Goodbye 2016 und hallo 2017. Mit Vollgas ins neue Jahr!

2016 ist Geschichte und mit dem Silvesterlauf haben wir das Jahr auch sportlich gesehen erfolgreich hinter uns gelassen. Ein Jahr voller toller Ereignisse, ein tolles Jahr. Ich habe meine erste Mitteldistanz absolviert und den nächsten Schritt sportlich gesehen gemacht. Ein gutes Ergebnis nach dem anderen. 4. AK 30 bei der DM, eine tolle erste Mitteldistanz und zum Schluss der Aufstieg mit meinem Team in die 2. Bundesliga Süd waren nur ein paar tolle Momente für mich. Insgesamt konnte ich mich in jeder Disziplin weiter entwickeln. 2016 war ein tolles Jahr für mich und 2017 soll dem um nichts nachstehen, doch was ist geplant? 2017 wird groß.

2. Bundesliga Süd

Durch den 2. Tabellenplatz in der Regionalliga konnten wir Girls vom TV Bad Orb uns das Aufstiegsrecht für die 2. Bundesliga Süd sichern, was wir auch mit Stolz annahmen. Mit Bundesliga hatten wir bisher keine guten Erfahrungen gemacht. 2015 bekamen wir schon mal die Chance in der deutschen Premiumklasse zu starten. Die Saison war naja, ich persönlich absolvierte kein einziges Rennen in der 1. Buli. Nächstes Jahr soll es jedoch anders werden. Alle sind motiviert und wollen eine super Saison hinlegen, so auch ich. Das Resultat ist, die Anzahl der Schwimmeinheiten wird erhöht. Ich versuche nun wirklich 3 Mal die Woche ins Wasser zu gehen um in der ersten Disziplin glänzen zu können. Mal schauen ob sich die harte Arbeit auszahlt. Unsere Termine sind: Neckersulm, Woogsprint Darmstadt, Rothsee Triathlonfestival, Fritzlar und last but not least Baunatal. Ich bin jetzt schon total aufgeregt, weil Windschattenrennen so total anders sind wie das was ich bisher gemacht habe.

BASF Cup

Einzelne Rennen der Serie stehen schon immer fest in meinem Wettkampfkalender, weil sie einfach ehrliche Rennen sind. Die Serie bietet anspruchsvolle Rennen mit vielen Höhenmetern, so dass auch ein olympische Distanz eine Herausforderung wird. Mit Maxdorf wird auch meine erste Mitteldistanz im Rahmen des Cups absolviert, danach soll Ladenburg und Viernheim folgen. Mein neues Lieblingsrennen, den Heidelbergman müssen wir jedoch ausfallen lassen, da an dem Wochenende der Ironman in Zürich statt findet, bei dem Flo an der Startlinie steht und ich natürlich am Streckenrand.

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2 Mitteldistanzen

Maxdorf steht schon fest, doch eine zweite sollte noch her, da bin ich noch sehr unentschlossen. Zum Ende der letzten Saison war alles schon fest geplant jedoch änderten einige Veranstaltungen ihr Austragungsdatum, wodurch alles durcheinander gewürfelt wurden. Momentan hab ich mich für meine zweite Saisonhälfte noch nicht entschieden, mal schauen was es wird. Die Entscheidung wird wohl zwischen dem Kult im Allgäu und der Challenge Walchsee fallen. Für mich zwei Herzenswettkämpfe.

Marathon

Nach einer langen Saison werde ich mich für diesen Punkt wohl spontan entscheiden. Da ich mit einem Auge schon in Richtung 2018 schiele, wäre es glaub ich gut hinter diesen Punkt einen Hacken zu machen. Jeder Läufer sollte ja irgendwann mal ein Marathon gelaufen sein. Aber ob ich nach einer langen Saison dann noch bereit bin für lange Läufe, entscheide ich wohl aus dem Bauch im August. Vom Termin her wird es dann wohl der Heimmarathon in Frankfurt werden.

