Läuferherbst “ Leidenschaft die Leiden schafft“

Für viele ist die Saison schon rum. Der September ist in vollem Gang, in München startet das Oktoberfest, die großen Marathonklassiker stehen vor der Tür und die Blätter fangen an zu fallen.

Bei mir und bei vielen anderen Triathleten ist das aber noch kein Grund die Füße hoch zu legen. Der Läuferherbst hat begonnen. In Frankfurt steht einer der größten und traditionsreichsten Marathons vor der Tür. Was dazu führt dass hier im Rhein Main Gebiet zahlreiche Laufveranstaltungen anstehen. Für einen Marathon habe ich mich dieses Jahr zwar noch nicht entschieden, aber eine neue Halbmarathonbestzeit soll her. Am 3. Oktober finden in Hanau Rodenbach die Deutschen Meisterschaften über die Halbmarathondistanz statt, mit denen ich jedoch nicht zu tun haben werde. Mein Ziel ist 1:45h, der Rest ist mir egal.

Jetzt wo die Tage kürzer und dunkler werden, muss man sich ganz schön aufraffen um die letzten Körner, nach einer langen Saison noch mal zu mobilisieren. Die Motivation ist groß: Nach einer langen Saison mit großen Sprüngen über 10km mit fast 10 min Zeitverbesserung, will ich es nochmal über die Halbmarathondistanz wissen. Nun wo die Triathlonsaison rum ist und der Focus nicht mehr auf allen drei Disziplinen liegt, kann ich nun nochmal voll motiviert die Laufschuhe schnürren und mich wie andere nochmal voll und ganz auf mein Laufprojekt konzentrieren. Aber warum laufen wir eigentlich? Um fit zu bleiben, glücklicher zu werden oder weil es einfach ist und nicht viel kostet? So haben die meisten wohl von uns angefangen mit dem Laufen. Doch schnell wird aus dem vermeintlichen Zwang und Muss eine Leidenschaft. Man merkt schnell, Laufen macht glücklich. Warum, das weiß selbst die Wissenschaft nicht genau. Verschiedene Theorien stehen im Raum, aber das ist doch eigentlich egal. Was einem gut tut sollte man öfter machen.

Nach den anfänglichen Quälereien und Muskelkater kann man sich dies nur kaum vorstellen. Aber nach ein bisschen Training und Überwindung geht es dann schnell los. Die Suche nach dem Runners High, dem Flow- Moment und die Verschiebung der eigenen Grenzen. Neue Herausforderungen, Grenzerfahrungen werden gesucht und Ziele gesetzt. Das einfach nur laufen um abzunehmen oder fit zu bleiben ist vorbei. Nun laufen wir, weil wir auf der Suche nach unserem Glück sind bzw. weil man im Laufen sein Glück findet. Genau wegen diesem Gücksgefühl, Wohlbefinden und dieser Entspanntheit schnüre ich und tausend andere Menschen fast täglich die Laufschuhe. Wenn ich laufe werden Probleme bei jedem Schritt kleiner und was vor dem laufen noch ein großen Problem darstellte ist nun viel kleiner. Insgesamt kann ich gut beim Laufen nachdenken und spätestens nach der Dusche bin ich tiefenentspannt. Deshalb macht Laufen so Spaß.

Aber wo ist genau unsere Grenze, können wir unbegrenzt weit laufen? Neben der klassischen Marathondistanz, wird der Boom um die Ulraläufe immer größer. Laufen hat keine Grenzen mehr, aber was ist zu viel bzw. was ist noch gesund? Unser Körper ist, so glaube ich, in der Lage viel zu leisten. Verletzungen wie Runners Knee, Fersensporn oder Achillessehnenprobleme sind bei Läufern weit verbreitet. Jedoch treten diese auch schon bei kleineren Distanzen auf. Meiner Meinung nach ist das Maß entscheidend. Wer zu viel wollte muss über kurz oder lange dafür bezahlen. Die Quittung kommt sofort. Aber ob man 100km wirklich laufen muss, sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Mein Focus liegt jetzt erstmal auf 21,0975 km. Für meine Bestzeit bin ich bereit mich zu quälen und meine eigenen Grenzen zu verschieben. Nebenbei freue ich mich über jeden Lauf der mich glücklich macht. Am Ende machen wir es doch alle weil es und Spass macht. Have Fun and Run Happy!

