimal lief, wollte ich mir wenigsten zeigen, dass beim Laufen alles stimmt und gab ab den ersten Metern Gas, was sich auch auszahlte, denn auch hier konnte ich Boden gut machen. Die wellige Laufstrecke ist nicht weniger anspruchsvoll wie die Radstrecke. Die Kräfte mussten eingeteilt und ein paar Körner mussten noch für den Kuhsteig aufgehoben werden. Ein ca. 300m langer Anstieg auf dem sonst die Kühe auf die Wiesen getrieben werden mit mehr als 20% im steilsten Anstieg musste man dort hinauf, bis man dann bis Immenstadt die Beine ein bisschen locker machen konnte. Die Stimmung auf dem Marktplatz in Immenstadt war super, angefeuert durch die Fans konnte ich auf den letzten km nochmal richtig Gas geben. Schließlich wusste ich jetzt geht es nur noch ins Ziel. Keine Anstiege mehr, kein Kuhsteig mehr, sondern nur noch nach Bühl ins Ziel. Die letzten Meter waren super. Die Beine fühlten sich gut an. Die Mädels vor mir in Sichtweite doch zu weit weg um sie auf den letzten km einzuholen. Im Ziel angekommen war ich total fertig. Beim Laufen hab ich alles rausgeholt und konnte super zu frieden sein, nie zuvor bin ich bei einem Triathlon eine 46er Zeit gelaufen . Auch auf dem Papier sah es dann besser aus wie erwartet: Mit dem 31. Gesamtplatz und 4. Platz in meiner Altersklasse lag ich weit über meinen Erwartungen. Bei der DM Wertung wäre auch mit Schwimmbestleistung und ein paar Minuten schneller auf dem Rad nicht mehr drin gewesen. Bei allen Höhen und Tiefen während des Wettkampfes so wohl emotional als auch witterungsbedingt, waren immer Zuschauer an der Seite, die wirklich jede/n Starter/in anfeuerten und motivierten. Genau diese Stimmung macht den Kult Triathlon wirklich zum Kult und das schon 34 Jahre.

Im Ziel sah ich dann schon Flo stehen, der leider auf der ersten Runde in einer super Position das Rennen wegen einem Defekt aufgeben musste. Mit ein paar Tagen Abstand haben sich bei uns beiden die Emotionen ein bisschen gesetzt. Ich bin nun mehr als zufrieden mit meinem Wettkampf. Ich wollte einen harten Wettkampf und bekam einen harten Wettkampf. Wir beide blicken nun nach vorne Richtung Challenge Walchsee und sind motiviert zum Saisonabschluss nochmal alles zu geben.

 

 

 

Winterlaufserie Jügesheim/ erster Streich in 2016

Eigentlich war das alles anders geplant. Normalerweise beschließe ich das Jahr mit einem der Silvesterläufe, die in der Umgebung von Offenbach statt finden. Dieses Jahr fiel die Entscheidung nicht schwer, an Silvester nicht zu laufen. Das Wetter war miserabel und die Motivation im Keller. Es war kalt, regnete und irgendwie waren die Beine auch nicht so als ob sie bereit wären für einen 10er.  Also entschloss ich mich mal dagegen. Die Möglichkeit am 03. Januar in Jügesheim zu starten war doch zu verlockend. Ich hoffte insgesamt auf besseres Wetter und bessere Beine.

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Happy new year. 2016 fängt gut an!!!!

Nach meinem Silvesterkater, also nachdem quasi der Kater namens Silvester verschwunden war, wurde der Wunsch auf bessere Beine erstmal nicht erfüllt. Auch das Wetter zeigte sich nicht besser als am 31.12, eher schlechter. Es war kälter und es regnete richtig. Das einzig Positive: Die Waldwege in Jügesheim sind gut befestig und eine schmierige Schlammlacht wird weitestgehend ausbleiben. Eher unmotiviert packte ich meine Sachen und zog mich an. Alleine machte ich mich auf den Weg zum Sportplatz. Wetter scheiße, sau kalt und es hörte einfach nicht auf zu regnen. Vor Ort meldete ich mich nach. Zum Glück hatte der Veranstalter die Heizungen in den Umkleiden angeschmissen, so versuchte ich so lange es ging mich dort auf zu halten. Doch irgendwann war der kleine Raum voller Frauen und auch der Geruch nach schon Mal gebrauchter Sportbekleidung trieb mich nach draußen.

Draußen regnete es immer noch. Insgesamt ein eher trauriger Anblick wie sich die Läufer so warm machten. Die, die da waren, waren hauptsächlich Läufer der Serie und mussten laufen, um dabei zu bleiben. Ich wollte meine Formtesten und schauen wie weit ich noch von der 45:xx weg bin. Der Rest, keine Ahnung. Das warmlaufen war mäßig erfolgreich, warm wurde es mir erstmal nicht, aber irgendwie merkte ich, dass sich die Beine nicht all zu schlecht anfühlten. Also entschloss ich mich von Zeit verwalten, zu volle Attacke.

Kurz vor 15 Uhr versammelten sich alle Läufer an der Startlinie. Es regnete immer noch, aber die Kälte war erträglich, so eng an einander ließ sich das Warten aushalten. Pünktlich fiel diesmal der Startschuss und alle rannten los. Wie immer erstmal im Sprinttempo, bis die ersten vom Laktat in den Beinen auf den ersten 500m gebremst wurden. Das Feld brauchte ca. 1,5 Km bis sich alles geordnet hatte. Wie immer überholte man Anfangs viele Läufer, die viel zu weit vorne für ihr Lauftempo standen. Doch schnell konnte man relativ frei laufen. Bis km 5 lief es eher unrund für mich. Die Beine waren gut doch irgendwie fand ich nicht so richtig den Rhythmus, ich lag aber immer noch total im Soll. Kurz nach km 5 lief ein Mann mit neongelber Jacke neben mich. Sein Laufrythmus fühlte sich gut an und auch seine Schrittfrequenz passte gut. Auch die GPS Uhr zeigte mir, dass er genau mein Mann ist, 4:35-4:27min/km. Das ist perfekt. Ich entschloss mich so lange wie es ginge an ihm dran zu bleiben und das klappte perfekt. Ich schaute fast gar nicht mehr auf meine Uhr, denn egal was da stand, ich lief maximal. Mehr wäre nicht drin gewesen. Die letzten 5 km liefen wir Seite an Seite bis 10m vors Ziel. Links neben dem Ziel stand die Zeitnahme und ich konnte erst kurz vor dem Zielbogen einen Blick darauf erhaschen. Wahnsinn, insgeheim hab ich auf ein 46 spekuliert, aber dass sie da am Ende wirklich steht, hätte ich nicht gedacht. Mit einer Endzeit von 46:46 konnte ich meine aktuelle Bestzeit um 1:01min verbessern. So kann und darf 2016 ruhig weitergehen. Happy, aber nass bis auf die Unterhose zog ich mich schnell warm an, wechselte die Socken und führ nach Hause um eine lange und sehr warme Dusche zu nehmen; der Lohn für diesen Lauf.

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46:46 neue Bestzeit!!!! Aber total fertig!!!