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Die Planung für 2017 ist fast komplett im Sack. Mit dem Silvesterlauf am 31.12.2016 habe ich sportlich das alte Jahr mit einem guten Bauchgefühl für 2017 verlassen. Ich bin zuversichtlich, dass 2017 genauso gut, wenn nicht sogar noch besser als 2016 wird. Ich freue mich schon jetzt auf alles was auf mich zu kommt. Auf jeden Laufkilometer, auf jeden Armzug im Wasser und viele schöne Radausfahrten.2017 ich bin bereit dich zu rocken und gespannt welche Überraschungen du für mich bereit halten wirst.

 

 

 

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My Way. Wie alles begann. / der erste Triathlon und eine Schwimmwette.

An meinen ersten Triathlon kann ich mich ganz genau erinnern. Ich war nervös ohne Ende, die Vorbereitung war eher mässig und mein Equipment zusammen gebastelt und ausgeliehen. Anfang September, genau am 6. September 2012 begann mein Leben als Triathletin. Heute ist da für mich schon die Saison vorbei, damals fing es gerade erst an. Am Alzenauer See beim Volkstriathlon wurde mein eigenes Triathlonfeuer entfacht. Aber wie kam es dazu?

Sportlich hab ich schon einiges gemacht; turnen, tanzen, Handball und Skifahren standen schon auf meiner Liste. Aber wie das so ist, die Umgebung und das Elternhaus prägen einen und ein Ausdauersportler geschweige denn ein Triathlet, hatte sich in mein Umfeld als Jugendlicher nie verirrt. Ich hörte von Menschen die Marathon oder Halbmarathon liefen aber von Triathleten hatte ich im beschaulichen Vogelsberg noch nie gehört. Nach dem Umbau unseres Schwimmbades in ein Spassbad existierte kein Schwimmverein mehr, Leichtathletik wurde eher stiefmütterlich im Sommer von Turnern bestritten und Rennrad fuhren nur alte Männer, so mein Bild der 3 Sportarten bis zu meinem Umzug nach Offenbach.

2009 änderte sich mein Leben enorm. Ich wurde erwachsen. Meine Ausbildung lag hinter mir und beruflich musste ich nach Offenbach am Main ziehen. Dieser Umzug änderte vieles. Auf einmal hatte ich eine Marathoni, eine Mountainbikerin und einen Triathlet als Arbeitskollegen und ich musste durch eine alte Verletzung das Handball spielen aufgeben. Anfangs versuchte ich mich alternativ im Fitnessstudio fit zu halten. Aber ich merkte schnell, dass sowas nicht ganz mein Ding ist. Irgendwas musste ich finden, ich habe schon immer Sport gemacht, so einfach fit halten ist einfach nicht mein Ding. Ich brauche ein Ziel und vor allem Struktur. Durch meinen Bruder und durch meine Arbeitskollegin Lotte kam ich mit dem Mountainbike in Kontakt. Auf ihrem alten Esel lernte ich die Trails im Taunus zu bezwingen und kam das erste mal so richtig mit einem Ausdauersport in Kontakt. Durch sie lernte ich die Liebe zum Radfahren kennen. Es folgte mein erster Wettkampf und da war die Motivation und der Ehrgeiz war geweckt. Auch in meinem Patientenumfeld tummelte sich auf einmal Marathonis und Triathleten. Zwei von ihnen sind heute Teamkollegen/innen. Nun lässt sich die Brücke zum Triathlon leicht schlagen 😉

