Alle guten Dinge sind drei/ swim bike run

Triathlon, warum Triathlon? Was ist dran an der Zahl 3? Warum swim, bike and run? Momentan begeistert der Triahtlon wie keine andere Sportart. Wenn du auf dieser Welle der Begeisterung mit schwimmst dann verändert es dein Leben und du wiederum veränderst das Leben der anderen. Die Ziellinie eines Triathlons ist ein Ort der Freude und Begeisterung, aber auch des Leid und Schmerz. Aber warum fasziniert uns dieser Sport so, warum lassen wir uns mit jeder Zelle unseres Körper so darauf ein? Für Außenstehende ist es ein Sport für Verrückte. Aber einmal infiziert kommt man nur noch schwer heraus aus dem Kreislauf von swim bike and run. Aber warum zieht dieser Sport tausende Menschen so in den Bann, dass sie teilweise ihr ganzes Leben auf den Kopfstellen? Warum wollen wir alle  einmal ein Ironman sein, auch wir Frauen? Liegt es vielleicht an dieser magischen Zahl 3?

Was ist dran an der Zahl 3: Wikipedia sagt, die Zahl 3 ist eine natürliche Zahl zwischen 2 und 4, ist eine Primzahl und ungerade. Die 3 ist die vierte Zahl in der Fibonacci Folge und die zweite die einmalig ist. Das Dreieck ist die einfachste geometrische Form in der Ebene. Ok das ist nun sehr mathematisch und weckt eher wenig Begeisterung.

Alle guten Dinge sind drei und so erfahren wir unsere Welt in drei Dimensionen. Wir besitzen nur 3 Grundfarben, das reicht um die Welt in Farbe und bunt zu sehen. Auch im Sonnensystem stehen wir an dritter Stelle von der Sonne aus gesehen. Die Zahl 3 ist Teil unseres Lebens, ob man will oder nicht. Die Zahl 3 gilt als eine heilige Zahl. Nach Aristoteles ist die 3 die erste Zahl mit einem Anfang, Mitte und einem Ende. So wird auch der Lebenszyklus oder Jahreszyklus als Dreiheit bezeichnet. Kindheit, Erwachsenheit und Alter, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond, Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit oder Wachstum, Fruchtbarkeit und Vergehen. Die 3 gilt als Inbegriff der Vollkommenheit und ist aus diesem Grund auch heilig.

In der Gesellschaft besteht die kleinste Gruppe aus 3 Personen. Mit 3 Personen kann man eine Mehrheit bilden und gilt somit als sehr dynamisch.

Jeder von uns hat schon mal den Spruch gehört, man sehe aus wie 3 Tage Regenwetter. Oder wer kennt nicht die 3 Affen; nichts sehen, nichts hören und nichts reden. Es gibt die heiligen 3 Könige und auch Christi ist am 3. Tag auferstanden von den Toten . Die Dreifaltigkeit bildet ein wichtiger Grundstein in der christlichen Religion ( Gott aus Vater, Sohn und den heiligen Geist). Jeder tragische Held hat 3 unlösbare Aufgaben zu erledigen und Aschenputtel hat 3 Wünsche frei

Im Sport gibt es 3 Sprung, im Volleyball sind nur 3 Ballübertragungen erlaubt, im Handball darf man maximal 3 Schritte machen und im Triathlon heißt es schwimmen, Fahrrad fahren und laufen.

Die Zahl 3 hat viel magisches und sie zieht sich in unserer Menschheit durch alle Epochen und so im 21. Jahrhundert eben durch den Triathlon. Jede gute Geschichte braucht eben 3 Akte und so halt  swim bike run. Triathlon verbindet die 3 beliebtesten Ausdauersportarten miteinander. Ob genau das die Herausforderung und Fasziniation ausmacht sei dahingestellt. Was einen so an diesem Sport fasziniert muss jeder selber wissen. Aber alle guten Dinge sind eben 3. Der Sport an sich mag sich vielleicht erst einmal sehr verrückt anhören. Aber den Zahlen und Fakten kann man nicht widersprechen. Ein Triathlon steht stabil auf drei Beinen wie ein Stativ. Ob Triathlon magisch oder sogar heilig ist dürft ihr nun für euch entscheiden. Aber komisch ist es schon, dass sich diese große Zahl 3 so oft wiederfindet und so auch in meinem Lieblingssport.

 

 

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Mädelsstammtisch Ein Interview aus der GNZ vom 12.05.2016

„Mädelsstammtisch Team Spessartchallenge“ – O(r)berGeil beim Kinzigtal Triathlon

Fünf Triathletinnen berichten über ihren Lieblingssport und ihren Saisonauftakt beim Kinzigtal Triathlon“

Mit einem Reigen an Podestplätzen setzte die Triathlon-Abteilung des TV Bad Orb ein gehöriges Ausrufezeichen beim Kinzigtal Triathlon in Gelnhausen.

Mit Julia Ertmer (Gesamtsiegerin, 1. Altersklasse W30), Katharina Kreit (Platz 6, 3. Altersklasse W30), Elisabeth Hilfenhaus (Platz 11, 3. Altersklasse W30), Hannelore Heinl (Platz 31, 2. Altersklasse W50) und Dana Wagner (Gesamtzweite, 2. Altersklasse W30), die in der nahenden Liga-Saison das Damenteam ergänzt, konnten alle angetretenen weiblichen Athletinnen in ihren Altersklassen aufs Treppchen klettern. In der Altersklasse W30 stellten Ertmer, Wagner und Kreit sogar das komplette Podium, was im Hinblick auf den Ligaauftakt in Darmstadt Anfang Juni große Hoffnung macht.

Im folgenden Interview stellen die einzelnen Athletinnen ihre Herangehensweise an den Triathlon vor und geben Einblicke in ihren Lieblingssport.