Grüße von den Füßen

Als Läufer sind die Füße das liebste was man hat. Sie tragen uns jede Trainingseinheit über Stock und Stein und km langen Asphalt,  Km für Km ob langsam oder schnell. Die Wahl eines guten Laufschuhs sollte gut überlegt und durchdacht werden. Nicht jeder Laufschuh passt zu dem jeweiligen individuellen Laufstil.

Man sollte sich deshalb gut fachkundig beraten lassen und am aller besten bei einem Fachhändler kaufen, der einem ermöglicht, den Schuh auch wieder zurückzugeben, wenn man nach den ersten 10km merkt, dass der Schuh doch nichts ist. Auch eine Laufbandanalyse ist durchaus sinnvoll. Mein Weg zu meinen Lieblingsschuhen war lang, mühselig und geprägt von vielen Fehlkäufen. Jetzt aber habe ich meine Lieblingsschuhe gefunden. Ich weiß nun was ich mag, was ich will und was ich von meinem Laufschuh erwarte.

Hier möchte ich euch meine Liebsten vorstellen:

Asics Hypertri ( schneller Wettkampfschuh, direkt und super leicht)

Asics Noosa Fast ( schneller Wettkampfschuh, direkt und leicht, auch für längere Distanzen geeignet)

New Balance 1400 ( für längere Läufe/ Tempowechselläufe/ Endbeschleunigung/ stabiler aber doch direkter Schuh)

ON Cloudsurfer (stabiler gut gedämpfter Schuh, für lange Wohlfühlläufe)

Der Asics Hypertri

Der Asics Hypertri, ist quasi der schon bekannte Hyperspeed nur gepimpt für den Triathlonsektor. Der Hypertri ist aktuell mein ganz persönlicher Bestzeitenschuh. Laut Beschreibung ist dies ein klassischer Wettkampfschuh bis 10 km, meiner Meinung nach kann man den Schuh mit einem guten Laufstil sehr wohl bis zum HM Laufen.  Bisher hat jeder Lauf viel Spass gemacht. Durch die direkte steife Sohle, die man auch schon vom Hyperspeed kennt, wird eine direkte Kraftübertragung ermöglicht.

Im Triathlon hatte ich bisher noch keine Probleme. Durch das nahtlose Innenfutter wird ein problemloses Barfußlaufen ermöglicht. Aus meiner Erfahrung wurde das schon bei vielen Schuhen versprochen doch nach 10 km waren die Füße blutig. Hier hatte ich toi toi toi noch keine Probleme. Durch das mitgelieferte Schnellschnürrsystem wird ein schneller Wechsel ermöglicht. Für mich der optimale Wettkampfschuh.

Durch die peppigen Farben ist er nicht nur schnell, sondern sieht für mich auch noch gut aus. Durch die aufgedruckten Schlagwörter swim, bike, run ist er auch optisch als ein waschechter Triathlonschuh zu erkennen ;-). Für mich ein kompletter und voll durchdachter Schuh, der alle Erwartungen erfühlt und seinen Preis wert ist.

Bestzeitenschuh Hyperspeed Tri

hier in neuer und alter Farbe

Daten: 6mm Sprengung 155g

Asics Noosa fast

Quasi mein Vorgänger des Hypertri, aber das heisst nicht, dass der Schuh ein Auslaufmodel ist. Ich laufe den Schuh nach wie vor sehr gerne, egal ob Bahntraining oder längerer Lauf, der Asics Noosa Fast ist ein Schuh für alle Situationen. Durch das etwas stabilerer Obermaterial ist er am Fuß etwas stabiler als der Hypertri, wodurch er auch für längerer Läufe geeignet ist. Das Obermaterial passt sich super dem Fuß an und auch bei lockerer Schnürung sitzt er noch fest und stabil am Fuß. Empfohlen wird der Schuh für Mittel- und Vorfußläufer.

Durch die Sohle, die gut strukturiert ist, hat man beim Noosa fast auf jedem Untergrund einen guten Grip, dadurch ist er auch Offroad geeignet. Leichte Trails sind damit gut zu laufen und macht super bock. Die flexible Sohle passt sich dem Untergrund super an und man hat immer einen guten Abdruck. Nachteil: In die groben Waben setzen sich manchmal Steinchen fest, die dann beim Laufen drücken können.