Mein Triathloneinstieg hab ich besonders meiner damaligen Patientin und heutigen Freundin Aldona zu verdanken. Ihr Laster, das Rauchen bescherte mir meinen ersten Schwimmunterricht. Grundlage dafür war eine Wette, 1000m kraulen gegen Nikotinentzug. Da war ich sofort dabei. Ich stellte mich dieser Aufgabe, mit Freude und Begeisterung. Rauchen find ich sowas von unsinnig. Ich war motiviert und sie schlug zwei Fliegen mit einer Klappe. In einer heimtückischen Verkupplungsaktion lernte ich an einem Abend in einer Offenbacher Pizzeria, meinen Schwimmtrainer und heutigen Freund kennen. Durch das morgendliche Training waren die nächsten Dates gesichert. Ich war mega motiviert und strengte mich ordentlich an und nach 6 Wochen konnte ich 1000m kraulen. Die Wette war geschafft. Aber Aldona, noch mitten in ihrer Kreuzbandrisskrise und noch nicht annähernd soweit das rauchen aufzuhören, wie ich mit schwimmen, benötigte noch mehr Zeit. Also musste eine neue Aufgabe her und alle waren der Meinung ,es wäre Zeit für einen Triathlon. Ich zweifelte noch ein wenig am meiner Triathlonkarriere und so wurde ich auf eine kleine Reise eingeladen. Zielort Rothsee, Langdistanz Challenge Roth. Ein Freund und ebenfalls Patient machte sich dort auf die lange Reise von 3,8km Schwimmen 180km Rad fahren und 42km laufen und ich/ wir waren das Supporterteam. Flo erhaschte noch einen Platz in einer Staffel als Schwimmer und so war ich auf einmal mitten drin. In Roth im Herzen des Triathlons. An diesem Wochenende geschah es dann, am Fuße vom Solarer Berg bei strahlendem Sonnenschein wurde das Triathlonfieber entfacht. Dieses Erlebnis, diese Energie und der Spirit an diesem Tag bereiten mir immer noch Gänsehaut. Das war der erste Triathlontag in meinem Leben.

Danach fing ich an zu trainieren: schwimmen, Rad fahren und laufen. Der Sommer war schon im vollen Gange und um einen Volkstriathlon zu schaffen musste ich noch ein bisschen trainieren. Wann war ich bereit? Wie fit muss man sein um sowas zu schaffen? Im August schaute ich dann, was bei mir so in den nächsten Wochen traithlonmässig so los ist. Ich wollte auch unbedingt eine nicht so große Veranstaltung für meine Debüt, die Angst mich zu blamieren war doch sehr groß. Am 6. September 2012 beim Alzenauer Triathlon  war es dann soweit, 550m Schwimmen im See, 20km Rad fahren und 5km laufen. Mein erster Triathlon, es war unfassbar hart aber es hat auch wahnsinnig Spaß gemacht. Aldona war natürlich als mein ganz persönlicher Fan dabei. Schließlich war sie ja auch irgendwie verantwortlich für alles, durch ihre besondere Art mit einer gewissen Leichtigkeit und Freude diesen Sport zu betreiben, hat sie mich infiziert.Ab da begann meine Triathlonreise bis heute. Die Ziele wurden immer ein bisschen größer und ich wurde immer ein bisschen bessern. Dieses Jahr stelle ich mich einer neuen Herausforderung, der Mitteldistanz. Aber der erste Triathlon bliebt mir immer in meinem Kopf und bleibt was besonderes.

Frankfurter Halbmarathon/vom Winde verweht

Bei frischem, aber doch frühlingshaften Wetter, machte ich mich früh morgens um acht Uhr auf den Weg Richtung Commerzbankarena in Frankfurt. Da schon zu Beginn des Jahres alle per Voranmeldung zu Verfügung stehenden 5500 Startplätze vergriffen waren musste ich mich um einen der begehrten Nachmeldeplätze bemühen. Um kurz nach acht kam ich mit der S9 am Stadion in Frankfurt an und stürzte mich in das Treiben rund um das Stadion. Noch 500 Nachmeldeplätze standen zu Verfügung. Quer durch die Menschenmasse kämpfte ich mich zu dem Schalter über dem mit großen Buchstaben NACHMELDUNG stand. Schnell füllte ich den Zettel aus, da sich immer mehr Läufer an den besagten Schalter drängten. Die 30Euro auf den Tisch und schon hatte ich meine Startnummer. Ein Glück. Die erste Hürde ist geschafft. Jetzt waren es noch fast 2 Stunden bis zum Start. Alleine schaute ich mich in aller Ruhe um und versuchte mich auf dem sehr großen Gelände zu orientieren. An solch einer großen Veranstaltung hab ich bisher noch nie teilgenommen. So viele Leute, da konnte man schon schnell die Orientierung und den Überblick verlieren.