Julia, Dana, Katharina, Elisabeth und Hannelore, jeder von euch war auf dem Podest. Was ist das für ein Gefühl, bei einem Triathlon nach 500m Schwimmen, 25km Radfahren und 5km Laufen auf dem Podest zu stehen?    

Julia Ertmer: Es ist jedes mal wieder ein gutes Gefühl, eine Ziellinie zu überqueren. Weil man weiß, dass man es geschafft hat! Sei es nach einem Sprint oder nach einer Langdistanz.  Wenn das dann sogar noch mit einem Sieg belohnt wird, ist es natürlich umso schöner.

Dana Wagner: Es ist natürlich toll, auf dem Podest zu stehen, aber viel wichtiger ist mir, dass ich mit meiner eigenen Leistung zufrieden bin. Dass ich weiß, dass ich an dem Tag das Bestmögliche herausgeholt habe. Wenn andere dann schneller waren, ist das gleichzeitig Ansporn, besser zu werden.

Katharina Kreit: Natürlich ist das ein gutes Gefühl. Viel wichtiger war mir aber Spaß zu haben und gut in die neue Saison zu starten. Aber die größte Zufriedenheit auf meiner Seite war, dass ich meine guten Trainingszeiten im Wettkampf bestätigen und meine Erwartungen an mich erfüllen konnte. Das Podest ist dann nur das „i-Tüpfelchen“.

Elisabeth Hilfenhaus: Klar ist es ein schönes Gefühl einen Platz auf dem Podium zu erreichen. Gerade mit meinen kleinen 1,60m ist es immer schön, ein paar Zentimeter höher zu stehen.

Hannelore Heinl: Mit regelmäßigem Ausdauersport habe ich erst mit Ende 30 angefangen, mein Rennrad hat mir mein Mann zum 42. Geburtstag geschenkt. Den ersten Triathlon habe ich mit 44 angetreten. Das Kraulen habe ich auch erst zu dieser Zeit gelernt. Da ist es schon absolut was Besonderes für mich, es auf das Treppchen zu schaffen.

Alles in allem haben die Damen des TV Bad Orb einen erfolgreichen Start ins Triathlonjahr 2016 hingelegt. Elisabeth, dein ursprünglicher Heimatverein SV Gelnhausen richtet das Rennen aus. Ist es ein besonderes Gefühl, vor heimischer Kulisse zu starten?

Elisabeth Hilfenhaus: Ich persönlich finde es besonders schön, bei einem Triathlon an den Start zu gehen, den der Verein ausrichtet, bei dem alles für mich begonnen hat. Der Kinzigtal Triathlon wird für mich jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis. Die gewohnte Umgebung, sowie die bekannten Gesichter der Streckenposten auf Rad- und Laufstrecke, die meinen Namen rufen und mich anfeuern, machen die ganze Veranstaltung zu einem gelungenen Saisonstart. Bei keinem anderen Triathlon kenne ich so viele Zuschauer, Athleten und freiwillige Helfer, die mich unterstützen.

Aber auch für eine „waschechte“ Orberin ist es ein Heimrennen mit besonderen Emotionen, Hannelore?

Hannelore Heinl: Vor jedem Wettkampf bin ich das reinste Nervenbündel, aber in Gelnhausen bin ich absolut am meisten aufgeregt, da dort so viele Bekannte zuschauen.

Julia, du bist mit deinem Europameister- und Hessenmeistertitel im Duathlon bereits erfolgreich in die Wettkampf-Saison gestartet. Sind die Abläufe also bereits automatisiert? Beschreibe den Lesern mal, wie so ein Rennmorgen abläuft.

Julia Ertmer: Ich bin immer circa zwei Stunden vor dem Start am Wettkampfort, um entspannt die Startunterlagen zu holen, das Rad fertig zu machen und alles in die Wechselzone einzuchecken. Die Handgriffe in der Wechselzone sind so langsam tatsächlich routiniert. Etwa 45 Minuten vor dem Start laufe ich mich ein, um dann gut aufgewärmt an der Starlinie zu stehen.

Katharina, dies war dein erster Start in Gelnhausen. War das eine besondere Anspannung vor dem Start?

Katharina Kreit: Logo, aber auch Freude. Für uns Orber ist Gelnhausen ja immer der Start in die neue Triathlonsaison. Man trifft immer alte Bekannte, Freunde und viele Teamkollegen. Da will man sich natürlich keine Blöße geben. Außerdem ist Gelnhausen immer stark besetzt und ist eine gute Standortbestimmung für die kommende Saison.

Hannelore, in deinem Rennkalender ist Gelnhausen seit Jahren „gesetzt“. Von Julia Ertmer hat man bereits lesen können, dass sie viel Zeit investiert, um so erfolgreich zu sein im Triathlon. Nun hast du in deiner Altersklasse ebenfalls auf dem Podest gestanden. Wie viel Zeit investierst du wöchentlich für deinen Lieblingsport?

Hannelore Heinl: Neben Vollzeitjob, Vierpersonenhaushalt, Haus und Garten bleibt nicht so viel Zeit. Radfahren wöchentlich ca. 5 bis 7 Stunden, davon eine lange Strecke am Wochenende. Laufen gehe ich meistens vor der Arbeit zweimal pro Woche. Schwimmen außerhalb der Freibadsaison „nur“ zweimal wöchentlich. Insgesamt sind das im Winter- bzw. im Frühjahr um die 7-10 Wochenstunden. Im Sommer wird das schon etwas mehr, bis zu 14 Stunden. Da gehe ich vor der Arbeit noch zusätzlich ein- bis zweimal zum Frühschwimmen im Orber Freibad. Das alles klappt aber mit Familie nicht immer so wie man das gerne hätte, deshalb nutze ich Feiertage und Urlaub für Sondertrainingseinheiten. Im Urlaub machen mein Mann und ich dann täglich Sport.

