Off Saison/ Ausnahmezustand oder wohlverdiente Pause

Ich befinde mich nun seit 2 Wochen wieder im strukturierten Triathlontraining. Nach meinem Halbmarathon auf den ich mich laufspezifisch vorbereitet habe, begann meine Off Saison, zwei Wochen mal richtig Pause machen. Auf einmal ist alles anders. Gerade am Ende der Saison musste man sich manchmal ganz schön in den Arsch treten und seinen Schweinehund überwinden, um die letzten wichtigen Einheiten über die Bühne zu bekommen. Jetzt ist alles anders, man soll die Füße hoch legen, sich ausruhen und vielleicht an Sport denken, es aber nicht tun. Jetzt ist alles egal, kein Trainingsplan, keine Trainingsdokumentation, ein Leben ohne Werte und Zahlen. Werte und Zahlen, die im Training sonst eine wichtige Säule in der Planung und Auswertung spielen. In der Off Saison steht dann 2 Wochen, Kopf frei bekommen, Seele baumeln lassen, Motivation sammeln und das tun auf was man Lust hat im Plan.

In meiner Off Saison hab ich mich hauptsächlich mit Zukunft und Vergangenheit beschäftigt. Meine Saisonplanung 2016 und eine Reflektion von 2015 fanden in der Zeit statt. Ich blickte zurück was besser geworden ist und nach vorne an was ich nun arbeiten will. Welche Wettkämpfe will ich machen, besonders schöne und harte, sowie neue Herausforderungen. Was muss ich tun, um meine Ziele zu erreichen? All das war dieses Jahr Thema in meiner Off Saison. Das mit dem Füße hochlegen konnte ich jedoch nicht ganz so einhalten. Dieses Jahr hatten wir einen wundervollen Herbst mit wahnsinnig schönen Tagen und Sonne ohne Ende. Da konnte ich nicht zum Spaziergänger und Couchpotatoe mutieren. Ich musste einfach raus. Die schöne Herbstluft auf dem Rad oder in meinen Laufschuhen erleben. Auch wenn es einem als 24/7 Sportler schwer fällt mal Sport, Sport sein zu lassen ist es auch mal ganz schön nicht dem Druck und der ständigen Alltagsorganisation zugunsten des Trainingsplans verfallen zu sein. Man kann Dinge machen zu denen man sonst nicht kommt. So war ich dieses Jahr nach über 3 Jahren Beziehung das erste Mal mit meinem Freund alleine im Kino. Häufig liegt man fertig nach langen Trainingseinheiten auf dem schönen Sofa und kommt dann einfach nicht mehr hoch, in der Off Saison ist sowas leichter zu organisieren. Auch so hat man viel Zeit für das ein oder andere wichtige und unwichtige.

Aber nach 2 Wochen war es wirklich gut, ich habe meine Saison gut überstanden. Nichts zwickte und zwackte, da musste man die Pause nicht künstlich verlängern. Außerdem hatte ich wieder so richtig Bock, so lange Pause wollte ich nicht machen. Also schrieb ich motiviert meiner Trainerin; ab November geht es wieder los. Seitdem befinde ich mich wieder im strukturierten Training. Jedoch fange ich langsam an. Die Umfänge werden langsam aufgebaut. Im Vordergrund stehen nun eher Athletik, Kraft und Technik. Besonders im Laufen und im Schwimmen gibt es dort eine Vielzahl von tollen Übungen, mit denen man seine Technik verbessern kann und sich somit ökonomischer fortbewegen kann. Eine besser Technik erleichtert dann das Arbeiten an Speed und Ausdauer. Die Bewegungen sind sauberer und können somit auch gelenkschonender ausgeführt werden. Wodurch man auch eine sekundäre Verletzungsprophylaxe betreibt, um dann auch 2016 ohne Zwicken und Zwacken über die Bühne zu bekommen.

Winterlaufserie Jügesheim

Am Samstag startete ich bei der Winterlaufserie in Jügesheim. Bei milden 19 Grad fand der erste von vier Wertungsläufen statt.

Für mich sollte das die erste Standortbestimmung für 2016 werden. Nach fast 2 Wochen ordentlicher Pause, stieg ich die Woche vorher wieder ins geordnete Training ein. Mit Plan und Struktur geht es nun wieder los. Meine Pause war dieses Jahr kürzer wie geplant, aber ich wollte unbedingt den Aufwind und die Motivation aus einer rundum für mich erfolgreichen Saison mit nehmen und darauf weiter auf bauen. 2015 sollte der Anfang werden und am besten nicht mehr enden.

Um sich ein bisschen wieder an die Geschwindigkeit eines 10ers zu gewöhnen standen Donnerstags 5×1000 auf meinem Trainingsplan. Am Anfang eher skeptisch machte ich mich an die Aufgabe. Das Ende der Einheit war vielversprechend. Ich fühlte mich frisch und erholt. Natürlich lief ich sie zu schnell ;-))) Ich merkte Jügesheim könnte gut werden.

Die Marschroute war natürlich klar und eigentlich wie immer, nicht zu schnell los laufen, nicht überpacen und denk dran Bestzeiten muss man nicht im November laufen, lautete die deutliche Nachricht meiner Trainerin Nina Vabic. Zwar nicht ganz meine Vorstellung, da ich dieses Jahr in jedem Lauf eine neue Bestzeit gelaufen bin, aber erstmal ok. Meine Strategie war eher mit 4:45 los laufen und schauen wie lange ich es halten kann. Ich konnte noch nie gut auf jemanden hören ;-). Wer nicht hören will muss fühlen, lautete eher das Motto.

