TCE Run 10km/ ein erfolgreiches Wochenende

Dieses Wochenende konnte ich viele wichtige und aufschlussreiche Erkenntnisse bezüglich meines Trainingsstands sammeln. Als erstes durfte ich Samstag für einen anderen Athleten bei einem 1500m Test einspringen. Für mich nicht irgendein 1500m Test, zum Ersten die ersten 1500m am Stück in 2016 und zum Zweiten fand der Test im Rahmen der süddeutschen Meisterschaft auf der Rosenhöhe statt. In diesem Rahmen wurde es uns Triathleten ermöglicht diesen Test unter absoluten professionellen Bedingungen zu schwimmen. Pro Bahn ein Athlet und alle 100m löste man an der Messplatte seine Split- und Endzeit aus. Für mich total spannend, da ich noch nie eine 100%ig genaue 1500m Zeit hatte und zum anderen, wie kontinuierlich ich die 1500m am Ende geschwommen bin. Um 9:30 ging es los und 27,12 min später schlug ich an der Wand an. Ich war total baff, da ich niemals mit dieser Zeit gerechnet hätte; mein Aufwand in der Auftaktdisziplin war dieses Jahr eher minimalistisch. Die zweite Überraschung folgte kurz darauf als ich den ersten Blick auf meine Splitzeiten werfen durfte. Im Grunde konnte ich keinen Einbruch erkennen. 1500m fast konstant geschwommen, Wahnsinn. Der Test lässt zwei Schlüsse zu. Entweder kommt man auch mit weniger schwimmen vorwärts und belasse es so, oder ich gebe jetzt endlich mal Gas und dieses Jahr geht richtig was nach vorne. Ich hab mich jetzt erstmal für Zweiteres entschieden und bin jetzt total motiviert zu schauen was noch möglich ist.

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Nach dem Samstag beschloss ich den Sonntag einfach auf mich zu kommen zu lassen. Nach dem schlechten Lauf in Jügesheim Anfang Februar waren meine Erwartungen nicht all zu hoch an den Lauf. Ich freute mich auf einen schönen Tag bei der Triathlon Convention, auf ein bisschen Sport und dann shoppen und vor allem viele nette Leute zu treffen. Bei kalten Temperaturen und eisigem Wind machten Flo und ich uns morgens auf den Weg Richtung Langen/ neue Stadthalle. Dort angekommen beschäftigte uns ausgiebig die Bekleidungsfrage. Was zieht man an, es war eisig kalt und der Wind biss richtig im Gesicht. Wie warm wird es einem beim Laufen werden? Ich entschied mich für eine 3/4 Hose und der Mann für Lang/Lang ;-).  Vor Ort trafen wir viele bekannte Gesichter  aus den hiesigen Vereinen. Mit Jana , Simon und Ann-Kathrin lernten wir auch neue nette Leute kennen.

Durch nette Gespräche verging die Zeit bis zum Start wie im Flug und um punkt 11 Uhr fiel der Startschuss für die 10km. Gelaufen wurde hinter der Stadthalle in Langen auf einer 5km Runde mit 2 Wendepunkten. Die Strecke führte zum größten Teil über freies Gelände, wo man die ganze Kraft des Windes zu spüren bekam. An manchen stellen flog man förmlich über den Asphalt und hinter der nächste Kurve musste man mit voller Kraft gegen den Wind ankämpfen. Bis km 6 konnte ich meine angepeilte Zeit gut halten und war voll auf Kurs die 45 min zu knacken. Doch danach kam der Hammer. Das unrunde Laufen mit Wendepunkten und der Wind zogen mir total den Stecker und die letzte Runde musste ich ordentlich kämpfen. Noch dazu kam, dass  mir in den letzten Wochen etwas die Umfänge gefehlt haben, durch meine Erkältung legte ich eher den Fokus in den letzten Einheiten auf Intensität anstatt km zu schruppen. Dies rächte sich die letzten km ordentlich. Auf dem letzten Km legte ich nochmal alles rein; wenn schon keine 45 dann wenigstens neue Bestzeit. Flo feuerte mich die letzten 60m nochmal richtig an und so konnte ich mit einer Zeit von 46:31 die Ziellinie überqueren. Bei solch einem harten und kräftezehrenden Lauf  bin ich mit der Zeit mehr als zufrieden. So konnte ich auch beim Laufen meine Trainingsleistung bestätigen. Seit dem Sommer konnte ich meine Zeiten von Lauf zu Lauf sukzessive verbessern und bin nun gespannt was dieses Jahr noch so möglich ist.