Katharina, mit deinem 6. Platz bestätigst du eine gute Form. Beschreibe deinen Trainingsalltag und wie du das Spagat zwischen Beruf und ambitioniertem Triathlonsport hinbekommst?

Katharina Kreit: Das ist gar nicht so schwer. Wichtig ist, dass man es gerne tut. Natürlich muss man sich gut organisieren, hierbei helfen mir sportfreundliche Arbeitszeiten als Physiotherapeutin und mein Umfeld, was mich tagtäglich unterstützt. Aber Schwimmen, Radfahren und Laufen muss man am Ende doch selbst. Unter der Woche stehen neben meiner Arbeit dann täglich eine Einheit auf dem Plan, am Wochenende dann auch mal zwei. Am liebsten würde ich natürlich mehr trainieren, aber das Ganze muss eben auch finanziert werden.

Klingt fleißig, Katharina. Was kann das Team von dir diese Saison noch erwarten?

Katharina Kreit: Was ich diese Saison leisten kann, vermag ich jetzt noch nicht zu sagen, da bin ich selbst gespannt. Dank der Trainingspläne von Nina Vabic konnte ich mit einem gezielten und strukturierten Training eine wahnsinnige Leistungssteigerung im letzten Jahr erzielen. 2015 war dementsprechend eine Wundertüte voller persönlicher Erfolge. Natürlich hoffe ich auf ein ebenso gutes Jahr in 2016. Aber auf jeden Fall kann das Team maximalen Einsatz, Kampfgeist und Freude an meinem Lieblingssport von mir erwarten und bekommen.

 Julia und Elisabeth, ihr seid im letzten Jahr Teil der Bundesligateams des TV Bad Orb gewesen und durftet gegen Olympiateilnehmer antreten. Der sofortige Abstieg nach nur einer Saison war für das bis dahin Erfolg verwöhnte Team ein Dämpfer. Könnt ihr dem Projekt „Bundesliga“ im Nachhinein dennoch ganz persönlich etwas abgewinnen und für euch etwas mitnehmen auch für die kommende Saison?

Julia Ertmer: Die Erfahrung, mit Topathleten an der Startlinie zu stehen, war einfach einmalig. Die ganze Atmosphäre bei den Rennen war sehr professionell. Das machte jedes Rennen zu einem ganz besonderen. Ich habe viele Erfahrungen und vor allem, Erlebnisse sammeln können, die man für immer behalten wird.

Elisabeth Hilfenhaus: Trotz des Abstiegs in der letzten Saison, bleiben mir ganz viele Erinnerungen an eine Zeit, die sehr aufregend war. Gemeinsam mit dem Team zu Bundesliga-Wettkämpfen in ganz Deutschland zu fahren, hat mir gezeigt, dass Triathlon Menschen zusammenbringen kann. Mit Profitriathleten an der Starlinie zu stehen, war für mich persönlich ein große Ehre. Ich konnte viele sportliche Erfahrungen auf einer anderen Ebene machen, die ich natürlich in die kommende Saison mitnehme. Hierzu zählt vor allem das Schwimmen in einem großen Pulk und der Umgang mit Misserfolg.

Dana, du stößt diese Saison neu zu den erfolgreichen Mädels vom TV Bad Orb hinzu. Mit Julia Ertmer und dir sind die beiden ersten des Damenfeldes in einer Mannschaft vereint. Was sind deine Erwartungen an die Liga-Saison mit dem Team?

Dana Wagner: Ich erhoffe mir eine Menge Spaß mit dem Team und freue mich darauf, dass wir in der Regionalliga zeigen können, was wir drauf haben. Ich kenne zwar das Niveau in der Regionalliga hier noch nicht, aber ich denke, dass wir gute Chancen haben, ganz vorne mitzumischen. Es wäre super, wenn wir voneinander profitieren könnten und uns gegenseitig pushen.

Beide Liga-Teams der Damenabteilung des TV Bad Orb treten am 5. Juni beim Darmstädter Woogsprint beim Ligaauftakt an. Die erste Mannschaft hofft auf eine ähnlich gute Saison wie 2014, als mit der Meisterschaft in der Regionalliga Mitte der Aufstieg in die erste Triathlon Bundesliga gefeiert werden konnte. Und auch das zweite Team erhofft sich gute Chancen und tritt nach dem Aufstieg im letzten Jahr in der höchsten hessischen Triathlon Liga an.

My Way. Wie alles begann. / der erste Triathlon und eine Schwimmwette.

An meinen ersten Triathlon kann ich mich ganz genau erinnern. Ich war nervös ohne Ende, die Vorbereitung war eher mässig und mein Equipment zusammen gebastelt und ausgeliehen. Anfang September, genau am 6. September 2012 begann mein Leben als Triathletin. Heute ist da für mich schon die Saison vorbei, damals fing es gerade erst an. Am Alzenauer See beim Volkstriathlon wurde mein eigenes Triathlonfeuer entfacht. Aber wie kam es dazu?

Sportlich hab ich schon einiges gemacht; turnen, tanzen, Handball und Skifahren standen schon auf meiner Liste. Aber wie das so ist, die Umgebung und das Elternhaus prägen einen und ein Ausdauersportler geschweige denn ein Triathlet, hatte sich in mein Umfeld als Jugendlicher nie verirrt. Ich hörte von Menschen die Marathon oder Halbmarathon liefen aber von Triathleten hatte ich im beschaulichen Vogelsberg noch nie gehört. Nach dem Umbau unseres Schwimmbades in ein Spassbad existierte kein Schwimmverein mehr, Leichtathletik wurde eher stiefmütterlich im Sommer von Turnern bestritten und Rennrad fuhren nur alte Männer, so mein Bild der 3 Sportarten bis zu meinem Umzug nach Offenbach.

