Who´s perfect/ Fast perfekt

Die meisten von uns führen täglich einen Kleinkrieg gegen sich selbst. Man ist ständig unzufrieden. Jeden Tag steht man im Wettbewerb, ständig vergleicht man sich mit anderen. Der Druck ist nicht nur im Beruf spürbar, sondern auch im Privatleben wird man ständig aufgefordert sich zu verbessern. Schöner, besser, toller und perfekter jeden Tag wird man mit dem Konkurrenzdruck konfrontiert. Diese Konfrontation ist besonders in den sozialen Netzwerken präsent. Dort erfährt man direkt, wer ist wie gut, sieht besser aus, wiegt weniger oder ist schneller. Ob das alles der Wahrheit entspricht kann man nicht nachvollziehen, aber immer wieder hört man von jungen Frauen, die Stunden lang nach dem perfekten Foto suchen um es dann zu posten. Mit der Wahrheit hat das in dem Sinn nichts zu tun. Hier will jeder einen guten Eindruck hinterlassen. Die Konfrontation mit anderen und der Druck durch die Bewertungen ist hier so stark wie nirgendswo anders. Hier steht man schnell im direkten Vergleich zu den anderen, wer ist trainierter, wie komme ich an und was haben die anderen gemacht. Hier stellt sich schnell die Frage, mache ich das noch für mich oder für die anderen.  Aber warum? Vielen fällt es schwer sich selbst zu so zu akzeptieren wie sie sind. Aber wo ist die Grenze von überzogenen Selbstoptimierung und gesundem Anspruch an sich selbst?  Der Druck auf sich selbst wächst auch im Alltag. Sind wir überhaupt in der Lage alle Facetten unseres „Ich“ noch war zu nehmen oder sind wir schon so gepolt immer nur das Schlechte und Negative zu sehen? Gibt es überhaut Menschen die vollkommen zufrieden mit sich und wie schaffen sie das?

Im Sport kennt man diesen Druck schon länger. Viele glauben, dass Sportler mit diesem Druck besser umgehen müssen oder können. Wer einmal Leistung gebracht hat, von dem wird immer Leistung  erwartet. Aber warum ist das so? Warum steht man immer mehr unter dieser großen Erwartungshaltung von sich und von außen?

Die meisten Sportler setzen sich einem ständigen und permanenten Druck aus, um immer erfolgreicher zu sein. Dies führt dazu, dass eine Zufriedenheit nur im absoluten Erfolgsfall eintritt. Dafür ist man bereit härter zu trainieren. Der Preis dafür ist häufig sehr hoch. Man ist bereit für den Erfolg über seine Grenzen zu gehen, vielleicht auch zu weit über seine Grenzen. Für den Erfolg nehmen die meisten sogar gesundheitliche Probleme in Kauf. Die Angst vorm Versagen ist häufig größer als die Vernunft. Das Streben nach Erfolg und Anerkennung in der Bevölkerung ist größer als die Achtung vor dem eigenen Körper.

Grundsätzlich ist es nicht falsch sich in seinem Leben Ziele zu setzen. Wichtig ist nur, dass diese Ziele reflektiert und realistisch sind. Denn nur so kann ein positiver Effekt und eine Leistungssteigerung eintreten. Ziele können motivieren und einen anspornen am Ball zu bleiben, aber eine überzogene Selbstoptimierung ist nicht die richtige Wahl und führt häufig zum Gegenteil. Man sollte seine Grenzen kennen und diese richtig einschätzen könne. Eine Selbstreflektion kann hierbei sicherlich helfen, um zu sehen wo man steht und wo man hin will. Hier können auch (echte) Freunde und Familie zur besseren Einschätzung helfen. Das Wichtigste ist jedoch immer: Egal was man tut, man tut es für sich selbst und nicht für andere, der Lohn ist der eigene Erfolg und keine Hits oder Likes.

 

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Paleo Mohn Gugelhupf

image.jpegDer Kuchen ist super schnell gemacht nach ein paar Minuten in der Küche kann man ihn schon in den Backofen schieben. Super genial, total lecker, locker und saftig. Sehr zu empfehlen

Zutaten

9 Eier

120g Kokosöl

50g Honig

250g gemahlene Mandeln

1TL Backpulver

1El Vanillepulver

Prise Mehrsalz

50g Mohn

Alle Zutaten bis auf das Backpulver und den Mohn in eine Schüssel geben und gut verrühren. Danach wird der Teig in zwei Schüsseln aufgeteilt. In beide wird Backpulver gegeben. In einer Schüssel den Mohn unterrühren und dann beide Teile in eine Gugelhupfform geben. Mit einer Gabel dann sanft beide Teige mit einander vermengen.

TIPP: Die Form gut einfetten. Bei mir ging der Kuchen sau schwer aus der Form, viel schwerer wie bei einem normalen Kuchen.

Danach wird der Kuchen für 30-40 min auf 180° in den Backofen geschoben.