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Nach dem Wettkampf besuchten wir noch die Triathlonmesse und schlenderten entspannt über die Messe, knüpften Kontakte und besuchten alte Freunde und Bekannte. Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung, bei der Siegerehrung durften erstmals Flo und ich zusammen auf das Podest. Sowohl ich als auch er belegten mit unserer Leistung den 2. Platz in der Altersklasse 30, was der Zufriedenheit an dem Wochenende die Krone aufsetzte.

Jetzt wird in den kommenden Wochen weiter an der Leistung gefeilt, bis dann endlich bald die Saison beginnt und wir hoffentlich nicht nur in den Einzeldisziplinen glänzen können, sondern endlich unserer Leidenschaft, dem Ausdauerdreikampf Gas geben können. Ich scharre schon mit den Hufen und freue mich auf meinen ersten Triathlon.

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I did it HM Bestzeit beim Auwaldlauf in Hommertshausen

Am Samstag war es endlich soweit, ich war gesund und fit und endlich durfte ich meinen Halbmarathon laufen. Auf den hab ich mich nun unfreiwillig zwei Wochen länger vorbereitet als ich eigentlich wollte. Aber egal ich wollte es unbedingt und war bis unter die Haarspitzen motiviert.

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Der Tag startete schon sehr früh. Obwohl erst um 15 Uhr der Startschuss für meine 21,1km fiel stand ich um 7:00 Uhr morgens schon auf, da mein Freund seit kurzem bei den Masters mit schwimmt und die um 8:30 zum Schwimmtraining läuteten. Alleine Frühstücken macht eben nur halb so viel Spaß. Außerdem merkte ich schon Freitag Abend deutlich meine Vorstartspannung und das Bad der Gefühle wechselte von fit zu nicht fit, gute Beine schlechte Beine und die Wade zwickt schon wieder. Da wollte ich nicht alleine nervös auf meinem Honigbrötchen raum kauen.

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Um zwölf Uhr wollte wir Richtung Hommertshausen los fahren, da es ein Stückchen weiter weg ist. Die Zeit dazwischen überbrückte ich mit Wäsche waschen, GZSZ schauen und Beine dehnen. Ich legte mich aufs Sofa, ging aufs Klo und zog mich schon mal meine Wettkampfklamotten an. Gefühlt ging die Zeit einfach nicht rum und ich hatte immer mehr Zweifel ob ich überhaupt fit genug war und rechnete mir alles schön. Eine 1:45.59 ist auch ne 1:45 und eine 1:46:24 ist immer noch Bestzeit. Endlich war es soweit Flo kam nach Hause und wir packten unsere Sachen und fuhren los. 1:25 zeigte das Navi an, noch mehr Zeit sich Gedanken zu machen und mit sich zu hadern dachte ich mir, aber die Zeit ging schnell rum. Um 13:00 kamen wir in Hommertshausen an. Irgendwo im nirgendwo. Die Organisatoren waren noch rege mit dem Aufbau beschäftigt und ich sah noch keinen einzigen Läufer. Also hieß es wieder, Zeit tot schlagen. Umgezogen war ich schon, also schaute ich, dass ich keinen Hunger bekam, aß eine Banane, dann einen Riegel und endlich kamen die ersten Läufer. Nicht viele, aber ich wusste, dass ich nicht alleine an der Startlinie stehe werde. Dass es nicht viele werden war mir klar. Schließlich sind wir nicht in München, Hamburg oder Frankfurt. Am Ende waren es fast 80 Läufer. Nun kam endlich die Zeit sich ein bisschen warm zu laufen. Wo die Strecke lang ging wusste ich immer noch nicht, also lief ich einfach ein bisschen die Straße hoch und runter. Ein bisschen Lauf ABC, ein Paar Sprünge und 3 Steigerungsläufe. Eben das was ich immer mache vor einem Lauf. 3 Runden a 7 km lagen vor mir und ich versuchte mir das Rennen ein bisschen im Kopf einzuteilen. Egal wie, ich war bereit: So weit sind wir jetzt gefahren jetzt wird es durchgezogen und ich hatte einfach Bock einen Halbmarathon zu laufen.