2009 änderte sich mein Leben enorm. Ich wurde erwachsen. Meine Ausbildung lag hinter mir und beruflich musste ich nach Offenbach am Main ziehen. Dieser Umzug änderte vieles. Auf einmal hatte ich eine Marathoni, eine Mountainbikerin und einen Triathlet als Arbeitskollegen und ich musste durch eine alte Verletzung das Handball spielen aufgeben. Anfangs versuchte ich mich alternativ im Fitnessstudio fit zu halten. Aber ich merkte schnell, dass sowas nicht ganz mein Ding ist. Irgendwas musste ich finden, ich habe schon immer Sport gemacht, so einfach fit halten ist einfach nicht mein Ding. Ich brauche ein Ziel und vor allem Struktur. Durch meinen Bruder und durch meine Arbeitskollegin Lotte kam ich mit dem Mountainbike in Kontakt. Auf ihrem alten Esel lernte ich die Trails im Taunus zu bezwingen und kam das erste mal so richtig mit einem Ausdauersport in Kontakt. Durch sie lernte ich die Liebe zum Radfahren kennen. Es folgte mein erster Wettkampf und da war die Motivation und der Ehrgeiz war geweckt. Auch in meinem Patientenumfeld tummelte sich auf einmal Marathonis und Triathleten. Zwei von ihnen sind heute Teamkollegen/innen. Nun lässt sich die Brücke zum Triathlon leicht schlagen 😉

Mein Triathloneinstieg hab ich besonders meiner damaligen Patientin und heutigen Freundin Aldona zu verdanken. Ihr Laster, das Rauchen bescherte mir meinen ersten Schwimmunterricht. Grundlage dafür war eine Wette, 1000m kraulen gegen Nikotinentzug. Da war ich sofort dabei. Ich stellte mich dieser Aufgabe, mit Freude und Begeisterung. Rauchen find ich sowas von unsinnig. Ich war motiviert und sie schlug zwei Fliegen mit einer Klappe. In einer heimtückischen Verkupplungsaktion lernte ich an einem Abend in einer Offenbacher Pizzeria, meinen Schwimmtrainer und heutigen Freund kennen. Durch das morgendliche Training waren die nächsten Dates gesichert. Ich war mega motiviert und strengte mich ordentlich an und nach 6 Wochen konnte ich 1000m kraulen. Die Wette war geschafft. Aber Aldona, noch mitten in ihrer Kreuzbandrisskrise und noch nicht annähernd soweit das rauchen aufzuhören, wie ich mit schwimmen, benötigte noch mehr Zeit. Also musste eine neue Aufgabe her und alle waren der Meinung ,es wäre Zeit für einen Triathlon. Ich zweifelte noch ein wenig am meiner Triathlonkarriere und so wurde ich auf eine kleine Reise eingeladen. Zielort Rothsee, Langdistanz Challenge Roth. Ein Freund und ebenfalls Patient machte sich dort auf die lange Reise von 3,8km Schwimmen 180km Rad fahren und 42km laufen und ich/ wir waren das Supporterteam. Flo erhaschte noch einen Platz in einer Staffel als Schwimmer und so war ich auf einmal mitten drin. In Roth im Herzen des Triathlons. An diesem Wochenende geschah es dann, am Fuße vom Solarer Berg bei strahlendem Sonnenschein wurde das Triathlonfieber entfacht. Dieses Erlebnis, diese Energie und der Spirit an diesem Tag bereiten mir immer noch Gänsehaut. Das war der erste Triathlontag in meinem Leben.

Danach fing ich an zu trainieren: schwimmen, Rad fahren und laufen. Der Sommer war schon im vollen Gange und um einen Volkstriathlon zu schaffen musste ich noch ein bisschen trainieren. Wann war ich bereit? Wie fit muss man sein um sowas zu schaffen? Im August schaute ich dann, was bei mir so in den nächsten Wochen traithlonmässig so los ist. Ich wollte auch unbedingt eine nicht so große Veranstaltung für meine Debüt, die Angst mich zu blamieren war doch sehr groß. Am 6. September 2012 beim Alzenauer Triathlon  war es dann soweit, 550m Schwimmen im See, 20km Rad fahren und 5km laufen. Mein erster Triathlon, es war unfassbar hart aber es hat auch wahnsinnig Spaß gemacht. Aldona war natürlich als mein ganz persönlicher Fan dabei. Schließlich war sie ja auch irgendwie verantwortlich für alles, durch ihre besondere Art mit einer gewissen Leichtigkeit und Freude diesen Sport zu betreiben, hat sie mich infiziert.Ab da begann meine Triathlonreise bis heute. Die Ziele wurden immer ein bisschen größer und ich wurde immer ein bisschen bessern. Dieses Jahr stelle ich mich einer neuen Herausforderung, der Mitteldistanz. Aber der erste Triathlon bliebt mir immer in meinem Kopf und bleibt was besonderes.

I love to Tri , Frauenpower im Triathlonalltag

Täglich grüßt das Murmeltier. Durch meinen Beruf als Physiotherapeutin habe ich viel Kontakt mit Menschen. Mal mehr, mal weniger sportlich, die meisten aber nett. In so einer Behandlung  hat man viel Zeit zu reden und irgendwann kommt dann immer die Frage: Machen sie eigentlich auch Sport? Und nach der Antwort stellt sich immer ein Gesichtsausdruck ein, bei dem ich mich oft Frage ist das jetzt Be- oder Verwunderung. Ja ich mache Triathlon!!! Aber warum schauen mich viele meiner Patienten und Freunde immer so erschrocken an? Liegt es an der Sportart oder ist es in unserer Gesellschaft noch nicht angekommen das wir Frauen auch ein Ironman werden können. Es ist doch auch in Ordnung, dass wir Fussball spielen. Bei weiterem Nachfragen kommen wir dann vielen grundlegenden Problemen auf die Spur. “ Nen ganzen Triathlon?“ „Ja nen ganzen antwortete ich. Es gibt keinen halben oder 3/4 Triathlon.Ein Triathlon ist immer schwimmen, Rad fahren und laufen. Halbe Sachen machen wir nicht. Das wäre dann ein ganz anderer Sport. Es ändern sich höchstens die Distanzen.