Im Triathlon ist er immer ein guter Begleiter. Durch das mitgelieferte Schnellschnürrsystem werden schnelle Wechsel ermöglicht, jedoch fehlt eine Lasche an der Ferse, die zusätzlich beim Einstieg helfen könnte. Im Vergleich zu seinem großen Bruder dem Asics noosa tri, ist dieser Schuh mehr Wettkampfschuh, leichter ungestützt und viel direkter. Optisch gibt’s den Noosa fast genaus wie den großen Bruder in peppigen Farben, was das Finden in der Wechselzone einfacher macht ;-).

image

Daten: 6mm Sprengung 170g

On Cloudsurfer

Das Motto von ON: “ Laufen wie auf Wolken, weich laden hart abstoßen“ verkörpert dieser Schuh perfekt. Eigentlich bevorzuge ich eher härtere Schuhe, da ich bei zu weichen immer das Gefühl habe, dass ich nicht weiß wo ich hin trete . Jedoch habe ich bei diesem Schuh immer ein gutes Gefühl.

Hauptsächlich nutze ich diesen Schuh bei langen, lockeren Grundlagenläufen im Winter und Frühjahr. Für mich ist dieser Schuh ein reiner Trainingsschuh. Obwohl ich ihn immer viel bei Wettkämpfen sehe, brauche ich bei schnelleren Läufen immer den direkten Bodenkontakt. Dieser geht durch die sehr weiche Dämpfung, den Clouds leider verloren. Insgesamt ist der Schuh mit fast 300g im Vergleich zu meinen Wettkampfschuhen eher ein Schwergewicht. Durch die Clouds hat man aber ein sehr gelenkschonendes Laufen, was ich für die langen Läufe sehr bevorzuge.

Das versprochene Training der spezielle Laufmuskulatur durch die CloudTec habe ich bisher noch nicht gemerkt. Auch die Geschwindigkeitseinteilung der einzelnen Schuhe auf der Herstellerseite finde ich eher irreführend. Ich habe nicht das Gefühl, dass der Schuh besonders den 5-6 er Schnittsektor unterstützt. Auch bei langsameren Läufen unterstützt mich der Schuh in seiner vollen Funktion.

Wenn man sich den Schuh anschaut, fällt einem sofort die schlichte aber sehr gute Verarbeitung des Schuhs auf. Das Material ist langlebig und auch die spezielle Gummimischung an den Clouds, die für einen langen Halt hergestellt wurde, hält was sie verspricht. Durch die gute Dämpfung ist der Cloudsurfer für alle Läufertypen geeignet. Der einzige Nachteil ist, dass sich auf Waldwegen immer wieder Steine in den Clouds verfangen und somit das System still legen. Ob 149Euro als UVP zu viel sind weiß ich nicht. Das muss jeder Läufer für sich entscheiden.

Für mich ist und bleibt der Cloudsurfer ein reiner Trainingschuh. Insgesamt hat mich die Cloudtechnologie nicht für die Wettkämpfe überzeugt. Aber zum gelenkschonenden Laufen sehr zu empfehlen.

Run like a Girl ;-)

Run like a Girl 😉

Daten:7mm 290g

New Balance 1400

Den New Balance 1400 laufe ich nun schon ein Jahr und er muss sicherlich bald ausrangiert werden. Jedoch möchte ich noch einiges zu ihm sagen.

Für mich schließt der Schuh das Loch zwischen reinem Wettkampfschuh und Trainingsschuh. Genau für diesen Bedarf nutze ich ihn auch. Der Schuh ist so gut gedämpft, dass man ihn gut für längere Läufe nutzen kann, aber auch direkt und steif. Deshalb genau mein Schuh für lange Läufe im Rahmen meiner Halbmarathon Vorbereitung. Bei Tempodauerläufen, Tempowechselläufen und lange Läufen mit Endbeschleunigung hole ich ihn aus der Laufkiste.

Der Schuh passt super; ist genau richtig für meinen schmalen Fuß geschnitten. Nur die Lasche muss man richtig festbinden, sie rutscht immer wieder zur Seite weg, was dann zu Druckstellen und Reibungen führt.