Relativ pünktlich fiel dann der Start um 15 Uhr und alle starteten zusammen, auch die  7km Strecke. Unterscheiden konnte man die Läufer nicht, wodurch wohl viele das Rennen zu schnell angingen, inklusive mir. Es lief super, die ersten 7 km gingen wirklich fantastisch, nach 33 min kam ich das erste mal an Flo vorbei. Viel zu schnell aber bisher fühlte ich mich gut. Die Strecke war ok, man konnte sie sich gut einteilen. Es war alles drin. Leicht bergauf, leicht bergab, Straße, Wiese und Waldwege wechselten sich ab, es machte wirklich viel Spass dort zu laufen. Ich dachte immer nur an 7km, Runde für Runde, und ich versuchte gar nicht die 21 km in meinen Kopf zu lassen. Nach der ersten Runde dünnte sich das Feld enorm aus. Es hatten sich doch mehr für die 7km entschieden als ich dachte. Jetzt musste ich mein eigenes Rennen lauf um mich herum war nicht viel los. Aber auch die 2. Runde lief erstaunlich gut. Als ich wieder an der Ziellinie vorbei lief sagte mir Flo, dass ich nur 20 sec langsamer war als auf der ersten Runde. 14km geschafft jetzt nur noch eine Runde, nur noch einmal 7 km, aber das wurden die härtesten. Es gab keine Stimmungnester, keine Hotspots und auch keine Musikkapelle die spielte. Ich war alleine auf meinen letzten 7km. Ich, zwei Haflinger und zwei Kuhherden. Vor und hinter mir ein paar Läufer. An diese versuchte ich mich ran zu saugen. Die Abstände zu halten war mein Ziel. Aber der Blick auf meine Uhr und das Gefühl meiner Beine sagten mir, dass es harte letzte Kilometer werden. Ich rechnete im Kopf Splitzeiten hoch und runter, auch um mich ein bisschen abzulenken. Kein Mensch auf der Strecke, das ist echt hart für den Kopf. Erst auf dem letzten Kilometern standen ein paar Leute, versammelt um einen Streckenposten, die klatschten und einem motivierende Sachen zu riefen. Ich versuchte nochmal Gas zu geben und als ich in die Straße abbog, in der das Ziel sich befand, merkte ich, dass ich mich die ganze Zeit verrechnet hatte. Ich schaffe es. Das Ziel lag bergab, ich ließ es nochmal richtig rollen und als ich den Sprecher meinen Namen in Verbindung mit 1:44 sagen hörte, riss ich die Hände nach oben und lief überglücklich durch das Ziel. Ich habe es geschafft. Ich war vom Kopf und vom Körper fix und fertig. Aber echt happy: Ich bin an meine Grenzen gegangen, habe alles rausgeholt und bin dafür belohnt worden. Insgesamt wurde ich auch noch 4. Frau, Platz 3 lag in Sichtweite, aber doch echt weit entfernt.

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Mein Resümee: Ein toller Lauf, schöne 3 Runden, die ein bisschen anspruchsvoll sind und somit nicht ultraschnell. Für 8 Euro kann man, glaube ich, nirgendwo günstiger einen Halbmarathon laufen. Auch wenn ich kleine und familiäre Veranstaltungen echt mag und toll finde: Bei 21km hilft es ein wenig, wenn ein bisschen was los ist auf der Strecke. Gerade wenn man kämpfen muss.Kühe und Pferde sind nicht die besten Motivatoren und ich konnte einfach nicht verstehen was sie mir sagen wollte.

Ich hatte Spaß und habe mein Saisonziel erreicht und mich sowohl auf 10km als auch auf dem Halbmarathon wahnsinnig verbessert. Bleibt in Bewegung. Ich mach erstmal OFF.

meine Bestzeiten

Laufen

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5km: 27:12 (06.04.2014) I Lauf Gelnhausen

10Km: 46:46 (03.01.2016) Winterlaufserie Jügesheim 3. Lauf

Halbmarahton: 1:44:23 ( Halbmarathon Hommertshausen)

Schwimmen

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400m: 7:19

750m 15:33 (See)

1500m 27:12 (eosc 1500m Test 26.02.2016)

1900m 37:12

2000m

Rad

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20km

40km

90km: 03:03:00 Challenge Walchsee Kaiserwinkel