Winterlaufserie Jügesheim 3. Streich

Am Samstag den 06. Februar fand der vierten und letzten Wertungslauf der Winterlaufserie in Jügesheim statt. Bei traumhaften Laufwetter versammelten sich am Stadion in Jügesheim über 400 Läufer um am Finale der Winterlaufserie teilzunehmen.

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Mein Plan für diesen Samstag war, die harten Trainingseinheiten der vergangenen 2 Wochen im Wettkampf um zu setzen und am Ende im Ziel eine 45:xx stehen zu haben. Ich wollte mir das Rennen ähnlich gut einteilen wie im Januar, um eine wirklich maximale Leistung ab zu rufen. Die Bedingungen stimmten und bei sonnigen 13 Grad Außentemperatur fiel pünktlich um 15 Uhr der Startschuss. Der Anfang des Rennens verlief wie schon in den letzten 2 Läufen in Jügesheim sehr holprig. Ich platzierte mich für meine Verhältnisse sehr weit vorne, doch der Startschuss fiel und ich stand wieder vor dem gleichen Problem wie immer. Wie komme ich nochmal durch diese Menschen durch? Wie immer hatten sich zahlreiche Läufer nach vorne gestellt an denen ich mich vorbeiquetschen oder im Slalom vorbeilaufen musste. Antritte und wieder mein eigentliches Lauftempo finden wechselten sich ab. Ich wollte eigentlich auf den ersten Metern keine Zeit liegen lassen, da ich wusste, dass es ohne hin ein harter Lauf wird. Wie immer fand ich erst bei km 1 so richtig in meinen Lauf. 4:35 war der Plan und am Anfang lies der sich unerwartet gut umsetzen. Ich konnte mein Tempo finden und auch gut laufen. Es fühlte sich gut an, ich konnte diesmal sogar eine Gruppe finden in der ich gut mitlaufen konnte. Doch irgendwie kam irgendwann der Hammer. Bei km 4 merkte ich das erste mal ein bisschen meinen Magen. Ich versuchte mich im Oberkörper und im Schulterbereich ein bisschen zu entspannen um nicht all zu fest in der Brustwirbelsäule zu werden, in der Hoffnung der Magen entspannt sich wieder. Doch bis km5 verschlechterte sich das Gefühl; ich lief immer gekrümmter, bis ein Krampf mich zum Gehen zwang. Die Bestzeit war dahin. Ein erneutes Anlaufen zeigte sich als nicht sehr erfolgreich. Jetzt tat einfach alles weh. Beine, Bauch und Rücken machten total zu. Ich war verzweifelt.

Eigentlich will man in so einer Situation einfach nur aufhören. Was macht man auf einem 10km Rundkurs nach km 5, der kürzeste Weg ist da wahrscheinlich weiterlaufen. Also versuchte ich das und mein Tempo pendelte sich bei lockeren 5:20-5:30 ein. In meinem Kopf mahlte ich mir schlimmes aus, eine Zielzeit mit der ich so eigentlich abgeschlossen hatte. Dabei vergas ich, dass ich die ersten 5 km eigentlich sehr gut gelaufen bin. Es war frustrierend ständig überholt zu werden und an keinem so richtig dranbleiben zu können. Nach laufen fühlte es sich nicht mehr und es sah wohl auch nicht mehr danach aus. Ich war glücklich und enttäuscht als ich endlich das Stadion sah. Ich dachte kurz daran nicht über die Ziellinie zu laufen und mich einfach von hinten rein zu schleichen. Aber ein DNF hatte ich bisher erst einmal und das war gefühlt noch viel schlimmer wie eine schlechte Zeit. Also Augen zu und durch, so Tage gibt es halt und auch diese zählen.

Mental hab ich an diesem Tag gelernt, das man auch wenn es richtig wehtut noch weiterlaufen kann. Mit meiner Leistung von 51:39 bin ich sportlich nicht zu frieden, aber ich find es gut, dass ich es durchgezogen hab.

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4 Gedanken zu „Winterlaufserie Jügesheim 3. Streich

    • Ja mir war das wichtig es trotzdem zu Ende laufen man kann ja nicht immer gleich den Kopf in den Sand stecken wenn es mal nicht so läuft. Niederlagen wenn man sie überhaupt so nennen kann gehören auch zu einem Entwicklungsprozess und man lernt auch aus solchen Situation viel

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