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Um halb zehn begann ich mit meiner Vorbereitung, ein bisschen warm laufen, ein bisschen Lauf ABC und ein bisschen im WK Tempo. Meine Gedanken waren dabei gar nicht mal so bei den 21 km sondern nur bei meiner Wade. Was macht sie? Zwickt sie, wie fühlt sie sich an und kann ich überhaupt richtig schnell laufen. Seit Mittwoch hatte ich mit enormen Wadenproblemen zu kämpfen. Donnerstag und Freitag war gar nicht an einen Halbmarathon zu denken. Erst durch die Faszienbehandlung und mein aufopferungsvolles Dehnen, rollen und wärmen besserte sich die Situation, so dass ich den Lauf Samstagabend realisieren konnte. Ich hatte alles in meiner Macht stehende getan, dass ich laufen konnte. Ich wollte unbedingt und siehe da die Wade machte nichts. Jetzt stellte ich mir die Frage wie lange wird sie wohl halten? Aber um das festzustellen musste ich erstmal los laufen.

Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuss für den Elitelauf und danach wurde die große Masse blockweise auf die Strecke gelassen. Mein Plan war die ersten 8km mit dem Pacer der Zielzeit 1:44h mit zu laufen und wenn es dann geht ein bisschen zu zulegen. Vom Stadion aus geht die Strecke durch Niederrad an den Main. Dort erwartete man schon ordentlichen Gegenwind. Mein Plan wurde genau auf diesem Abschnitt zerschlagen. Die Pacerin stieg bei km 3,5 in einer Kurve mit schmerzverzerrtem Gesicht aus. Jetzt musste ich selbst mein Tempo finden und dieses halten. Bis km 10 ging es entlang des Main, hier fühlte ich mich trotz enormen Gegenwind gut und konnte absolut im Soll laufen. 4:55 bei km 10 im Schnitt. Just in time. Ab da geht es über die Stresemanalle wieder zurück Richtung Stadion. Zwischen km 12 und 15 heißt es 25 Höhenmeter überwinden, da merkt man ordentlich seine Oberschenkel. Für Frankfurt ist das ein riesen Berg und genau da passierte es: Ab km 14 ging ich ein wie eine Semmel, der Magen krampfte, der linke Fuß schmerzte, nur die Wade hielt. Am Schlimmsten war dann die Isenburger Schneisse, hier befindet sich nach km 16 der Wendepunkt, viele Läufer kommen einem entgegen und erst nachdem man die 16km passiert hat kann man sich auf den Weg Richtung Stadion machen. Ab km 19 hat man das das Stadion schon in Sicht, doch 3 quälende Km lagen noch vor mir. Mein Schnitt schwand immer mehr dahin, genauso wie die mentalen Kräfte am Laufen zu bleiben.Immer mehr Läufer überholten mich und ich konnte einfach nicht dran bleiben. Der 4:55er Schnitt war schon lange dahin, jetzt konnte ich nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Zwar konnte ich das Stadion schon hören und sehen, jedoch musste es noch einmal umlaufen werden bevor man ins Stadion einlaufen durfte und endlich das Ziel sah. Diese Runde zog sich wie Kaugummi und auch der Gegenwind pfiff einem nur so entgegen. Die letzten Meter mussten nun noch bewältigt werden. Im Stadion angekommen war alles verflogen, das Ziel vor Augen und die Stimmung im Stadion verleite mir nochmal kleine Flügel. Mit einer Zeit von 1:48:17 überquerte  ich die Ziellinie. Nicht ganz das was ich mir für den Tag vorgenommen hab, aber auf Grund der widrigen Umstände, dem starken Gegenwind und der Tage davor war ich doch zufrieden.