Daten 4mm Sprengung , Gewicht keine Angaben

Impressum

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:
K..Kreit
Schäferstraße 22
63069 Offenbach am Main
Kontakt
E-Mail: Kathaka@icloud.com

Haftung für Inhalte

Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen
Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet,
übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf
eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von
Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist
jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von
entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben.
Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten
Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum
Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der
Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete
Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir
derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen
Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der
Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers.
Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Soweit
die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet.
Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine
Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden
von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.

Bahntraining, 5 Runden im Kreis oder der Weg zum Bahnhof.

imageAuf meinem Trainingsplan steht mindestens einmal pro Woche Bahntraining, häufig nenne ich diese dann hart aber herzlich Einheiten. Man muss nicht viel nachdenken und so  heisst dann eigentlich stumpf rechts, links, rechts, links, rechts, links…… 2000m in einem Schnitt von 4:35 min pro km. So zumindest letzen Dienstag. Im Hinblick auf meinen Halbmarathon werden nun die Intervalle ein wenig länger und somit steigt die Zahl der Runden, die man stupide im Kreis rennen muss. Die Belastung wird nun eher extensiv als intensiv und durch weniger Laktat in den körpereigenen Zellen bleibt nun mehr Platz für Gedanken; Gedanken jeglicher Art. Meistens versucht man seinen Körper ein wenig damit zu überlisten, die Distanz in den Gedanken wenigstens zu verkürzen oder einfach nur an etwas anderes zu denken als an 5 Runden auf einer Aschebahn im Kreis zu rennen.

Letzen Dienstag war der Unterhaltungswert auf der Bahn groß. Eine Schulklasse einer hiesigen Gesamtschule hatte Sportunterricht. Sportunterricht?! Naja die Schüler gingen auf meiner Bahn spazieren, lümmelten sich auf Bänken und verzehrten leckere Gummibärchen. Ein Teil der Jungs vergnügte sich mit diversen Ballspielen. Dies verkürzte die erste Hälfte meiner Trainingseinheit. Ich schaute mir immer wieder das Treiben links und rechts neben mir an. Irgendwann blies die Lehrercrew dann doch noch zu ernsthaften sportlichen Aktivität. Ballweitwurf. Mein Unterhaltungsprogramm nahm ein abruptes Ende und ich hatte noch gut eine halbe Stunde vor mir.

Mein Thema blieb die Schule, erst überlegte ich mir was ich damals so cool fand im Sportunterricht und ob ich damals überhaupt Bock auf Sportunterrichte hatte. Meistens eher nicht. Das lag aber nicht an meiner Fähigkeit sich an Sport zu begeistern, sondern eher an unserem unfähigen Sportlehrer.

Kurz vor dem nächsten 2000m Intervall fiel mir dann ein, dass ich um in die Schule zu kommen auch immer ca. 2,5km laufen musste. Von meinem Haus zum Bahnhof. Ich habe morgens immer eine Ewigkeit gebraucht. Die Bewegungsgeschwindigkeit glich der einer Schnecke. Das führte dazu, dass ich mich immer zeitig auf den Weg machen musste. Die 2000m jetzt lief ich so in 9 min, damals eher 30 min. In Schülergedanken heisst das: 20 min länger schlafen. Ob das Motivation genug gewesen wäre, um sich morgens schon anzustrengen und zu rennen? Ich weiß es nicht  😉 . Jedenfalls kam ich zu dem Entschluss, dass einem als Kind viele Distanzen ziemlich weit vorkommen. Teilweise je jünger desto weiter; Lauterbach (3km) war als Kleinkind eine Weltreise und heute sind 2000m nur 5 Runden auf der Aschebahn. Wenn mir damals jemand erzählt hätte, dass ich später 10km laufe (quasi fast zur Schule nach Alsfeld), hätte ich demjenigen niemals geglaubt, dass man diese Strecke laufen kann. Ein Marathon, 42,195 km, war einfach eine Zahl. Als Kind hatte ich nicht einmal das Bewusstsein mir vorzustellen was das für eine Distanz ist. Im Urlaub habe ich nach 2 km schon gefragt wann wir endlich da sind. Und heute bereite ich mich auf einen Halbmarathon vor: 21,1 km Laufen und das möglichst schnell.