Abkühlen und schmecken lassen

 

Warum Sportler die glücklicheren Menschen sind

Dieser Artikel stammt vom meiner Teamkameraden Lauso, eine tolle Sportlerin mit einem großen Talent für tolle Texte. Wenn ihr mehr von ihr lesen wollt dann schaut mal auf ihrem Blog vorbei. Ich liebe ihre Artikel, sie sprechen einem einfach aus dem Herz

 

Winterlaufserie Jügesheim/ erster Streich in 2016

Eigentlich war das alles anders geplant. Normalerweise beschließe ich das Jahr mit einem der Silvesterläufe, die in der Umgebung von Offenbach statt finden. Dieses Jahr fiel die Entscheidung nicht schwer, an Silvester nicht zu laufen. Das Wetter war miserabel und die Motivation im Keller. Es war kalt, regnete und irgendwie waren die Beine auch nicht so als ob sie bereit wären für einen 10er.  Also entschloss ich mich mal dagegen. Die Möglichkeit am 03. Januar in Jügesheim zu starten war doch zu verlockend. Ich hoffte insgesamt auf besseres Wetter und bessere Beine.

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Happy new year. 2016 fängt gut an!!!!

Nach meinem Silvesterkater, also nachdem quasi der Kater namens Silvester verschwunden war, wurde der Wunsch auf bessere Beine erstmal nicht erfüllt. Auch das Wetter zeigte sich nicht besser als am 31.12, eher schlechter. Es war kälter und es regnete richtig. Das einzig Positive: Die Waldwege in Jügesheim sind gut befestig und eine schmierige Schlammlacht wird weitestgehend ausbleiben. Eher unmotiviert packte ich meine Sachen und zog mich an. Alleine machte ich mich auf den Weg zum Sportplatz. Wetter scheiße, sau kalt und es hörte einfach nicht auf zu regnen. Vor Ort meldete ich mich nach. Zum Glück hatte der Veranstalter die Heizungen in den Umkleiden angeschmissen, so versuchte ich so lange es ging mich dort auf zu halten. Doch irgendwann war der kleine Raum voller Frauen und auch der Geruch nach schon Mal gebrauchter Sportbekleidung trieb mich nach draußen.

Draußen regnete es immer noch. Insgesamt ein eher trauriger Anblick wie sich die Läufer so warm machten. Die, die da waren, waren hauptsächlich Läufer der Serie und mussten laufen, um dabei zu bleiben. Ich wollte meine Formtesten und schauen wie weit ich noch von der 45:xx weg bin. Der Rest, keine Ahnung. Das warmlaufen war mäßig erfolgreich, warm wurde es mir erstmal nicht, aber irgendwie merkte ich, dass sich die Beine nicht all zu schlecht anfühlten. Also entschloss ich mich von Zeit verwalten, zu volle Attacke.

Kurz vor 15 Uhr versammelten sich alle Läufer an der Startlinie. Es regnete immer noch, aber die Kälte war erträglich, so eng an einander ließ sich das Warten aushalten. Pünktlich fiel diesmal der Startschuss und alle rannten los. Wie immer erstmal im Sprinttempo, bis die ersten vom Laktat in den Beinen auf den ersten 500m gebremst wurden. Das Feld brauchte ca. 1,5 Km bis sich alles geordnet hatte. Wie immer überholte man Anfangs viele Läufer, die viel zu weit vorne für ihr Lauftempo standen. Doch schnell konnte man relativ frei laufen. Bis km 5 lief es eher unrund für mich. Die Beine waren gut doch irgendwie fand ich nicht so richtig den Rhythmus, ich lag aber immer noch total im Soll. Kurz nach km 5 lief ein Mann mit neongelber Jacke neben mich. Sein Laufrythmus fühlte sich gut an und auch seine Schrittfrequenz passte gut. Auch die GPS Uhr zeigte mir, dass er genau mein Mann ist, 4:35-4:27min/km. Das ist perfekt. Ich entschloss mich so lange wie es ginge an ihm dran zu bleiben und das klappte perfekt. Ich schaute fast gar nicht mehr auf meine Uhr, denn egal was da stand, ich lief maximal. Mehr wäre nicht drin gewesen. Die letzten 5 km liefen wir Seite an Seite bis 10m vors Ziel. Links neben dem Ziel stand die Zeitnahme und ich konnte erst kurz vor dem Zielbogen einen Blick darauf erhaschen. Wahnsinn, insgeheim hab ich auf ein 46 spekuliert, aber dass sie da am Ende wirklich steht, hätte ich nicht gedacht. Mit einer Endzeit von 46:46 konnte ich meine aktuelle Bestzeit um 1:01min verbessern. So kann und darf 2016 ruhig weitergehen. Happy, aber nass bis auf die Unterhose zog ich mich schnell warm an, wechselte die Socken und führ nach Hause um eine lange und sehr warme Dusche zu nehmen; der Lohn für diesen Lauf.

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46:46 neue Bestzeit!!!! Aber total fertig!!!