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Ein Halbmarathon ist eben ein Halbmarathon und man weiß nie was einem auf den 21km erwartet. Ich bin stolz auf mein Finish und es hat mir riesig Spass gemacht in dieser tollen Atmosphäre zu laufen.Nächstes Jahr steht dieser Lauf sicherlich wieder auf meiner Liste, dann aber mit rechtzeitiger Anmeldung und mit ein paar mehr langen Läufen in den Beinen. Jetzt leg ich  erstmal die Beine hoch und mache eine kleine Wettkampfpause. Ein intensiver Laufwinter liegt hinter mir mit vielen tollen Erfolgen und jetzt heißt es alle Augen Richtung Triathlonsaison.

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TCE Run 10km/ ein erfolgreiches Wochenende

Dieses Wochenende konnte ich viele wichtige und aufschlussreiche Erkenntnisse bezüglich meines Trainingsstands sammeln. Als erstes durfte ich Samstag für einen anderen Athleten bei einem 1500m Test einspringen. Für mich nicht irgendein 1500m Test, zum Ersten die ersten 1500m am Stück in 2016 und zum Zweiten fand der Test im Rahmen der süddeutschen Meisterschaft auf der Rosenhöhe statt. In diesem Rahmen wurde es uns Triathleten ermöglicht diesen Test unter absoluten professionellen Bedingungen zu schwimmen. Pro Bahn ein Athlet und alle 100m löste man an der Messplatte seine Split- und Endzeit aus. Für mich total spannend, da ich noch nie eine 100%ig genaue 1500m Zeit hatte und zum anderen, wie kontinuierlich ich die 1500m am Ende geschwommen bin. Um 9:30 ging es los und 27,12 min später schlug ich an der Wand an. Ich war total baff, da ich niemals mit dieser Zeit gerechnet hätte; mein Aufwand in der Auftaktdisziplin war dieses Jahr eher minimalistisch. Die zweite Überraschung folgte kurz darauf als ich den ersten Blick auf meine Splitzeiten werfen durfte. Im Grunde konnte ich keinen Einbruch erkennen. 1500m fast konstant geschwommen, Wahnsinn. Der Test lässt zwei Schlüsse zu. Entweder kommt man auch mit weniger schwimmen vorwärts und belasse es so, oder ich gebe jetzt endlich mal Gas und dieses Jahr geht richtig was nach vorne. Ich hab mich jetzt erstmal für Zweiteres entschieden und bin jetzt total motiviert zu schauen was noch möglich ist.

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Nach dem Samstag beschloss ich den Sonntag einfach auf mich zu kommen zu lassen. Nach dem schlechten Lauf in Jügesheim Anfang Februar waren meine Erwartungen nicht all zu hoch an den Lauf. Ich freute mich auf einen schönen Tag bei der Triathlon Convention, auf ein bisschen Sport und dann shoppen und vor allem viele nette Leute zu treffen. Bei kalten Temperaturen und eisigem Wind machten Flo und ich uns morgens auf den Weg Richtung Langen/ neue Stadthalle. Dort angekommen beschäftigte uns ausgiebig die Bekleidungsfrage. Was zieht man an, es war eisig kalt und der Wind biss richtig im Gesicht. Wie warm wird es einem beim Laufen werden? Ich entschied mich für eine 3/4 Hose und der Mann für Lang/Lang ;-).  Vor Ort trafen wir viele bekannte Gesichter  aus den hiesigen Vereinen. Mit Jana , Simon und Ann-Kathrin lernten wir auch neue nette Leute kennen.