Wettkampfübersicht 2015

  • 7. Feb. 2015 -Winterlaufserie Jügesheim 10km 01:01:10
  • 26. April 2015 -3. Lauf für Mehrsprachigkeit 10km (20. Frau 2 AK W25) 51:39 neue persönliche Bestzeit
  • 10.Mai 2015 -27.Drei Flüsse Triathlon in Gemünden am Main (1000/38/10) ( 15. Frau 4.AK) 2:23:22
  • 30.Mai 2015- 32. V Card Triathlon in Viernheim OD 24. Frau 11. AK2 2:51.21
  • 21.Juni 2015 Quarterman Bruchköbel 1/4 Ironmandistanz (950/45/10,5) 13. 2HL und schnellste Athletin vom TV Bad Orb/ mein erster Ligawettkampf 2015 2:40:21
  • 26 Juli 2015 Öko Run Wächtersbach 10km 6, Frau 1. AK25 48:14 neue persönliche Bestzeit
  • 09.August 2015 Fuldatal Teamprint (750/20/5,5) 2. HL. Tagessieg mit einer starken Teamleistung 1:16.18
  • 16. August 2015 Allgäu classic Staffel mit Florian Brosch, meine Disziplinen: Schwimmen und Laufen 14. Platz swim: 37:12 und run: 1:46:49
  • 23.August Challenge Walchsee MD Staffel bike: 03:03:00
  • 06.September 2015 Salinenlauf Bad Orb 10km 9, Frau 1. Ak 47:48 neue persönliche Bestzeit (siehe Bericht)

meine Links

Hier findet ihr ein paar Links, die ich euch ans Herz legen möchte. Ich kann alles hier uneingeschränkt empfehlen und möchte deswegen auf meinem Blog darauf aufmerksam machen.
image

TV Bad Orb/ Teamspessartchallenge: Mein Team. Seit 2013 starte ich nun für das Team Spessartchallenge. Ein bunter Haufen aus Freizeitsportlern und hoch ambitionierten Altersklassenathleten, die jedes Jahr auf verschiedenen Ebenen um Meisterschaften kämpfen und sowohl national als auch international auf der Triathlonbühne präsent sind. Das Team hat sich von einem zusammengewürfelten Haufen von ein paar triathlonverrückten Jungs zu einem stattlichen Verein mit 4 Teams entwickelt. 2 Männer und zwei Damenteams. http://team-spessartchallenge.blogspot.de

TV logo

TV Bad Orb: Der Hauptverein. Ohne den TV Bad Orb würde es das Team Spessartchallenge nicht geben. Seit 10 Jahren trägt und unterstützt uns der Verein bei allen Vorhaben und Ideen, die im Team Spessartchallenge entstehen. Sei es das Projekt Bundesliga oder die Meldung der Ligateams. Der TV Bad Orb hat noch nie NEIN gesagt. Danke dafür. Außerdem ist der TV Bad Orb der Ausrichter der jährlichen VR Bank Spessartchallenge und stellt damit eine gelungene Sportveranstaltung auf die Beine. Immer ein Besuch wert. http://www.tv-bad-orb.de

IMG_1511

Florian Brosch: Mein Schwimmlehrer;-), Freund und ambitionierter Altersklassenathlet, der immer für eine Top Platzierung zu haben ist. Verschiedene Titel hat er sich schon geholt. Unter anderem 1. Deutschermeister im Crossduathlon 2013, Vizeweltmeister Crosstriathlon in der AK 25 in 2014 und erster heimischer Sieger der Spessarchallenge http://www.florian-brosch.blogspot.de

Run and More GbR: Nina Vabic und Omid Keyvanpour bilden die Run & More GbR, aus der das Laufprojekt Main Kinzig entstanden ist. Beide sind erfahrene Athleten und betreiben schon lange Ausdauersport auf hohem Niveau. Beide haben sich zur Aufgabe gemacht jeden Athleten individuell zu betreuen und bieten für jeden das passende Angebot an. Egal ob Anfänger oder erfahrener Sportler der seine Ziele erreichen will, jeder ist hier gut aufgehoben. http://www.laufprojekt-main-kinzig.com/Run-More/

laufwerk

Das Laufwerk Gelnhausen: Hier findet man geballte Lauf- und Triathlonkompetenz in einem Laden. Dank reichhaltiger Erfahrung und professioneller Laufbandanalyse findet man Ruckzuck den richtigen Schuh. http://www.laufwerk-shop.de

bikeschmiede

Bikeschmiede Ahl: Hier finde ich immer alles Rund um das Rad, egal ob MTB, Rennrad oder Triathlon. Immer ein Besuch wert. Im Winter findet man dort alles Rund ums Snowboard. http://www.bikeschmiede-ahl.de