Ich bin immer wieder verwundert wie wenige Menschen eigentlich wissen was sich hinter Triathlon verbirgt. Wer die Tore der deutschen Fussball Nationalmannschaft in einem Weltmeisterschaftsfinale geschossen hat kann mir fast jeder sagen. Aber das wir einer der Triathlonnationen sind weiß kein Mensch. Bei Jan Frodeno klingelt es leise. Der Rest ist unbekannt. Die wenigsten wissen mehr über meinen liebsten Sport und ich rutsche in ein Aufklärungsgespräch. Europameisterschaften der Mittel- und Langdistanz finden  ja quasi direkt vor der Haustür in Frankfurt und Wiesbaden statt. In Hamburg macht der Worldcup jedes Jahr halt und die traditionsreichste Langdistanz ist in Roth, das alles und noch vieles mehr ist Triathlon in Deutschland. Aber meine Patienten schauen mich häufig nur verwundert an. Beim Ironman in Frankfurt klingelt es ein bisschen. Aber auch nur, weil die halbe Stadt gesperrt ist und man in der City kaum noch wo hin kommt. Das weckt jedoch bei dem ein oder anderen eher negative Gedanken als Freude und Begeisterung auf einen tollen Sport.

Ok die Basics wären jetzt geklärt. “ Aber wie machen sie das, sie sehen gar nicht so aus?“ Nicht jeder Triathlon ist ein Ironman und zweitens sieht man wenn man Triathlon macht nicht aus als ob man in der Fitnessklasse beim Bodybuilding startet. Ich frag mich immer was sich die Leute da so in ihrem Kopf vorstellen. Wie sieht man denn aus wenn man Triathlon macht. Sportlich, trainiert aber gesund. In der neuen Triathlon steht es: Triathlon macht sexy. Viele Frauen betreiben aus diesem Grund diesen Sport. Es macht Spaß, man hat die Abwechslung zwischen 3 Sportarten, die den ganzen Körper trainieren und man ist viel und oft an der frischen Luft. 1000 Mal besser als den Körper im Fitnessstudio in Form zu bringen.

Traut man so viel Sport Frauen nicht zu oder warum sind viele verwundert, wenn man sagt, dass man Triathlon macht? 30% der Mitglieder in der DTU sind Frauen, was dafür spricht, dass der Sport auch beim weiblichen Geschlecht immer mehr Beliebtheit erlangt. Hartes Training und Weiblichkeit; passt das etwa in Augen vieler  nicht zusammen? Dabei kenne ich viele Mädels die einige der Männer locker in die Tasche stecken würden. Sei es von den Besteiten als auch von Trainingsfleiß und Organisiation. Wir Mädels gehen solche Sachen häufig mit mehr Köpfchen an. Neue Herausforderungen werden gut geplant und strukturiert angegangen. Dabei backen wir Mädels eher kleine Brötchen im Vergleich zum starken Geschlecht. Uns ist es häufig nicht so wichtig sich mit anderen zu messen und anderen was zu beweisen. Viele treiben den Sport für sich um die eigenen Ziele zu erreichen. Sei es um gesund zu bleiben, den Körper in shape zu halten, sich durch Bewegung wohler zu fühlen oder um doch ein bisschen Selbstbewusstsein zu tanken, wenn man sein Ziel erreicht hat. Frauen sind weniger Testosteron gesteuert. Wir Mädels genießen auch mal eine Ausfahrt in der Gruppe. Bei Jungs ist das anders. Selbst bei einer lockeren Ausfahrt muss immer einer der erste am Berg sein oder am Ortschild zu einem Sprintduell ansetzen. Wir Mädels machen es uns da lieber bei einem Kaffee bequem. Da kann ich mich gut an die Worte eines Teamkollegen erinnern “ Dann macht ihr ja zwei Ausfahrten an einem Tag“. Frauen und Männer sind halt doch unterschiedlich.

Doch eins steht fest: Egal ob Männlein oder Weiblein, Deutschland ist Triathlonland. Seit den 1980ern wird in Deutschland Triathlon betrieben, einer der ersten Wettkämpfe war zum Beispiel der Frammersbacher Dreiampf. Triathlon ist keinesfalls eine Trendsportart. Wir haben Olympiasieger, Weltmeister auf allen Disziplinen und Triathlon wird im Breiten- und Leistungssport immer beliebter. Laut der Statistik der neuen Triathlon gibt es in Deutschland 1536 Vereine und die DTU zählt aktuell 54.848 Mititglieder. Die Anzahl der Frauen ist steigend und ich kann nur jede motivieren sich neue Herausforderung zu suchen und es zu versuchen. Im Triathlon gibt es keine Grenzen und keine Limits. Solange es Spaß macht. Also in diesem Sinne bleibt in Bewegung.