Durch nette Gespräche verging die Zeit bis zum Start wie im Flug und um punkt 11 Uhr fiel der Startschuss für die 10km. Gelaufen wurde hinter der Stadthalle in Langen auf einer 5km Runde mit 2 Wendepunkten. Die Strecke führte zum größten Teil über freies Gelände, wo man die ganze Kraft des Windes zu spüren bekam. An manchen stellen flog man förmlich über den Asphalt und hinter der nächste Kurve musste man mit voller Kraft gegen den Wind ankämpfen. Bis km 6 konnte ich meine angepeilte Zeit gut halten und war voll auf Kurs die 45 min zu knacken. Doch danach kam der Hammer. Das unrunde Laufen mit Wendepunkten und der Wind zogen mir total den Stecker und die letzte Runde musste ich ordentlich kämpfen. Noch dazu kam, dass  mir in den letzten Wochen etwas die Umfänge gefehlt haben, durch meine Erkältung legte ich eher den Fokus in den letzten Einheiten auf Intensität anstatt km zu schruppen. Dies rächte sich die letzten km ordentlich. Auf dem letzten Km legte ich nochmal alles rein; wenn schon keine 45 dann wenigstens neue Bestzeit. Flo feuerte mich die letzten 60m nochmal richtig an und so konnte ich mit einer Zeit von 46:31 die Ziellinie überqueren. Bei solch einem harten und kräftezehrenden Lauf  bin ich mit der Zeit mehr als zufrieden. So konnte ich auch beim Laufen meine Trainingsleistung bestätigen. Seit dem Sommer konnte ich meine Zeiten von Lauf zu Lauf sukzessive verbessern und bin nun gespannt was dieses Jahr noch so möglich ist.

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Nach dem Wettkampf besuchten wir noch die Triathlonmesse und schlenderten entspannt über die Messe, knüpften Kontakte und besuchten alte Freunde und Bekannte. Zum Schluss gab es noch eine kleine Überraschung, bei der Siegerehrung durften erstmals Flo und ich zusammen auf das Podest. Sowohl ich als auch er belegten mit unserer Leistung den 2. Platz in der Altersklasse 30, was der Zufriedenheit an dem Wochenende die Krone aufsetzte.

Jetzt wird in den kommenden Wochen weiter an der Leistung gefeilt, bis dann endlich bald die Saison beginnt und wir hoffentlich nicht nur in den Einzeldisziplinen glänzen können, sondern endlich unserer Leidenschaft, dem Ausdauerdreikampf Gas geben können. Ich scharre schon mit den Hufen und freue mich auf meinen ersten Triathlon.

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Winterlaufserie Seligenstadt

In der letzten Trainingswoche sollte es so richtig knallen in den Oberschenkeln. Auf dem Plan standen eigentlich nur Intervalle und ein 10er. Diesen sollte ich in Seligenstadt laufen, eine Strecke die mir sehr bekannt war. Dort lief ich meinen ersten Laufwettkampf und 10er unter eher suboptimalen Bedingungen. Daher blieb mir die Strecke nicht so positiv in Erinnerung. Aber nun von vorne.

In der Woche vorher standen 2min Intervalle im 5er Wettkampftempo auf dem Plan (1000 er in 4:30) und ich dachte den Tag vorher, an dem ich mit meiner Trainerin verabredet war wird wenigstens locker. Mit dem Gedanken lag ich etwas daneben. Es sollte wohl so richtig weh tun. Sprints, Sprunge, Pistelsquats , Ausfallschritte und nochmal Intervalle wurden an diesem Abend auf der Bahn in Gelnhausen geboten. Ich merkte schon während dem Training das die Beine so richtig weh taten und war mehr als gespannt wie ich mit denen einen 10er laufen sollte. Der schlaue Spruch: „Morgen wirst du keine neue Bestzeit laufen“,  hätte sie sich sparen könne. Das war mir nach dem Abend mehr als klar. Obwohl ich mich die Woche gigantisch schnell gefühlt hatte, wurde dieses Gefühl in 60 min zunichte gemacht.