Ortho Klinik Rhein Main: Fachärzte im Bereich Schulter und Knie sowie Sporttraumatologie mit angeschlossener Physiotherapie. Hier bin ich mit meinen Wehwehchen immer gut aufgehoben. Nicht nur weil ich dort arbeite vertrauen ich den Ärzten und meine Kollegen. http://ortho-rhein-main.de

EBS

Early Bird Swimmers: 100% Aquaholic. Der Name ist hier Programm. Eine junge frische Marke, die die Passion des Frühschwimmens verbreitet. Ein junges sympathisches Unternehmen das zeigt, dass Frühschwimmen nicht nur was für Omis ist. http://www.earlybirdswimmers.com

meine Bestzeiten

Laufen

image

5km: 27:12 (06.04.2014) I Lauf Gelnhausen

10Km: 46:46 (03.01.2016) Winterlaufserie Jügesheim 3. Lauf

Halbmarahton: 1:44:23 ( Halbmarathon Hommertshausen)

Schwimmen

image

400m: 7:19

750m 15:33 (See)

1500m 27:12 (eosc 1500m Test 26.02.2016)

1900m 37:12

2000m

Rad

image

20km

40km

90km: 03:03:00 Challenge Walchsee Kaiserwinkel

Über mich….

Mein Name ist Katharina und bin 29 Jahre alt.DSC_0150 Ich komme aus dem schönen Vogelsberg, genauer aus Lauterbach. Seit 6 Jahren wohne und arbeite ich in Offenbach als Physiotherapeutin. Bewegung ist nicht nur mein Hobby sondern auch mein Beruf. Durch meinen Job komme ich mit fast allen Sportarten in Kontakt. Jedoch konnte mich bisher keine so begeistern wie der Ausdauersport.

Mein sportlicher Ursprung liegt im Handball, wo man auch schon immer mit Ausdauereinheiten konfrontiert wurde. 2009 musste dann nach nach meinem Arbeitseinstieg in Offenbach und einer immer wieder aufbrechenden Schulterverletzung eine Alternative zu dem harten “ Vollkontaktsport“ her. Die Schulter wollte nicht mehr. Um sportlich in Form zu bleiben weihte mich meine Arbeitskollegin dann in die Künste des MTB ein. Von Anfang an war das Feuer entflammt. Die flowigen Trails bergab und die harten Anstiege die man am häufig am Limit fahren musste waren genau mein Ding. Ich war nun voll drin. Im Winter begann ich nun immer mal zu Laufen um fit zu bleiben und merkte schnell, dass dies eine schöne Abwechslung zum MTBn war. Es ging schnell, war einfach und man konnte es immer und überall machen. Laufschuhe und los…..!

Durch verschiedene Patientin kam dann das Thema Triathlon immer häufiger auf den Tisch bzw. Bank. Für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Radfahren und Laufen schön und gut aber bisher hatten meine Schwimmkünste max bis zum Fahrtenschwimmer in der Schule gereicht. 500m am Stück schwimmen und das ggf. vielleicht auch noch im See, unvorstellbar. Aber ich war interessiert und fasziniert von den Leistungen die meine Patienten mir immer wieder in den Behandlungen berichteten. Ironman, Roth, Mitteldistanz und und und. Der Weg den sie zurückgelegt haben um ihre Ziele zu erreichen bzw. warum sie dann natürlich irgendwann bei mir auf der Bank lagen war immer wieder spannend. Wobei wir dann immer wieder bei der ersten Disziplin, dem schwimmen hängen blieben. Ich beteuerte immer wieder, dass ich da absolut talentfrei sei. Meine schlimmste Erinnerung: Ich bin mal bei einem Schulwettbewerb gegen die Außenwand geschwommen, weil ich keine Schwimmbrille hatte und nicht die Augen aufgemacht habe. Das war total peinlich und alle haben gelacht. Als ob der letzte Platz nicht schon schlimm genug war.