Who´s perfect/ Fast perfekt

Die meisten von uns führen täglich einen Kleinkrieg gegen sich selbst. Man ist ständig unzufrieden. Jeden Tag steht man im Wettbewerb, ständig vergleicht man sich mit anderen. Der Druck ist nicht nur im Beruf spürbar, sondern auch im Privatleben wird man ständig aufgefordert sich zu verbessern. Schöner, besser, toller und perfekter jeden Tag wird man mit dem Konkurrenzdruck konfrontiert. Diese Konfrontation ist besonders in den sozialen Netzwerken präsent. Dort erfährt man direkt, wer ist wie gut, sieht besser aus, wiegt weniger oder ist schneller. Ob das alles der Wahrheit entspricht kann man nicht nachvollziehen, aber immer wieder hört man von jungen Frauen, die Stunden lang nach dem perfekten Foto suchen um es dann zu posten. Mit der Wahrheit hat das in dem Sinn nichts zu tun. Hier will jeder einen guten Eindruck hinterlassen. Die Konfrontation mit anderen und der Druck durch die Bewertungen ist hier so stark wie nirgendswo anders. Hier steht man schnell im direkten Vergleich zu den anderen, wer ist trainierter, wie komme ich an und was haben die anderen gemacht. Hier stellt sich schnell die Frage, mache ich das noch für mich oder für die anderen.  Aber warum? Vielen fällt es schwer sich selbst zu so zu akzeptieren wie sie sind. Aber wo ist die Grenze von überzogenen Selbstoptimierung und gesundem Anspruch an sich selbst?  Der Druck auf sich selbst wächst auch im Alltag. Sind wir überhaupt in der Lage alle Facetten unseres „Ich“ noch war zu nehmen oder sind wir schon so gepolt immer nur das Schlechte und Negative zu sehen? Gibt es überhaut Menschen die vollkommen zufrieden mit sich und wie schaffen sie das?

Im Sport kennt man diesen Druck schon länger. Viele glauben, dass Sportler mit diesem Druck besser umgehen müssen oder können. Wer einmal Leistung gebracht hat, von dem wird immer Leistung  erwartet. Aber warum ist das so? Warum steht man immer mehr unter dieser großen Erwartungshaltung von sich und von außen?

Die meisten Sportler setzen sich einem ständigen und permanenten Druck aus, um immer erfolgreicher zu sein. Dies führt dazu, dass eine Zufriedenheit nur im absoluten Erfolgsfall eintritt. Dafür ist man bereit härter zu trainieren. Der Preis dafür ist häufig sehr hoch. Man ist bereit für den Erfolg über seine Grenzen zu gehen, vielleicht auch zu weit über seine Grenzen. Für den Erfolg nehmen die meisten sogar gesundheitliche Probleme in Kauf. Die Angst vorm Versagen ist häufig größer als die Vernunft. Das Streben nach Erfolg und Anerkennung in der Bevölkerung ist größer als die Achtung vor dem eigenen Körper.

Grundsätzlich ist es nicht falsch sich in seinem Leben Ziele zu setzen. Wichtig ist nur, dass diese Ziele reflektiert und realistisch sind. Denn nur so kann ein positiver Effekt und eine Leistungssteigerung eintreten. Ziele können motivieren und einen anspornen am Ball zu bleiben, aber eine überzogene Selbstoptimierung ist nicht die richtige Wahl und führt häufig zum Gegenteil. Man sollte seine Grenzen kennen und diese richtig einschätzen könne. Eine Selbstreflektion kann hierbei sicherlich helfen, um zu sehen wo man steht und wo man hin will. Hier können auch (echte) Freunde und Familie zur besseren Einschätzung helfen. Das Wichtigste ist jedoch immer: Egal was man tut, man tut es für sich selbst und nicht für andere, der Lohn ist der eigene Erfolg und keine Hits oder Likes.

 

Warum Sportler die glücklicheren Menschen sind

Dieser Artikel stammt vom meiner Teamkameraden Lauso, eine tolle Sportlerin mit einem großen Talent für tolle Texte. Wenn ihr mehr von ihr lesen wollt dann schaut mal auf ihrem Blog vorbei. Ich liebe ihre Artikel, sie sprechen einem einfach aus dem Herz

 

Off Saison/ Ausnahmezustand oder wohlverdiente Pause

Ich befinde mich nun seit 2 Wochen wieder im strukturierten Triathlontraining. Nach meinem Halbmarathon auf den ich mich laufspezifisch vorbereitet habe, begann meine Off Saison, zwei Wochen mal richtig Pause machen. Auf einmal ist alles anders. Gerade am Ende der Saison musste man sich manchmal ganz schön in den Arsch treten und seinen Schweinehund überwinden, um die letzten wichtigen Einheiten über die Bühne zu bekommen. Jetzt ist alles anders, man soll die Füße hoch legen, sich ausruhen und vielleicht an Sport denken, es aber nicht tun. Jetzt ist alles egal, kein Trainingsplan, keine Trainingsdokumentation, ein Leben ohne Werte und Zahlen. Werte und Zahlen, die im Training sonst eine wichtige Säule in der Planung und Auswertung spielen. In der Off Saison steht dann 2 Wochen, Kopf frei bekommen, Seele baumeln lassen, Motivation sammeln und das tun auf was man Lust hat im Plan.

In meiner Off Saison hab ich mich hauptsächlich mit Zukunft und Vergangenheit beschäftigt. Meine Saisonplanung 2016 und eine Reflektion von 2015 fanden in der Zeit statt. Ich blickte zurück was besser geworden ist und nach vorne an was ich nun arbeiten will. Welche Wettkämpfe will ich machen, besonders schöne und harte, sowie neue Herausforderungen. Was muss ich tun, um meine Ziele zu erreichen? All das war dieses Jahr Thema in meiner Off Saison. Das mit dem Füße hochlegen konnte ich jedoch nicht ganz so einhalten. Dieses Jahr hatten wir einen wundervollen Herbst mit wahnsinnig schönen Tagen und Sonne ohne Ende. Da konnte ich nicht zum Spaziergänger und Couchpotatoe mutieren. Ich musste einfach raus. Die schöne Herbstluft auf dem Rad oder in meinen Laufschuhen erleben. Auch wenn es einem als 24/7 Sportler schwer fällt mal Sport, Sport sein zu lassen ist es auch mal ganz schön nicht dem Druck und der ständigen Alltagsorganisation zugunsten des Trainingsplans verfallen zu sein. Man kann Dinge machen zu denen man sonst nicht kommt. So war ich dieses Jahr nach über 3 Jahren Beziehung das erste Mal mit meinem Freund alleine im Kino. Häufig liegt man fertig nach langen Trainingseinheiten auf dem schönen Sofa und kommt dann einfach nicht mehr hoch, in der Off Saison ist sowas leichter zu organisieren. Auch so hat man viel Zeit für das ein oder andere wichtige und unwichtige.