Am Samstag morgen holte mich dann der Wecker aus meinen Träumen. Ich merkte schon beim Strecken und räkeln, dass ich einen Muskelkater hatte der sich gewaschen hatte. Ich hoffte nur, dass sich dieser im Laufe des Tages und mit der Bewegung ein wenig gibt. Die Adduktoren schmerzten enorm und auch meine Glutealmuskulatur sagte mir an diesem morgen außergewöhnlich laut „Hallo“.  Gegen 12 Uhr machten wir uns dann auf den Weg Richtung Seligenstadt. Der Ablauf war wie gewohnt. Anmelden, was trinken, umziehen und dann etwas warm machen. Diesmal versuchte ich meine Schmerzen etwas wegzulaufen und nochmal etwas zu dehnen: Meine Muskeln waren steinhart. Die Füße wollte sich kaum vom Boden abheben und mein Abdruck war schmerzhaft und schwach. Im Wald, an der Startlinie zeigte sich Seligenstadt genauso wie ich es kannte, nass und schlammig. Die Bedingungen machten es nicht einfacher. Aber was soll das gejammer. Flo und ich standen an der Startlinie. Der Startschuss fiel eher unspektakulär, die Meute sprintete los und ich mit. Den Startschuss verpasste aber meine Uhr, das GPS Signal war noch nicht gefunden und so lief ich erstmal bis km1 ein mit den anderen mit. Erst da merkte ich, dass ich viel zu schnell war. 4:15 ist definitiv nicht mein Tempo auf 10km ich versuchte mich nach Gefühl km für km runter zu regulieren und dann endlich bei km3 zeigte meine Uhr die Pace an. Ab da fand ich nun endlich in den Lauf und versuchte konstant das Tempo zu laufen. 4:40 war geplant aber durch schwere Beine musste ich mich enorm antreiben, um das zu halten. Mit der ersten Runde war ich ganz zu frieden. Wenn ich dies auf der zweiten Runde halten konnte wäre das super. Doch es wurde immer härter, die Beine schmerzten total und ich musste nun auch den ein oder anderen Läufer passieren lassen. Dann auf einmal bei km 7 stand Flo neben mir und lief ein paar Meter mit mir mit, lies mich aber wieder alleine ziehe. In meinen Gedanken lief er sich schon aus, was sich aber im Nachhinein als falsch herausstellte. Die letzten 2 km biss ich nochmal die Zähne zusammen und im Kopf ging das gewohnte Rechnen wieder los, noch unter 50 oder doch drüber den Lauf zu beenden. Die schlimmste Passage musste ich noch passieren, dort wusste ich dass ich nochmal richtig Zeit verlieren werde. Man rutschte nur so durch die Gegend. Richtig laufen konnte man das dort nicht nennen. Im Zieleinlauf schaute ich auf meine Uh, 48:18. Mit den Beinen und unter diesen Bedingungen war ich mega happy. Ich merkte das ich mich dabei bin mich immer weiter zu entwickeln und die Formkurve nach oben geht. Doch im Ziel blieb eine Frage, wo ist Flo?  Ich dachte wir sehen uns im Ziel, zumindest sagte er das als er sich ein Stück mit mir auslief. Die Minuten verstricken und nach 5 min war immer noch weit und breit kein Flo zu sehen. Nach einigen Minuten kam er dann den Waldweg herunter gegangen. Ich verstand erst nicht was er mir sagte, bis ich dann merkte, dass er das Rennen gar nicht beendete. Er wurde von starken Magenschmerzen gezwungen aufzuhören und als ich bei 7km an ihm vorbei kam lief er sich nicht aus, sondern wollte das Rennen mit mir gemeinsam beenden, was ihm auch nicht möglich war.

Total platt, dreckig und fertig führen wir dann wieder Richtung Orb um unseren geschundenen Körpern die nötige Ruhe zu verschaffen. Das war der Wohl härteste 10er den ich bisher gelaufen bin. Der Morgen am Sonntag war noch schlimmer wie der davor. Ich dachte nur, so müssen sich Marathonbeine anfühlen. Der Gedanke die Treppe rückwärts zu gehen war mir nicht so fern. Aber was dich nicht umbringt macht dich nur härter. IMG_3326