Durch eine damalige Patientin und heutige Freundin wurde dann das Schwimmproblem schnell behoben. Warum? Ich wollte, dass sie aufhört zu rauchen und ließ mich auf eine Wette ein. Ich sollte 1000m am Stück kraulen. Wenn ich das schaffe, höre sie auf zu rauchen. Das motivierte mich bis unter die Haarspitzen. Jetzt musste nur noch ein Schwimmlehrer gefunden werden, denn wie schon gesagt ich war talentfrei. Mit Youtubevideos kann ich schminken und Zöpfe flechten lernen, aber niemals schwimmen lernen. Aber da hatte meine Freundin schon jemand im Kopf. Der Top Triathlet des TV Bad Orb Florian Brosch. Welch nebensächlicher Zufall: Wir waren beide Single. Das roch nicht nur nach schwimmenlernen, sondern auch ganz faul nach Verkupplungsaktion. Naja beides hat funktioniert. Nach 6 Wochen mit dem geilsten Schwimmtrainer auf Erden konnte ich 1000m kraulen. Doch nicht talentfrei ;-).

Jetzt konnte dann auch der erste Triathlon kommen: Am 6. September 2012 war es dann soweit. Ich startete beim Alzenauer Volkstriathlon. 500m schwimmen im See, 20km auf zwei Runden Rad fahren und dann 5 km im Wald hinter dem Sportplatz laufen. Es war unvorstellbar hart, hat aber sowas von Bock gemacht. Im Jahr 2013 wurde ich dann Mitglied im TV Bad Orb, bekam meinen Starpass für die Ligawettkämpfe und man konnte sagen ich war Triathletin. Seit dem lebe ich den Sport mit allen Fassetten, mit Höhen und Tiefen, Schmerzen und Freude. Wobei man sagen musste Tiefen hatte ich einige, ich habe in den letzen Jahren gelernt, was es heisst zu kämpfen und zu beissen. Die Verbesserungen waren nur mit der Lupe zu sehen, aber ich bin am Ball geblieben auch wenn die Motivation mehrmals als im Keller war. Seit diesem Jahr habe ich einiges verändert. Ich habe mich von standardisierten Plänen verabschiedet und trainiere nun nach einem individuellen Trainingsplan. Meine Trainerin Nina Vabic hat mit mir an vielen Stellschrauben gedreht, was echt harte Arbeit war. Aber man muss sagen, seit diesem Jahr ist der Knoten geplatzt. Es ging mit großen Schritten von Bestzeit zu Bestzeit, die Leistungsfähigkeit wurde immer größer und besser und nun bin ich da wo ich hin wollte. Mitten drin, nicht hinten und noch nicht vorne aber endlich mitten drin. Sowohl auf den Ergebnislisten, als auch im Sport. Klar hat mir das trainieren auch in den letzen Jahren viel Spass gemacht, was aber an meiner Freude an Bewegung lag. Jetzt ist man bereit sich noch mehr zu quälen und auch im Training das Maximale raus zu holen. Die Belohnung für die Schinderei kommt irgendwann. Irgendwann dann in einem Wettkampf.

Ich bin kein Mensch der ständig nur gewinnen will, ich laufe allein für mich und gegen die Zeit, gegen meine eigenen Bestzeit. Ich will mich verbessern und mich selber schlagen. Platzierungen und andere sind mir egal. Mein Maßstab bin ich. Ich schaue nicht nach rechts und nach links was die anderen machen sondern, versuche meine Augen bei mir zu halten und sich nur auf mich zu konzentrieren. Wenn doch eine gute Platzierung dabei raus kommt sehe ich das als kleine Belohnung an und bin natürlich auch stolz, diese Leistung erbracht zu haben. Wichtig ist den Glauben an sich selbst und seine Fähigkeiten nicht zu verlieren. Denn es steckt in einem, irgendwann kommt es raus. Manchmal dauert es länger, manchmal kürzer. Aber irgendwann wird man immer für seine Mühen belohnt. Das habe ich durch den Sport gelernt, deshalb fasziniert mich der Ausdauersport so sehr. Talent alleine ist dort nicht immer das Ausschlaggebende, sondern die Kraft und der Wille immer weiter an sich zu arbeiten reicht aus um sich am Ende seine Belohnung zu holen und besser zu werden. Ganz anders wie im Fussball oder in anderen Mannschaftssportarten ist man ganz alleine dafür verantwortlich, was man leistet und geleistet hat und ob man seinem eigenem Maßstab gerecht wurde.