Aber nach 2 Wochen war es wirklich gut, ich habe meine Saison gut überstanden. Nichts zwickte und zwackte, da musste man die Pause nicht künstlich verlängern. Außerdem hatte ich wieder so richtig Bock, so lange Pause wollte ich nicht machen. Also schrieb ich motiviert meiner Trainerin; ab November geht es wieder los. Seitdem befinde ich mich wieder im strukturierten Training. Jedoch fange ich langsam an. Die Umfänge werden langsam aufgebaut. Im Vordergrund stehen nun eher Athletik, Kraft und Technik. Besonders im Laufen und im Schwimmen gibt es dort eine Vielzahl von tollen Übungen, mit denen man seine Technik verbessern kann und sich somit ökonomischer fortbewegen kann. Eine besser Technik erleichtert dann das Arbeiten an Speed und Ausdauer. Die Bewegungen sind sauberer und können somit auch gelenkschonender ausgeführt werden. Wodurch man auch eine sekundäre Verletzungsprophylaxe betreibt, um dann auch 2016 ohne Zwicken und Zwacken über die Bühne zu bekommen.

Ohm Schanti Ohm/ Mix up your run

Im Herbst und Winter versuche ich immer wieder en bisschen was auszuprobieren. In der kalten Jahreszeit stehen alle drei Disziplinen im Triathlon nicht so im Focus wie im Sommer und Frühjahr. Deshalb ist Platz und Raum für Neues. Dieses Jahr steht Yoga bei mir im Programm. Ich habe früher im Fitnessstudio schon mal ein paar Stunden besucht und gemerkt, dass dies eine tolle Form des Bewegens ist. Man dehnt sich, spannt Muskeln an und das alles im Einklang von Körper, Geist und Seele. Sehr spirituell hört sich das alles am Anfang an, aber insgesamt doch eine anstrengende Sache.

Yoga ist sehr vielschichtig und man kann in viele verschiedene Formen eintauchen, von sanft bis brutal anstrengend ist alles dabei. Natürlich hat das heutige Yoga nicht mehr viel mit den spirituellen hinduistischen Sachen und Vorschriften von damals gemeinsam. Die verbreiteste Art ist das Hatha Yoga. Dabei werden Asanas ( Körperstellungen), Pranayama ( Atemtechniken) und Meditation miteinander verbunden. Alle Yogaformen haben gemeinsam, dass sie Stress abbauen und Beweglichkeit fördern sollen. Letzteres ist genau mein Ansatzpunkt. Früher war ich beweglich wie eine Spaghetti, durch Turnen und Gardetanz hatte ich nie Probleme, eher umgekehrt. Aber man wird ja auch nicht jünger und der Spagat ist weit in die Ferne gerutscht. Auch beim Laufen und Schwimmen merke ich immer wieder wie fest und unbeweglich ich in der Brustwirbelsäule geworden bin und wie schwach im Gegensatz dazu mein Schultergürtel ist. Yoga unterstütz mich genau da. Durch langgehaltene Position wird meine innere Mitte gekräftigt aber auch gegenseitig mobilisiert. Durch die Halteübungen wird aber auch meine Koordination gefördert. Lange im Krieger 1 oder 2 zu stehen fiel mir am Anfang echt schwer. Kraft in den Beinen und Koordination waren mangelhaft, aber von mal zu mal wird es immer besser. Auch der Muskelkater wird immer besser, bzw.weniger. Nach meinen ersten 1,5 Stunden bin ich fast auf allen Vieren aus dem Studio gekrochen. 3 Tage lang habe ich jeden Muskel in meinem Körper gespürt, aber anders wie nach normalem Krafttraining. Aber auch heute bin ich immer noch froh wenn ich mich auf meine Yogamatte hin legen kann und die Yogin kommt, um mich für die kleine Meditation zu zu decken. Wenn ich da so gut durchbewegt liege merke ich wie sich jeder einzelne Muskel dann entspannt und ich nun nicht mehr aus dem Studio krieche, sondern wie auf Wolke sieben aus dem Studio schwebe. Für mich ist, dass eine super alternative zu meinem Tiathlontraining. Ich werde es auch versuchen während der Saison beizubehalten, nicht nur des Sportes wegen, sondern weil die Yogacommunity auch menschlich ein guter Ausgleich zu dem Ausdauerwahnsinn ist. Die Menschen in meinem Studio sind ultranormalis und fürchterlich geerdet, total entspannt. Auch das macht mein wöchentlicher Besuch im Yogastudio einfach schön, alle sind locker und entspannt und da interessiert kein Mensch mehr ob du Bänker, Modetussi oder Triathletin bist. Alle sitzen auf ihren Matten in ihren bunten Hosen, die Atmung fliest und man konzentriert sich nur auf sich und seinen Körper. Einfach schön, diese Ruhe, besonders wenn man abgehetzt aus dem stressigen Alltag kommt.

Ob jetzt Yoga Pilates, Freeletics, Crossfit oder sonst irgendwas euer Ausgleichtraining ist, bleibt (glaub ich )egal. Hauptsache ist ihr tut was und bleibt in eurem Sport nicht zu einseitig. Denn einseitiges Training bringt uns nicht weiter. Der Körper ist sehr plastisch in der Aufnahme seiner Reize und nur wenn wir verschiedene Reize in ihn hinein geben haben wir die Chance uns auch vielseitig zu entwickeln. Das macht am Ende ein guter Körper aus. In diesem Sinne bleibt immer in Bewegung.