Samstag Mittag liefen wir auf dem Sportplatz in Jügesheim ein, mit uns noch ca.450 andere Läufer und die ersten bekannten Gesichter waren auch schon gesichtet. In Jügesheim trifft sich immer die Läuferelite des Rhein Main Gebiets, schnelle 10er Zeiten sind auf der Bestzeitenlisten fähigen flachen Strecke immer zu erwarten.

Pünktlich um 15 Uhr fiel der Startschuss. Der Start verlief ein wenig holprig, ich muss das nächste mal weiter nach vorne. Durch das Überholen von etlichen langsameren Läufern, verlor ich auf den ersten 2km ein paar Sekunden und der Lauf startete eher unrhythmisch. Die Überholvorgänge kosteten Kraft und machten die Beine schwer. Bei km fünf hatte ich das Gefühl mich von meiner neuen Bestzeit verabschieden zu müssen. Beim ersten Gefühl kämpfen zu müssen merkte ich, dass der letzte Wille sich 100% zu quälen und alles aus sich rauszuholen nicht da war. Es war halt doch November. Aber irgendwie schaffte ich es bis km 8 doch noch ganz ordentlich zu laufen, ab da erlaubte ich mir ein bisschen zu rechnen. Die Bestzeit ist noch drin, jetzt nicht all zu sehr einbrechen, dachte ich mir. Jetzt war die Motivation und der Wille wieder da und ich nahm alle Kräfte zusammen, versuchte mein Kraft in den Abdruck zu bringen und nicht in meinen kleinen Tippel tappel Schritt zu verfallen. Der Schritt muss lang bleiben, war der Gedankenspruch der letzten 2 km. Als ich ins Stadion abbog, sah ich die Uhr links neben dem Zielbogen 15 sec für ca.50m, auf geht’s dann hast du sie. Von einem Zielsprint will ich hier nicht mehr sprechen, ich war so fix und fertig. Die Ziellinie überquerte ich bei 47:47, genau um eine Sekunde unterbot ich meine Bestzeit. Ich war total happy und im November kann man doch nochmal oder schon Bestzeit laufen ;-). Jetzt heisst es darauf aufbauen und trainieren trainieren trainieren. 2016 ist mein Ziel die 45 min zu knacken und 4.30min/km laufen sich eben nicht von alleine auf 10km. Ich bin motiviert und hab Bock auf alles was jetzt noch kommt.

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Wettkampfplanung 2016

hier könnt ihr lesen wo ich mich 2016 so rumtreiben werde oder es besser gesagt plane mich rum zu treiben. Ich bin total motiviert und 2016 möchte ich am liebsten so richtig durchstarten. Mal schauen ich bin gespannt und voller Vorfreude.

31.12.2015 Silvesterlauf der Spirdon Frankfurt 10km

Januar

17.01.2016 Winterlaufserie Goldbach 10km

Februar

07.02.2016 Winterlaufserie Jügesheim 10km

März

13.03.2016 Lufthansa Halbmarathon Frankfurt HM

Mai

08.05.2016. Kinzigtaltriathlon Gelnhausen Sprint

Juni

05.06.2016 Woogsprint Darmstadt Sprint 1. Hessische Triathlonliga

10.06.-12.06.2016 Brüder Grimm Lauf ( Etappenlauf von Hanau nach Steinau)

26.06.2016 Mittelmoseltriathlon Zell an der Mosel OD

Juli

17.07.2016 Celticman Borken Teamsprint 1. Hessische Triathlonliga

    23.07.Römerman Ladenburg OD

August

07.08.2016 Frankfurt City Triathlon OD

21.08.2016 Kult Allgäu Triathlon OD Deutsche Meisterschaft

27.08.2016 Viernheim Sprint 1. Hessische Triathlonliga

September

04.09.2016 Challenge Walchsee Kaiserwinkel Mitteldistanz

Oktober

08.10.2016 Harzgebirgslauf Wernigerrode

Apfel Haferflocken Schnitte

Super leicht zum zubereiten und eigentlich beliebig variabel mit den Zutaten. Ein absolutes Herbstschmakerl. Da duftet die Stube gemütlich nach Bratapfel.

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3 Äpfel

1 EL Zitronensaft

50g Pecanüsse ( oder en bisschen mehr ;-))

50g Walnusskerne

150g Dinkel Volkornmehl

150g Weizenmehl

1Päckchen Backpulver

1/2 TL Zimt

1/2 TL Salz

250g Joghurtbutter (zimmerwarm)

200g brauner Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

4 Eier

100g gemahlene Mandeln

150g Haferflocken

50g Rosinen Granbarries Datteln etc

250ml Milch

los geht

Apfel schälen und in Würfelschneiden und mit Zitronensaft in einer Schüssel mischen / Walnüsse und Pecanüsse grob hacken

Beide Mehle mit Backpulver, Zimt und Salz mischen. Butter und brauner Zucker mit Vanillezucker schaumig schlagen und die Eier nach und nach dazugeben.

Mehlmischung; Mandeln, Haferflocken und je die Hälfte Nüsse, Rosinen und Äpfel unterrühren. Dann soviel Milch dazu geben bis der Teig in Zapfenform vom Schneebesen tropft.

Teig auf einem Backblech streichen und die restlichen Nüsse darauf streuen. Dann ab in den Backofen und bei 180° 35-40 min backen lassen.

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Zum absoluten Genuss lauwarm genießen.