Ausdauersport kennt keine Grenzen, man kann immer weiter laufen, schwimmen oder Rad fahren und genau das fasziniert mich an dem Sport. Meine eigenen Grenzen immer wieder und weiter zu verschieben. Immer weiter zu laufen, weiter zu schwimmen und weiter Rad zu fahren. Nach einem erfolgreichen Triathlon Jahr 2015 nehme ich für 2016 endlich eine Mitteldistanz in Angriff.

image

14.VR Bank Spessartchallenge/neue Bestzeit

Am Sonntag fand die 14. VR Bank Spessartchallenge statt. Eine Multisportveranstalltung im schönen Spessart, genauer gesagt in der Perle des Spessarts Bad Orb. Da diese Veranstaltung von meinem Verein ausgetragen wurde, stand für mich trotz langer Saison schnell fest, dass ich dort starten werde.

Lange Zeit war ich jedoch am überlegen,  Angriff auf die Challengewertung zu nehmen. Diese setzt sich aus der langen MTB Strecke und dem 10km Salinenlauf zusammen. Nach den letzten Einheiten Richtung Wochenende wurde mir schnell von meinem Körper deutlich gemach,  dass die Saison schon lange war. Die Beine waren müde und auch der Kopf wollte nicht mehr so richtig. Also entschied ich mich letztendlich dagegen und meldete mich nur für den 10km Salinenlauf. Der letzte Test vor meinem Halbmarathon am 3. Oktober in Hanau Rodenbach.

Der Sonntag lief nicht ganz so ruhig. Mein Freund Florian Brosch vertrat den TV Bad Orb auf der Challengestrecke. Da ich immer versuche ihn so gut wie es geht bei seinen Wettkämpfen zu unterstützen stand ich natürlich auch morgens gemeinsam mit ihm auf und begleitete ihn zum MTB Start und versuchte ihn an manchen Streckenpunkten abzupassen. Das führte dazu, dass ich auch schon ein paar HM auf dem MTB zurücklegte. Zum Glück war zwischen den beiden Wettkämpfen noch genug Zeit kurz die Augen zu zumachen und die Beine hoch zu legen.

image

Um 16:00 ging es dann Richtung Start. Der Körper wäre eigentlich auch ganz gern auf dem Sofa liegen geblieben aber dann vor der Konzerthalle mit all den bekannten Gesichtern war man ruck zuck im Wettkampfmodus. Ein kurzes Warmlaufen mit netten Gesprächen zwischen Teamkollegen nahm mir dann meine Nervosität, was häufig ein Problem von mir ist.

Der Salinenlauf geht 4 Runden durch den Kurpark in Orb. Leicht bergauf und leicht bergab. „Wenn man das weiß ist das ein schneller Lauf“, so meine Trainieren Nina Vabic. Anfangs konnte ich das nicht glauben. Aber die Theorie bewahrheitete sich. Zwar ging ich die erste Runde viel zu schnell an jedoch konnte ich vom Kopf her gut im Wettkampf bleiben und mich richtig quälen. Nach 3 Runden überholte mich kurz vorm Ziel mein Freund, was mich nochmal gut zog. Dann hieß es nur noch eine Runde. Was mich ein wenig verwunderte, ich konnte nochmal richtig Gas geben und einen Platz gut machen.

image

Am Ende lief ich mit neuer Bestzeit von 47:48 ins Ziel: Völlig fertig, aber überglücklich, dass ich mich selber an dem Tag noch überrascht habe. Denn erwartet hätte ich das so nicht. Überrascht wurde ich aber noch als die Ergebnislisten hingen.  9. Frau und erste in meiner Altersklasse hieß für mich das erste Mal auf die Bühne. Ich war super glücklich und das Gefühl motiviert mich zum Ende der Saison doch nochmal Richtung Halbmarathon richtig Gas zu geben.

image

Überglücklich und TOTAL geschafft nach meiner neuer Bestzeit