Ohm Shanti Ohm 😉

Ein Bild von mir beim Yoga existiert noch nicht, ist glaub ich auch besser 😉

Ab an die Front ;-)

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Ich liebe mein Asics ALLLLEEEE

Ich will an dir Front und hab es getan .Am Mittwoch den 07 Oktober startete die Bewerbungsphase für die Asics Frontrunner und ich hab mich beworben. Anfangs glaubte ich, dass es eine Laufcommunity von lauter super schnellen und krassen Rennraketen ist. Aber seitdem ich mich regelmäßiger bei Instagram aufhalte habe ich gemerkt, dass es ein bunter Haufen ist, bestehend aus Laufverrückten jeden Alters und Leistungsbereichs. Die meisten leben und lieben den Laufsport einfach und möchten diese Begeisterung an andere weitergehen. Aus diesem Grund habe ich mich nun auch beworben, weil ich dabei sein möchte. Der große Erfahrungsschatz, die gegenseitige Motivation und Unterstützung untereinander fasziniert mich einfach. Ein Teil von dieser Gruppe zu sein würde mich auch sportlich weiterbringen. Der Austausch von Erfahrung mit anderen Athleten hilft enorm um sich weiterzuentwickeln und vielleicht auch andere Wege zu gehen. Aber jetzt heißt es erstmal warten, nicht nur ich habe den Wunsch dazu zu gehören, sondern viele andere Läufer auch. Die Entscheidung, wer zu den glücklichen 45 gehören wird, dürfte den Verantwortlichen sicherlich schwer fallen. Die Wartezeit werde ich mit ein paar Laufwettkämpfen und Duathlons überbrücken und versuchen positiv auf mich aufmerksam zu machen. Damit eine Entscheidung zu Gunsten meiner Seite gefällt wird. ICH WILL ASICS FRONTRUNNER WERDEN!!!! Vielleicht hört mich ja jemand 😉

Von OFF to ON ( Ich dachte ich lauf….)

…..13.1 thirteen Point one miles,69,168 ft, 23,056 Yards, 21,08km oder einfach Halbmarathon.

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Bis letzten Sonntag lief alles optimal. Das Training war absolviert und der letzte lange Lauf am Sonntag abgespult. Auch die 9 km Endbeschleunigung fühlten sich ganz ok an. Doch nach den Turbulenzen in der letzten Woche passierte das, was sich irgendwie angekündigt hatte. In der Nacht von Sonntag auf Montag erwischte es mich total.

Letzte Woche wurde ich schon mit einer Migräneattacke und brechen für einen Tag lahmgelegt. Die Erholung stellte sich jedoch schnell ein und nach einem Tag schwächeln dachte ich, ich bin wieder voll im Kurs. Das Training ein bisschen umgestellt, so dass die Kerneinheiten weiterhin stehen bleiben konnten und weiter geht’s. Ich war voll motiviert, es fühlte sich einfach super an. Ich wusste es könnte klappen mit den 1:45. Doch dann kam das, was sich keiner vor einem Hauptwettkampf wünscht. Was ich noch nicht mal anderen Menschen wünsche. Was das schlimmste ist was man sich eigentlich vorstellen kann, wenn man so viel Schweiß und Training in ein Projekt gesteckt hat. Ich wurde krank. Nicht mal ein bisschen, sondern so richtig. Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf und Gliederschmerzen. Ich war total platt. Montag schleppte ich mich mit wenig Schlaf und schniefender Weise auf die Arbeit. Irgendwie hab ich es geschafft den Tag zu bewältigen, doch dann ging es nur ins Bett. Dass ich dann gefühlt 2 Tage nicht verlassen habe.

Ich zählte die verbleibenden Tage bis zum Halbmarathon und hoffte Dienstag wieder fit zu sein und verschob ich die erste Laufeinheit auf Mittwoch. Schließlich versuchte ich es am Donnerstag und scheiterte kläglich, 30 min mit Lauf ABC zu absolvieren. Dann nahm ich mir vor Freitag abzuwarten. Ich redete mir ein, dass die Form nicht nach einer Woche weg ist und ich schon mal einen Lauf gemacht habe, bei dem ich mich nicht gut fühlte. Doch Freitag dann das Gefühl, irgendwie wird es wieder schlechter. Missmutig entschied ich mich, nicht zu Laufen und mit meinen Patenkindern in den Opel Zoo zu fahren. Eigentlich ne super Alternative, mental aber nur ein schmaler Trost.

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Jetzt habe ich mich darauf eingestellt, zwei weitere Wochen Training. Nochmal lange Läufe mit Endbeschleunigung, 2000 er 3000er Intervalle, die ich ja sooooo liebe. Und was mich am meistens wurmt, 2 Wochen später Off Saison. Jetzt nochmal die Motivation hochhalten nach einer Saison, die schon seit Anfang Mai in vollem Gange ist. Echt hart und gerade total schwer. Ich dachte heute fängt es an Chips futtern, Füße hochlegen und alle fünfe gerade sein lassen. Doch falsch meistens kommt es anders als man denkt. Nochmal zwei Wochen voll Spannung und Konzentration. Race Day ist diesmal der 17.10 in Hommertshausen.

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Keine Ahnung wo das ist aber Flo und das Navi werden mich schon hinbringen. Ich bin gespannt und hoffe die zwei Wochen gut rum zu bekommen. Nach 1,5 Stunden Yoga am Morgen schnürte ich mittags dann die Laufschuhe. Nach einer Stunde laufen, hat mir mein Körper deutlich gezeigt das nicht zu laufen die richtige Entscheidung war. Die Leistung ist noch verbesserungswürdig. Nun heißt es wieder all eyes on Halbmarathonbestzeit  :-)))))